
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 55
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Von Grenzüberschreitungen zu autoritären Tendenzen. Wie Organisationskulturen demokra-tiefeindliche Entwicklungen fördern. Zusammenfassung Anhand organisationaler Kulturen werden Grenzüberschreitungen auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene in den Blick genommen. Beitrag 1 beleuchtet zwischenmenschliche Interaktionen in Hochschule und Praxis. Beitrag 2 untersucht radikale öffentliche Äußerungen christlicher Akteure im Sozialraum. Beitrag 3 fokussiert den „Sanften Autoritarismus“, der als neuer Regierungsstil die Demokratie gefährdet. Deutlich wird, dass auf allen Ebenen Menschen in autoritäre Grenzverschiebungen verstrickt sind – als aktiv Handelnde, als beobachtend nicht Einschreitende oder als von Grenzüberschreitungen Betroffene. Beiträge des Symposiums Grenzüberschreitungen als Bestandteil organisationaler Kultururen Der Anspruch der Sozialen Arbeit, Demokratie zu fördern, zeigt sich insbesondere auch in der Aufgabe, Menschen zu Partizipation zu ermächtigen sowie Diskriminierung und Exklusion entgegenzuwirken. Gleichzeitig finden sich in Organisationen Sozialer Arbeit Phänomene, die selbst zur Reproduktion autoritärer, gewaltförmiger Praxen beitragen, so in Form von sexuell übergriffigen Äußerungen oder Verhalten. Es wird dargelegt, wie Grenzüberschreitungen in Organisationen Sozialer Arbeit alltäglich stattfinden, oft unbenannt und bleiben und somit die Basis für weiterführende Grenzverschiebungen bilden. „Moral“ als Machtinstrument Einige evangelikale Akteur*innen nutzen ihre christlichen Moralvorstellungen und die Praktiken der christlichen Kirche, um ihre autoritären Ansichten einem breiten Publikum nahe zu bringen. Dabei setzen sie Themen, die in das gesellschaftliche Leben und die Soziale Arbeit hineinwirken, wie Deutungen, welche Sexualität, welches Familienbild und welches Frauenbild das richtige ist. Menschen mit anderen Lebensweisen und anderen Meinungen werden als „Sünder*innen“ dargestellt. Der Vortrag zeigt Mechanismen anhand rekonstruktiv ausgewerteter öffentlicher Auftritte evangelikaler Vertreter*innen. Über das Aufkommen eines neuen Regierungsstils „Sanfter Autoritarismus“: Lässt sich So-ziale Arbeit als kritische Ontologie der Gegenwart im Kontext der Organisationskulturen konzeptualisieren? Gegenwärtig lässt sich das Aufkommen eines neuen Regierungsstils „Sanfter Autoritarismus“ (Shalini Randeria) beobachten. Er beschreibt einen schleichenden Prozess, wie Institutionen liberaler Demokratien mit den demokratischen Mitteln untergraben werden. Vor dem Hintergrund der Gegenwartsdiagnose stellt sich die Frage: Lässt sich Soziale Arbeit als „kritische Ontologie der Gegenwart“ (Foucault, Hark, Meißner) konzeptualisieren? Der Beitrag stellt die Anforderungen an die Organisationskulturen der Sozialen Arbeit vor, die sich aus der Verbindung der beiden theoretischen Konzepte ergeben. | ||