
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
| Datum: Samstag, 25.04.2026 | |
| 8:30 - 9:00 | Ankommen Ort: W E26 - Foyer |
| 8:30 - 13:15 | Posterausstellung: Ort: S 304 |
| 8:30 - 17:55 | Gepäckraum (unbeaufsichtigt) Ort: Z E33 Der Gepäckraum ist zu den Zeiten der Tagung und Abendveranstaltung frei zugänglich. Achtung: er ist unbewacht. Gepäckabstellung auf eigene Gefahr |
| 9:00 - 9:40 | Keynote 3: Keynote 3 Ort: V1 Chair der Sitzung: Stefan Borrmann, DGSA e.V., Deutschland |
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Die angespannte Mitte – zwischen Demokratiefeindlichkeit und Demokratieengagement Hochschule Niederrhein Zusammenfassung Einflussnahmen von Rechtsaußen nehmen zu und sind auch in der Sozialen Arbeit spürbar. Auch wenn der Anteil jener mit geschlossen rechtsextremem Weltbild wieder rückläufig ist, teilt fast ein Viertel der Bevölkerung demokratiegefährdende Positionen. Die klare Mehrheit sieht dies mit Sorge, viele, die sich für die Demokratie engagieren, sind selbst Bedrohungen ausgesetzt. Die Folgen dieser Entwicklung reichen von Angst bis Ansporn, von Ratlosigkeit, Mitschwimmen bis Gewaltbilligung.Der Vortrag berichtet von Ergebnissen der neuen Mitte-Studie und aus Projekten zu Bedrohung und Demokratiearbeit. |
| 9:40 - 10:20 | Keynote 4: Keynote 4 Ort: V1 Chair der Sitzung: Miriam Burzlaff, Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit/Hochschule Neubrandenburg, Deutschland |
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WIR SIND HIER (WE ARE HERE): Spaces for Individual and Collective Grief and Resistance Network for Remembrance, Change, and Education (NEVA e.V.) Zusammenfassung
WIR SIND HIER (WE ARE HERE) first launched as a digital artwork by the Kunstverein in Hamburg in 2022 and soon afterwards as a model project of the Federal Agency for Civic Education in Germany from 2022-2023. Today, WIR SIND HIER continues to claim spaces of remembrance in public space through the voices and demands of survivors and families of victims of racist and antisemitic violence.
WIR SIND HIER is a project by Talya Feldman under the auspices of the Network for Remembrance, Change, and Education (NEVA e.V.) in Munich. |
| 10:20 - 10:45 | Preisverleihungen, Dankesworte: Preisverleihungen, Dankesworte Ort: V1 |
| 10:45 - 11:15 | Pause 3 / get-together: Pause 3 / get-together Ort: Z E35/36 - Catering |
| 11:15 - 12:45 | Panel 38 Ort: S E02 |
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Rechtsextremismus macht nicht halt vor nationalen Grenzen: Ansätze für die Soziale Arbeit in der Gegenwartsgesellschaft Zusammenfassung Gegenwärtige Spielarten von grenzüberschreitendem Rechtsextremismus mit Türkeibezug und ihre Relevanz für die Theoriebildung und Profession der Sozialen Arbeit werden aus drei Perspektiven beleuchtet und diskutiert. Der transnationale Kontext wird besonders berücksichtigt. Die zentrale Frage, die sich hier stellt, ist die nach der Wechselwirkung ökonomischer, politischer und sozialer Dynamiken, die das Erstarken extrem rechter Akteur:innen mit Türkeibezug begünstigen und möglichen Interventionen, die den extrem rechten Aktionsradius schmälern. Hierin ist auch die Soziale Arbeit verstrickt. Beiträge des Symposiums Rechtsextremismus(-forschung) revisited: Konzeptionelle Überlegungen für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Ülkücü Bewegung Ein konzeptioneller Vorschlag für eine Auseinandersetzung mit transnationalen Formen von Rechtsextremismus am Beispiel der Ülkücü Bewegung wird diskutiert. Akteur:innen der extremen Rechten mit Türkeibezug agieren weitgehend unbehelligt. Spezifische Bedingungen hierfür werden beleuchtet. Dazu gehören Strategien der Akteur:innen, Kontextbedingungen im Lokalen, diskursive Auseinandersetzungen mit Migration und Rassismus. Vorgeschlagen wird die Analyseperspektive Rechtsextremismus in der postmigrantischen Gesellschaft, die für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit fruchtbar gemacht werden kann. Islamismus, Rechtsextremismus und Soziale Arbeit: Transnationale Perspektiven Der Beitrag untersucht die Verflechtungen von Sozialer Arbeit, Rechtsextremismus und islamistischen Bewegungen in der Türkei und im transnationalen Raum zu Deutschland. Islamistische Gruppen nutzen fehlende sozialarbeiterische Strukturen und bieten Sozialhilfe, um Menschen für ihre religiösen und politischen Ziele zu gewinnen. Türkeistämmige Migrant*innen werden häufig instrumentalisiert und als finanzielle Ressource genutzt. Der Beitrag beleuchtet diese Spannungsfelder und diskutiert, wie Soziale Arbeit ihre professionelle und demokratische Eigenständigkeit wahren kann. Türkeibezogener Rechtsextremismus als Herausforderung für die Praxis – Erfahrungen aus der Fachstelle türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) Der Beitrag stellt die Arbeit der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) vor, die als bundesweite Anlaufstelle eine zentrale Lücke in der Prävention schließt. Türkischer Rechtsextremismus wird bislang nur punktuell und projektbezogen bearbeitet. FaTRex reagiert auf konkrete Bedarfe: fehlende Sensibilisierung, unzureichende Unterstützung Betroffener und unzureichende Vernetzung. Am Beispiel der Zusammenarbeit mit Beratungsstellen in NRW wird gezeigt, wie Fachpraxis und Betroffenenperspektiven verbunden werden können. Zum Schluss: Lernpotenziale zwischen Praxis und Wissenschaft. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 39 Ort: S E03 Chair der Sitzung: Kathrin Aghamiri, FH Münster, Deutschland |
