
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 64
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Panel der Sektion Klinische Sozialarbeit: Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend als Beitrag zur Demokratieförderung Zusammenfassung Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt richtet den Blick in die Vergangenheit, um Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, Verantwortung für das Unrecht zu übernehmen und Erkenntnisse für Schutz- und Hilfeprozessen zu gewinnen. Wir möchten uns darüber austauschen, wie Aufarbeitungsprozesse dazu beitragen, marginalisierten Stimmen einen Raum zu geben und damit intersektionalen Ungleichheitsdimensionen entgegenzuwirken sowie eine offene demokratische Gesellschaft zu fördern. Es geht um eine Selbstverständigung anhand verschiedener Beispiele und ihre Bedeutung für die Profession und Disziplin. Beiträge des Symposiums Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und ihre Bedeutung für die Demokratieförderung Wie kann Aufarbeitung epistemischer Ungerechtigkeit entgegenwirken sowie demokratische Teilhabe und Würde für alle ermöglichen? Diesen Fragen soll am Beispiel der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs nachgegangen werden. Diese ruft alle Menschen auf, über erfahrene sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend zu berichten. Im Sinne epistemischer Gerechtigkeit sollen dabei vor allem auch Zielgruppen angesprochen werden, deren Stimmen sonst überhört werden. Forschungsprojekt: ehemalige Heimkinder im Alter Für viele Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt innerhalb autoritärer Strukturen erlebt haben, ist die Vorstellung im Alter erneut in Kontakt mit institutioneller Unterstützung kommen zu müssen, beängstigend. Der Beitrag fokussiert die subjektive Perspektive von ehemaligen Heimkindern, die Herausforderungen und Sorgen, die sie in Bezug auf Pflege im Alter berichteten und Wünsche im Hinblick auf eine gelungene Versorgung. Deutlich wird die Notwendigkeit von traumasensibler und bedürfnisorientierter Pflege. Diese benötigt und beinhaltet zugleich einen Beitrag zu gesellschaftlicher Aufarbeitung. Die Debatte um „Missbrauch mit dem Missbrauch“ als (Strategie des) Antifeminismus Der Aufbau einer Versorgungsstruktur für Betroffene sexualisierter Gewalt und ihren Angehörigen in den 1980er und 1990er Jahren wurde mit einer Gegenbewegung konfrontiert, die vor allem die feministischen Akteur*innen und ihre konzeptionellen Anliegen attackierte. Die Debatte wird mit der Bezeichnung „Missbrauch mit dem Missbrauch“ markiert. Der Beitrag beleuchtet die Auseinandersetzung um sexualisierte Gewalt in dieser Phase und fragt nach den Facetten des Antifeminismus, die darin wirkmächtig werden konnten, sichtbar geworden sind oder im Nachgang als solche Strategien erfasst werden können. | ||