
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 63
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‚Politische Neutralität‘ als Instrument der Disziplinierung (auch) in der Sozialen Arbeit Zusammenfassung ‚Politische Neutralität' hat sich zu einem zentralen Kampfbegriff in bildungs- und sozialpolitischen Debatten entwickelt und fungiert hier als (potentielles) Einfallstor, um die Rolle freier Träger als Teil der Zivilgesellschaft für Prozesse der demokratischen Willensbildung zu diskreditieren. Während die Profession sich an ethisch-normativen Grundprinzipien wie Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit orientiert, suggerieren Neutralitätsanrufungen eine vermeintliche Verpflichtung zur inhaltlichen Indifferenz. Damit werden essentielle Grundlagen professionellen Handelns angegriffen. Beiträge des Symposiums Einfallstor „politische Neutralität“ – (Antidemokratische) Angriffe auf die Zivilgesellschaft Politische Neutralität erweist sich auch für Projekte im Kontext Sozialer Arbeit (Menschenrechte, politische Bildung etc.) zunehmend als scharfes Schwert gegen unliebsame Inhalte und Projektträger. Das Instrument kann letztlich dazu beitragen, professionelle Ansprüche und Wertvorstellungen zu reduzieren und damit die Professionalität infrage zu stellen. Umso wichtiger ist es verstehen, wie zu dieser Lage kommen konnte und was zu tun ist, neue Handlungsperspektiven zu entwickeln. Der Beitrag ordnet und analysiert aus politikwissenschaftlicher Perspektive die Hintergründe und Rahmenbedingungen. Weaponized Neutrality. Zur Prekarisierung professioneller Normativität durch Neutralitätsanrufungen in der Jugendarbeit Die wiederholte Anrufung von ‚Neutralität‘ muss als Herausforderung für sozialarbeiterische Professionalität und Autonomie betrachtet werden. Der Beitrag diskutiert unter Bezug auf empirische Ergebisse problemzentrierter Interviews mit Fachkräften der Jugendarbeit, welche Konfliktlinien sich hier ergeben: Neben Bestärkungseffekten werden deutlich auch Verunsicherungen ob der Anerkennung einer professionellen Norm von ‚Nicht-Neutralität' artikuliert, auch Affirmationen und Integrationen eines vermeintlichen ‚Neutralitätsgebotes' in das Professionsverständnis sind rekonstruierbar. | ||