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ENTFÄLLT +++ Extrem rechte Gewalt und Politik gegen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen für LGBTIQ-Personen: Umgangsweisen, Gegenstrategien und politisches Bewusstsein betroffener Akteur*innen Hochschule Fulda, Deutschland Zusammenfassung Auch in Deutschland nehmen extrem rechte Mobilisierungen gegen die Sichtbarkeit und Gleichstellung von LGBTIQ-Personen zu. Neben Gewalt gegen Personen geraten auch queeraffirmative Angebote und Einrichtungen der Sozialen Arbeit ins Visier rechter Gewalt. In Kleinstädten und im ländlichen Raum bedroht die AfD zudem Förderstrukturen queerer Sozialer Arbeit. Der Vortrag präsentiert Befunde aus einer Pilotstudie, die anhand qualitativer Interviews untersucht, wie betroffene Akteur*innen auf Angriffe reagieren, Gegenstrategien entwickeln und wie sich ihr politisches Bewusstsein dabei verändert. Freiwillige als Zielscheibe – Schutzkonzepte und Freiwilligenmanagement als Handlungsstrategien in autoritären Zeiten Frankfurt University of Applied Sciences, Deutschland Zusammenfassung Demokrakratie- und Menschenfeindlichkeit trifft zunehmend auch Freiwillige und Engagierte, bzw. Freiwilligenagenturen als Organisationen, in denen Freiwillige sich organisieren (können). Unter Bezugnahme auf eine Umfrage zur Erarbeitung und des Wirkungsgrades von Schutzkonzepten für und in Freiwilligenagenturen wird gefragt, inwiefern Konzepte und Wissensbestände der Sozialen Arbeit Freiwillige im Zuge von Freiwilligenmanagement und Gemeinwesenarbeit gegen demokratiefeindliche Entwicklungen schützen und bei der (Selbst-)Organisierung unterstützen kann. ENTFÄLLT +++ Unter Beschuss – Delegitimierung, Diffamierung, Bedrohungen, fehlender Schutz und Rückhalt. Promotionszentrum Soziale Arbeit Hessen, Deutschland Zusammenfassung Die Soziale Arbeit mit geflüchtete Menschen ist in besonderer Weise gefordert, wenn Menschenrechte offen in Frage gestellt werden. Zugleich stehen Trägerorganisationen und Sozialarbeitende, die mit geflüchtete Menschen arbeiten, massiv unter Beschuss und ihre Arbeit wird delegitimiert, diffamiert – und kaum noch finanziert. Der Vortrag beleuchtet den Kampfbegriff der politischen Neutralität sowie Gefahren, die von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss ausgehen, in welchem sensible Daten der sächsischen Zivilgesellschaft und Trägerorganisationen der Sozialen Arbeit gesichtete wurden. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 40 Ort: S 102 |
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Wem gehört Wissen? Demokratisierung von Publikationskultur in der Sozialen Arbeit Zusammenfassung Das Publikationswesen der Sozialen Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen einer potenziell ungleichheitsreproduzierenden Struktur hinsichtlich Platzierung und Zugänglichkeit von Wissen und der zentralen Rolle für die Professionalisierung. Die Soziale Arbeit beschäftigt sich zunehmend mit Fragen der sozialarbeitswissenschaftlichen Informationsinfrastruktur (Bredow et al. i.E.), in der Fachzeitschriften ein zentrales Medium darstellen (Brielmaier 2023). Das Panel befasst sich vor diesem Hintergrund mit Fragen einer Demokratisierung der Publikationskultur in der Sozialen Arbeit. Beiträge des Symposiums Peer Review-Verfahren als demokratische Praxis? Das Peer-Review-Verfahren steuert die Vergabe wissenschaftlicher Publikationsplätze und sichert Qualität. Zugleich kann es bestehende Machtverhältnisse und Ausschlüsse im Wissenschaftsbetrieb reproduzieren. Die Fachzeitschrift „Soziale Arbeit“ (DZI) reflektiert ihr eigenes Peer-Review-Verfahren, legt Kennzahlen offen und gibt dem notwendigen Diskurs um wissenschaftliche Informationsinfrastruktur Raum. Demokratisierung von Veröffentlichungspraxen. Anforderungen an eine Forschungszeitschrift zur Sozialen Arbeit Ergebnisse einer Befragung der DGSA-Mitglieder zeigen, dass ein großer Bedarf an einer Zeitschrift „Forschung in der Sozialen Arbeit“ besteht, da Forschungsergebnisse häufig entweder gar nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften oder aber in disziplinfremden publiziert werden. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der methodenkombinierten Befragung zur Diskussion. Erste konzeptionelle Überlegungen umfassen ein offenes Publikationsformat sowie alternative (teil-)offene Reviewverfahren, die stärker community-orientiert ausgerichtet sein sollen. Wissen(szugänge) selbst machen – dime-sozial.de Der Beitrag reflektiert die Gründung der Open-Access-Fachzeitschrift dime-sozial.de, die einen neuen Raum für Diskurse und Wissensbestände zu Digitalisierungsfragen in der Sozialen Arbeit eröffnet. Im Entstehungsprozess wird deutlich, wie eng die Idee von Teilhabe und Wissenszugang mit ökonomischen und strukturellen Fragen verknüpft ist. Aus der Anbindung an einen genossenschaftlich organisierten Verlag ergeben sich neue Wege und Fragen im Verhältnis von Profession, Wissen und Öffentlichkeit der Sozialen Arbeit. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 41 Ort: S 103 |
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Soziale Arbeit dein Demokratie-Freund und Helfer!? Ein Plädoyer dafür, den kritischen Blick nicht nur auf das Außen, sondern auch auf das Innen zu richten. Zusammenfassung Wir thematisieren in diesem die Rolle der Sozialen Arbeit in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um demokratische Teilhabe. Dabei richten wir den Blick nicht nach außen, sondern nach innen und diskutieren, wie Soziale Arbeit sich als demokratiefördernde Instanz verstehen kann und welche Aufgaben sich im Kampf um Teilhabechancen ergeben. Ausgangspunkt hierfür stellt Nancy Frasers Konzept der „Politik der Bedürfnisinterpretation“, das als Analysefolie für eine demokratiefördernde, selbstkritische Soziale Arbeit dient. Ergänzend vertiefen zwei Kurzvorträge aktuelle empirische Forschungen. Beiträge des Symposiums Zur Konzeption von Leistungen in der Sozialen Arbeit – In wie fern trägt Soziale Arbeit zur Entpolitisierung sozialer Problemlagen bei? Die Konzipierung sozialstaatlicher Hilfen erfolgt in der Regel ohne den Einbezug der potentiellen Inanspruchnehmenden. Deren Bedürfnisse werden im Kontext bestimmter sozialpolitischer Programme und Verwaltungsvorgaben ‚bearbeitet‘ und – in der Lesart des juristisch-administrativen-therapeutischen Staatsapparats (JAT) von Nancy Fraser – durch dieses Vorgehen entpolitisiert. Wird der JAT als Analysefolie für das Handeln Sozialer Arbeit angelegt, können hierdurch Brüche und Widersprüche aufgezeigt werden und Selbstreflexion ermöglicht werden. „Ihr hättet mich früher fragen sollen“-Teilhabechancen und Soziale Arbeit: Ein Blick auf ein Spannungsfeld im Kontext von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen erleben die Behindertenhilfe oft als wenig partizipativ, was einer Gefährdung demokratischer Prozesse bedeutet. Soziale Arbeit steht vor der Herausforderung, ihr Tun – mit einem Blick nach Innen – kritisch zu reflektieren. Obwohl die UN-BRK seit 2009 die volle Teilhabe fordert, bleibt diese in der Praxis oft unerfüllt. Soziale Arbeit muss sich selbst fragen, wie sie aktiv für soziale Gerechtigkeit eintreten und Ent-hinderungshilfe befördern kann. „Es gab ein paar, die wirklich rebellisch waren“ - Soziale Arbeit und Aushandlungsprozesse um die Bedürfnisse von Adressat:innen Soziale Arbeit hat sich konzeptionellen Grundlagen wie Empowerment und Partizipation verschrieben und möchte sich an der Lebenswelt der Adressat:innen orientieren. Ein an diesen Ansätzen und Konzepten orientiertes Tun sah sich mit der Zuständigkeit für die Umsetzung und der Kontrolle der Einhaltung der Coronamaßnahmen herausgefordert. Anhand des Forschungsprojekts „Soziale Altenarbeit in stationären Einrichtungen während der Corona-Pandemie“ wird die Rolle Sozialer Arbeit im Spannungsfeld der Bedürfnisse der Bewohner:innen und der Um- und Durchsetzung der Coronamaßnahmen diskutiert. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 42 Ort: S 104 |
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Erfahrung von Ausschließung und die Arbeit an (politischer) Teilhabe entkoppelter Jugendlicher. Ergebnisse zweier partizipativer Forschungsprojekte.“ Zusammenfassung Das Panel präsentiert die Ergebnisse zweier partizipativer Forschungsprojekte, die an der Hochschule Düsseldorf und an der ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg durchgeführt werden bzw. wurden . An beiden Projekten haben Vertreter_innen von „MoMo – The voice oft he disconnected Youth“ als Co-Forschende mitgewirkt. Inhaltlich werden Erfahrungen von sozialer Ausschließung entkoppelter Jugendlicher thematisiert und wie die Arbeit an (politischer) Teilhabe durch die Selbstorganisation erschwert wird, aber dennoch gelingt. Beiträge des Symposiums MOMOS HuiS – Soziale Ausschließung, Erfahrungen der Missachtung und politische Orientierung von entkoppelten Jugendlichen.“ Im Rahmen des Projektes „MOMOs HuiS – Zur Lage der entkoppelten Jugendlichen in Hamburg“ werden qualitative und quantitative Daten erhoben und ausgewertet. Die qualitativen Daten zeigen, dass die Jugendlichen die Erfahrung machen, dass sich (staatliche) Institutionen gegenüber ihren Interessen und Bedürfnissen wenig responsiv zeigen. Stattdessen thematisieren die Jugendlichen immer wieder, dass sie sich gesellschaftlich und sozial ausgeschlossen fühlen. Bedingungen und Formen politischen (?) Engagements von entkoppelten Jugendlichen Dass sich die Momos als Selbstvertretung von Straßenjugendlichen überhaupt zusammenfinden und gegen ihren Ausschluss engagieren, ist höchst unwahrscheinlich. Denn der gesellschaftliche Ausschluss ist mit zahlreichen Hürden verbunden, die auch das zivilgesellschaftliche Engagement erschweren. In einem zweijähren Forschungsprojekt untersucht die Hochschule Düsseldorf deswegen gemeinsam mit den Momos Essen, welche Barrieren ihr Engagement behindern, was ihr Engagement trotz der Barrieren stützt und welche zentralen Handlungsformen die Momos in ihrem Engagement entwickeln. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 43 Ort: S 201a |
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Zur Dialektik der autoritären Verschiebungen im Innen und Außen der Felder Heimunterbringung, Offene Jugendarbeit und Mobile Beratung Zusammenfassung Soziale Arbeit ist gefordert, sich mit den autoritären und menschenverachtenden Eingriffen externer Akteur:innen und auch aus der eigenen Mitte zu beschäftigen. Diese Gleichzeitigkeit wirkt herausfordernd und prägend, ist aber kein neues Phänomen. Durch ausgewählte Beispiele richtet dieses Panel einen kritischen Blick auf die Widersprüche in Bezug auf Autoritarismus und Professionalisierung und stellt die Frage, wie die Praktiker:innen das dialektische Verhältnis zwischen Theorie und Praxis in Zeiten autoritärer Tendenzen gestalten und reflektieren. Beiträge des Symposiums Autoritäre Verstrickungen: Zur doppelten Delegitimierung Sozialer Arbeit von Innen und Außen In der Verbreitung autoritärer Narrative sind neben rassistischen Debatten auch solche um Asozialität oder sonstige Ideologien der Ungleichwertigkeit nicht weit. Die Eingriffe kommen auch in der Sozialen Arbeit nicht nur von einem vermeintlichen Außen, sondern ebenso aus dem Innen der Disziplin. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Heimunterbringung wird dieser historisch fortwährende Kampf und das Ringen um Professionalisierung nachgezeichnet. Die Entwicklungen lassen eine anti-autoritäre Soziale Arbeit notwendig werden, die ich im Sinne fachlicher Haltung zu entfalten versuche. Grauzonenprofession – Über das Bleiben im autoritären Feld Ausgehend von biographisch-narrativen Interviews beleuchtet der Beitrag, wie Fachkräfte seit den 1990er Jahren mit rechter Gewalt, staatlicher Abwesenheit und institutioneller Kälte konfrontiert sind. Diese Erfahrungen zeigen eine Grauzonenprofession: Zwischen Anspruch auf Menschenrechte und prekären Arbeitsrealitäten entstehen Mikropraktiken des Widerstands. Gleichzeitig verdeckt die Selbstbeschreibung als Menschenrechtsprofession oft fehlende Rückendeckung. So wird Soziale Arbeit am Vorabend autoritärer Entwicklungen zu einem Ort, an dem Pathos und Ohnmacht eng ineinandergreifen. Konflikte um Demokratie? Zur Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und ihren Widersprüchen Der Vortrag bearbeitet die Frage, inwiefern in Sozialer Arbeit autoritäre Verschiebungen wirken und bearbeitet werden können. Er basiert auf einer empirischen Forschung im Feld der Mobilen Beratung gegen rechts, in dem eine Diskursfeldanalyse sowie leitfadengestützte Interviews durchgeführt wurden. Dabei stellt der Beitrag fest, dass Mobile Beratung autoritäre Bewegungen als Bewegungen gegen aktuelle demokratische Herrschaft thematisieren und bearbeiten kann, die Widersprüche von Demokratie und demokratischen Institutionen jedoch tendenziell dethematisiert. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 44 Ort: S 201b |
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ENTFÄLLT +++ Demokratiefördernde, menschenrechtsorientierte Gemeinwesenarbeit und autoritäre Verschiebungen des Sozialen Zusammenfassung Panel der Sektion Gemeinwesenarbeit Die Gemeinwesenarbeit (GWA) fördert demokratische Strukturen und gerät gleichzeitig durch (extrem) rechte Einflussnahme unter Druck. Zunehmende demokratiefeindliche Entwicklungen fordern eine Gemeinwesenarbeit, die an gesellschaftlicher Diversität, Partizipation und Menschenrechten orientiert ist heraus. Die Fachkräfte finden verschiedene Antworten mit diesen Herausforderungen umzugehen. Die Beiträge sind als explorativer Input gedacht um anschließend mit den Teilnehmenden GWA-Praxis zu reflektieren. Beiträge des Symposiums Spannungsfelder in partizipativen Projekten mit Heranwachsenden Anhand des Forschungsprojektes „Partizipation von Kindern und Jugendlichen in außerschulischen Projekten“ wollen wir uns im Panel mit Chancen und Herausforderungen im Community Organizing mit Jugendlichen beschäftigen. Die beiden Spannungsfelder 1. Demokratische Prozesse und Selbstwirksamkeitserfahrungen und 2. Zwischen Partizipation und Vorstrukturierung werden referiert. Der Beitrag möchte einen Impuls geben um anschließend die Best Practices Beispiel nach den genannten Kriterien zu reflektieren. Politisches Handeln von Fachkräften der gemeinwesenorientierten Stadtteilarbeit - Eine empirische Untersuchung zur Bedeutung politischen Handelns in der Gemeinwesenarbeit in Hamburg, Berlin und Köln Aus dem Promotionsprojekt werden erste Typen von Haltungen im Gemeinwesen Tätiger dargestellt, die im Kontinuum von individuell menschlicher Zugewandtheit bzw. Kollektivierung von Interessen eingeordnet werden können. Aspekte der Politikgestaltung und Möglichkeiten der Einflussnahme, wie etwa Politisches Handeln, werden in unterschiedlich starker Ausprägung abhängig von verschiedenen Voraussetzungen dargestellt und als Entwurf einer ‚Theorie der Gemeinwesenorientierung‘ präsentiert. Handlungsorientierung und fachliche Rahmung der Bearbeitung von (extrem) rechten Einflussnahmen in der Gemeinwesenarbeit. Die Gemeinwesenarbeit ist insbesondere in Sozialräumen mit (extrem) rechten Dominanzbestrebungen herausgefordert. Im Vortag werden empirische Befunde zu Handlungsorientierungen von Gemeinwesenarbeiter*innen im Umgang mit rechten Einflussnahmen vorgestellt und im Verhältnis der unterschiedlichen Ansätze der Gemeinwesenarbeit diskutiert. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 45 Ort: S 202 |
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Autoritären Tendenzen begegnen: Lehre zur Demokratieförderung für eine Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession in ländlichen Räumen Zusammenfassung Zunehmende antidemokratische Tendenzen fordern die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession heraus. In strukturschwachen Regionen geraten demokratische Werte und Menschenrechte unter Druck. Fachhochschulen im ländlichen Raum erreichen viele Studierende mit starker regionaler Bindung. Aus dieser Verbundenheit ergibt sich die Verpflichtung, menschenrechtsorientierte Haltungen im Studium gezielt zu stärken und demokratische Kultur in den Regionen nachhaltig zu fördern. Im Panel werden 3 Lehrprojekte vorgestellt und diskutiert, die diese Zielsetzung methodisch-didaktisch unterschiedlich umsetzen. Beiträge des Symposiums TeilHaben – Demokratieförderung in ländlichen Räumen der Sozialen Arbeit in Mittelsachsen. Im Beitrag wird das Werkstattkonzept zur kritischen Jugend- und Erwachsenenbildung vorgestellt, das politische, kulturelle und ästhetische Bildung mit sozialarbeiterischer Praxis verbindet. Studierende erproben Konzepte gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und antidemokratische Haltungen. Lokale NS-Geschichte, Opferperspektiven und Erinnerungskultur in Mittelsachsen dienen als praxisnaher Zugang. Exkursionen und Präsenzveranstaltungen schaffen Erfahrungsräume für Demokratie, Menschenrechte und Teilhabe und fördern die Reflexion der eigenen Haltung für die Arbeit in ländlichen Sozialräumen. Zwischen Erinnerung und Gegenwart: Antisemitismus, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Verantwortung. Im Seminar „Zwischen Erinnerung und Gegenwart: Antisemitismus, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Verantwortung“ setzten sich Studierende mit Fragen sozialer Gerechtigkeit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander. Im Fokus stand Antisemitismus in seinen historischen und aktuellen Formen. In Kooperation mit dem Ausstellungsprojekt „Sukkot Mittweida“ der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 wurden künstlerische Zugänge genutzt, um neue Perspektiven auf jüdisches Leben, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Internationalization@Home in der Sozialen Arbeit. Das internationale Blended Learning-Programm „Crossing Borders“ Im Beitrag wird das Konzept von Internationalization@Home vorgestellt und die Notwendigkeit der Integration entsprechender Maßnahmen in das Studium der Sozialen Arbeit herausgearbeitet. Anschließend wird das „Crossing Borders“-Programm der Hochschule Mittweida als Maßnahme der Internationalisierung zu Hause vorgestellt, in dem die ethisch-normativen Grundprinzipien der Menschenrechte seit über 20 Jahren Grundlage internationaler Zusammenarbeit bilden. Es werden Entwicklungen des Programms skizziert und Potentiale zu demokratiefördernden und ideologiekritischen Wirkungen herausgearbeitet. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 46 Ort: S 203 |
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Antifeminismen als Dimensionen autoritärer Verschiebungen des Sozialen – Herausforderungen und Strategien in Praxisfeldern der Sozialen Arbeit Zusammenfassung Antifeminismen und antifeministische Bewegungen sind in den letzten Jahren europaweit erstarkt und folgen den gemeinsamen Zielen geschlechterwissenschaftliche Erkenntnisse zu negieren und gleichstellungspolitische Errungenschaften zu bekämpfen. Dabei lässt sich eine Diskursverschiebung aus rechtspopulistischen und rechtsextremen in konservative und bürgerliche Milieus beobachten, sodass antifeministische Positionen gesellschaftliche Wirkungen entfalten. Das Panel fokussiert diese Wirkungen auf feministisch geprägte Fachpraxis und diskutiert praktische Konsequenzen und mögliche Gegenmaßnahmen. Beiträge des Symposiums Antifeminismen im Kontext kapitalistischer und patriarchaler Strukturen: Eine kritische Analyse der Sozialen Arbeit im Frauen*- und Kinderschutz Antifeminismus gewinnt gesellschaftlich an Bedeutung und wirkt als reaktionäre Antwort auf feministische Gleichstellungsbestrebungen. Der Beitrag beleuchtet, wie solche Strömungen die Soziale Arbeit in Frauen*- und Kinderschutzhäusern beeinflussen. Dabei werden kapitalistisch-patriarchale Strukturen, prekäre Arbeitsbedingungen und die Abwertung feministischer Praxis thematisiert. Auch sozialpolitische sowie gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Gewaltschutz- und das Gewalthilfegesetz werden kritisch auf ihre Wirksamkeit und Ausschlüsse marginalisierter Gruppen geprüft. Antifeminismen im Fußball: Spielrecht von trans*, inter* und nicht-binären* Personen als Schauplatz antifeministischer Auseinandersetzungen Besonders in Bezug auf Geschlecht und Inklusion wird der Fußball als populärste Sportart weltweit zunehmend zum Schauplatz antifeministischer Diskurse. Am Beispiel des Spielrechts von trans*, inter* und nicht-binären* (tin*) Personen untersuchen wir von der internationalen bis zur lokalen Ebene, wie Antifeminismen im Fußball in institutionellen Routinen, Regelinterpretationen und Verantwortungsdiffusion wirkt. Best-Practice-Beispiele belegen gleichzeitig, dass Inklusion möglich ist, wenn Fußball sich klar gegen antifeministische Ideologien positioniert. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 47 Ort: S 204 |
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Soziale Arbeit im Nationalsozialismus – Erinnern. Reflektieren. Positionieren Zusammenfassung Auf der Grundlage wissenschaftlicher Formate der letzten Jahre (Tagungen, Publikationen, bundesweite Ringvorlesung 2025/26, Mitarbeit in der Enzyklopädie Soziale Arbeit Online) soll der Diskurs um die Verstrickung Sozialer Arbeit in das Herrschaftssystem des NS-Staates und deren Beteiligung an den Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus fortgesetzt und danach gefragt werden, wie sich die Soziale Arbeit aktuell und zukünftig zu antidemokratischen, autoritären und menschenfeindlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen sowie eigenen Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmechanismen positionieren kann. Beiträge des Symposiums Soziale Arbeit und Nationalsozialismus. Überlegungen zum Verhältnis von Brüchen und Kontinuitäten Ausgehend von der Feststellung, dass die Einbindung Sozialer Arbeit in das Herrschaftssystem des NS-Staates und die meist widerspruchslose Beteiligung von Fachkräften an den Verbrechen des Regimes auf Denkweisen, Strukturen und Handlungslogiken beruhten, die lange vor der politischen Zäsur von 1933 zum alltäglichen Repertoire professionellen Handelns gehörte, fragt der Beitrag von Sven Steinacker aus längerfristiger historischer Perspektive nach dem Verhältnis von Brüchen und Kontinuitäten Sozialer Arbeit im NS-Staat. Öffentliche Fürsorgerinnen im Spannungsfeld von Auslese und „Ausmerze“ – fachliche Spezifika auf dem Gebiet der Gefährdetenfürsorge Dargestellt wird das fachliche Handeln von Pflegeamtsfürsorgerinnen in der NS-Zeit. Das Handlungsfeld war geprägt von einem auf dem Konzept professionalisierter Mütterlichkeit beruflichen Selbstverständnis und verwoben mit Sexualitätsdiskursen. Die Entkriminalisierung von Prostitution von 1927 hatte zur Folge, dass die „gefährdeten“ Mädchen und Frauen unter Kontrolle der Gefährdetenfürsorge gestellt wurden. Es kam zu einer Radikalisierung gegenüber dieser Zielgruppe. Unter dem eugenischen Paradigmenwechsel sah sich die Zielgruppe umfassend von der Kategorisierung „minderwertig“ bedroht. Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus in der Sozialen Arbeit – Orientierung für die Gegenwart und Zukunft Der Vortrag skizziert Ergebnisse aus sozialgeschichtlichen Forschungs- und Erinnerungsprojekten, die den Widerstand in der Sozialen Arbeit während der nationalsozialistischen Zeit (mit-) untersuchten. Angesichts der Zunahme von rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften in der Gegenwart wird aufbauend die Frage nach der Notwendigkeit zum Widerstand aufgeworfen. Im Vortrag und in der anschließenden Diskussion soll danach gefragt werden, ob der von einer kleinen Minderheit im Nationalsozialismus geleistete Widerstand heute Orientierung für die Soziale Arbeit geben kann. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 48 Ort: S 301 Chair der Sitzung: Christian Spatscheck, Hochschule Bremen, Deutschland |
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Autoritäre Verschiebungen des Sozialen im Kontext von Arbeitsmigration in der Altenpflege: Perspektiven Sozialer Arbeit auf betriebliche Integration und Rassismuskritik Hochschule Magdeburg-Stendal MIASA-Projekt, Deutschland Zusammenfassung Das Projekt MIASA untersucht, warum in Sachsen-Anhalt trotz zunehmender Anwerbung internationaler Pflegekräfte der Anteil migrantischer Fachkräfte besonders niedrig bleibt. Erste Ergebnisse verweisen auf strukturelle und betriebliche Integrationsbarrieren, die mit rassifizierenden Zuschreibungen, bürokratischen Hürden und ökonomischen Steuerungslogiken verflochten sind. Zugleich zeigen Einrichtungen progressive Ansätze solidarischer Teamkultur, die Lernimpulse für eine demokratische, reflexive und rassismuskritische Soziale Arbeit bieten. „Exklusive Inklusion: Widersprüche bei der Umsetzung der UN-BRK in Zeiten autoritärer Verschiebungen am Beispiel chronisch suchtkranker Menschen“ Hochschule Landshut, Deutschland Zusammenfassung Die UN-BRK hat die Teilhabe der Menschen mit Behinderungen zum Ziel (Kardorff 2010; DIMR 2010). Kommunale Aktionspläne sollen dies lebensweltnah und partizipativ verwirklichen (Deutscher Verein 2011). Doch es zeigt sich, dass hierbei nicht alle Menschen mit Behinderungen Berücksichtigung finden (Bertelmann et al. 2025a). Gerade Menschen mit chronischen Suchterkrankungen werden stattdessen zunehmend aus öffentlichen Gemeinwesen exkludiert und verfolgt (Rauschert et al. 2022; DGPPN 2015; Steinke 2022). Der Beitrag arbeitet Zusammenhänge zu den autoritären Verschiebungen des Sozialen heraus Berufliche Teilhabe unter neoreaktionären Vorzeichen: Professionalität(en) der Eingliederungshilfe 1: BTU Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2: HAW Hamburg Zusammenfassung Der Beitrag befasst sich mit der Professionalität von Fachkräften in den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Das Handlungsfeld ist nicht zuletzt aufgrund der kontemporären Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik geprägt von Widersprüchen und Herausforderungen. Auf Basis einer Rekonstruktion der Handlungsorientierungen anhand von Gruppendiskussionen mit Fachkräften wird in den Blick genommen, inwieweit neoreaktionäre gesellschaftliche Verschiebungen die Praxis der Professionellen beeinflussen und welcher Strategien sich diese im Umgang mit den handlungsfeldinhärenten Paradoxien bedienen. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 49 Ort: S E04 |
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Social Work and the Far Right in European Democracies: an international comparison of the influence of the far right on social work in Hungary, Austria and Germany. Insights into a trinational research project Zusammenfassung SoFRiED investigates far right influences on social work and what consequences these have for practice and profession as well social policy regulations in Germany, Austria and Hungary. Therefore, the study is decepting far right influences on and within social work, their forms and manifastations in every participating EU states. The research aims to strengthen the institutionalization of data-based counter-reactions in social work profession and discipline. The panel provides insights into the theoretical framework, the mixed-methods-methodology of the research project and its results to date. Beiträge des Symposiums Social Work and the Far Right in European Democracies (SoFRiED) – research aims and goals, methodological framework and challenges of international comparison The ongoing research project SoFRiED (02/2025-01/2027) investigates far right influences on social work and what consequences these show for practice, profession and for social policy regulations in Germany, Austria and Hungary. Therefore, the study is exploring far right influences on and within social work, their forms and manifestations in all participating EU states. The panel provides insights into the theoretical framework of the research project, the mixed-methods-methodology and the methodological challenges of international comparison to date. SoFRiED findings – Quantitative and qualitative results on far right influences in social work in three EU states The aim of the session is to link the theoretical model of far-right influences on social work in Germany (Gille/Krüger/Wéber 2022: 57) to the empirical findings from the participating EU states in order to understand how far-right ideologies and populist discourse shape social work practice. The international comparison focus on contrasting country-specific narratives, institutional resources and state regulations in social work and social policy with the aim to explore the dimensions of deprofessionalisation of social work practice and profession and to institutionalize countermeasures. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 50 Ort: W 310 |
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Lagerbildung und die Krise emanzipatorischer Vorstellungen in der Sozialen Arbeit Zusammenfassung Das Panel fragt, wie Hochschulen und Wissenschaftler*innen dazu beitragen können, dass kritisch-universalistische Professions- und Disziplinverständnisse der Sozialen Arbeit angesichts der Krise politischer Emanzipationsvorstellungen, politischen Lagerbildungen und vereinseitigenden Aufmerksamkeiten für Rassismus oder Antisemitismus weiterentwickelt werden. Analysiert werden „Vibe Shifts“ im disziplinären Feld und ihre Auswirkungen auf Anerkennung, Solidarität und Menschenrechtsorientierungen. Ziel ist die Stärkung einer reflexiven, verbindenden Professionskultur. Beiträge des Symposiums Subjektivierungen diskursiver Lagerbildung und vereinfachender Binaritäten – Rekonstruktion einer queer-jüdischen Perspektive Der Beitrag analysiert, wie Lagerbildungen im israelisch-palästinensischen Konflikt auch Deutungskonflikte um Rassismus und Antisemitismus zutage brachte, wobei soziale Kategorien oft fälschlicherweise auf eine postkoloniale Binarität von "weißen" Unterdrückenden und "rassifizierten" Unterdrückten reduziert werden. Aus einer queer-jüdischen Perspektive wird dargelegt, wie diese Logik der gegenseitigen Konkurrenz und Vereinfachung paradoxerweise Schutzräume für mehrfach marginalisierte Menschen aushöhlt und ihr Vertrauen in solidarische Bündnisse zersetzt. Das Forschungsprojekt „Conversations for Complexity and Empathy. Gespräche mit Sozialarbeitenden in Israel“ – Einblicke, Ansätze und Reflexionen Im Frühjahr 2025, während der Rückkehr einiger Geiseln nach Israel und eines kurzen Waffenstillstands im Gazastreifen, interviewte ich Sozialarbeitende aus Israel, die gesellschaftlich sowie politisch sehr unterschiedlich positioniert sind, zu den Auswirkungen des 7. Oktobers 2023 auf ihr (Berufs-)Leben. Der Panelbeitrag gibt einen Einblick in dieses Projekt, dessen Umsetzung von spezifischen forschungspraktischen/ -ethischen Herausforderungen geprägt ist. Ziel ist ein Einblick in die Perspektiven und Erfahrungen der Interviewten sowie das Sichtbar-Machen und die Reflexion von Komplexitäten. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 51 Ort: W 112 |
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Weiterentwicklung des Forschungsethikkodex der DGSA Zusammenfassung Im Panel der Forschungsethikkommission (FE-K) sollen die Anregungen zur Weiterentwicklung des Forschungsethikkodex (DGSA 2020), aus den Fachgruppen und Sektionen vertieft werden. Deren Vorschläge dienen als Basis des Impulsbeitrages, der in das Panel im Format eines Worldcafés einführt und einen Überblick zu den Inhalten der Thementische gibt. Gegenstand der Thementische bilden also die Bedarfe der Weiterentwicklung des Forschungsethikkodexes vor dem Hintergrund gegenwärtiger Verschiebungen des Sozialen als Folge politischer Diskurse und Eingriffe in Kontexten Sozialer Arbeit. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 52 Ort: S E01 |
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Raus aus den Hochschulen! – Demokratieförderung durch dauerhafte Kontaktzonen zwischen Hochschulen, Praxiseinrichtungen und multidiversen Nachbarschaften Zusammenfassung Die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen sowie ihre demokratiefördernde Funktion werden im Kontext der 3rd Mission und wachsender Wissenschaftsskepsis betont (vgl. CHE 2024, HBdV 2025). Der Sozialen Arbeit kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Das Panel fokussiert dauerhafte Kooperationsformate zwischen Hochschule, Praxis und Nachbarschaften. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratische Aushandlungsräume gestaltet werden können, die integraler Bestandteil des Studiums sind und zugleich in Nachbarschaften konkret wirksam werden. Beiträge des Symposiums Community Health Labor Veddel: Mit partizipativer Community-Forschung kollaborative Bildungsräume im Stadtteil und gesundheitliche Versorgung demokratisieren Das Community Health Labor Veddel ist eine langfristige Kooperation von HAW Hamburg, dem multiprofessionellen solidarischen Stadtteilgesundheitszentrum Poliklinik Veddel und der Nachbarschaft. Das CHL Veddel verbindet Forschung, Bildung, Versorgung und Aktivismus für soziale Gerechtigkeit. Ziel ist, datenbasiert soziale und gesundheitliche Ungleichheit anzugehen und neue Ansätze für Community-Based Health Care in Deutschland zu entwickeln. Auch angesichts, dass das Thema gesundheitliche Versorgung zunehmend in rechts-populistischen Debatten steht, erhält diese Arbeit besondere Relevanz. 2. Stadtteillabor Bochum-Hustadt: Community-Forschung zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und demokratischer Teilhabe Im Stadtteillabor Bochum-Hustadt forschen Wissenschaftler*innen, Studierende und Nachbar*innen gemeinsam zu gesundheitsbezogenen Themen. Am Beispiel des transnationalen Forschungsprojektes „Empower“, welches Wohnbelastungen in multidiversen Nachbarschaften und das Wohnumfeld als Ort der Selbstinklusion von Migrant*innen untersucht hat, zeigt der Beitrag auf, wie partizipative Forschung in kollektive Handlungsmacht übergehen kann. Stadtteilforscher*innen entwickeln durch die Forschung Sprecher*innenpositionen, wodurch ihre politische Teilhabe auf lokaler Ebene befördert wird. Werkstattbericht: Soziale Arbeit als Urbane Praxis in Berlin Marzahn-Hellersdorf: Mit künstlerischen Interventionen und Community Organizing solidarische Nachbarschaften stärken Dieser Werkstattbericht gibt Einblicke in drei exemplarische Kooperationsprojekte des Campus Transferale der ASH Berlin, in denen mit Hilfe bildender Kunst, mit Methoden des Transformativen Community Organizing sowie in Form einer neuen Lehrkooperation mit dem 'Kiosk of Solidarity' gearbeitet wird. Er reflektiert, wie Hochschule in der multidiversen Nachbarschaft von Marzahn-Hellerdorf (in der auch rechte Einstellungsmuster deutlich vorhanden sind), demokratiefördernde Austauschräume herstellen kann. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 53 - ENTFÄLLT - Ort: S 101 |
| 11:15 - 12:45 | Panel 54 Ort: V2 |
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Sozialraum. Planung. Demokratie – Wie demokratische Lern– und Handlungsspielräume in Kommunen eröffnet und ausgestaltet werden können. Zusammenfassung Sozialplanung und Soziale Arbeit sind gefordert, gemeinsam ihre demokratische Rolle (neu) zu definieren und auf soziale Spaltungen und autoritäre Tendenzen zu reagieren. Während Soziale Arbeit Räume kollektiver Verständigung und Teilhabe schafft, entwickelt reflexive Sozialplanung die strukturellen Voraussetzungen dafür. Im Zusammenspiel beider entstehen Orte solidarischer Begegnung und gleichberechtigter Aushandlung – Grundlagen einer Sozialpolitik, die Demokratie nicht nur verwaltet, sondern aktiv gestaltet. Beiträge des Symposiums Sozialraumsensible Partizipationsförderung als Praxis gruppenübergreifender Solidarität Der Beitrag zeigt am Beispiel der sozialraumsensiblen Partizipationsförderung, wie Soziale Arbeit demokratische Handlungsspielräume eröffnet. In lokalen Kontexten ermöglicht sie Begegnung, gemeinsame Problembearbeitung und Interesseninterpretation und -vertretung über Gruppengrenzen hinweg. So wird Demokratie im Alltag wieder erfahrbar und als Praxis verstanden, die Solidarität auch unter Ungleichen ermöglicht und Ideologien der Ungleichwertigkeit und autoritären Spaltungen entgegensteht. Reflexive Sozialplanung als Voraussetzung ausgleichender und demokratischer Sozialraumorganisation Der Beitrag fragt, welche Anforderungen an Sozialplanung gestellt werden müssen, damit diese nicht zu einem Instrument autoritärer oder rein ökonomischer Steuerung wird. Reflexive Planung nimmt Wirkungslogiken, Einsparungsziele und sozialräumliche Orientierungen kritisch in den Blick und versteht Planung als demokratische Aushandlung. So entsteht ein Gegenmodell zur politisch-administrativen Steuerung, dass die Voraussetzungen für eine sozialraumsensible Demokratieförderung, eine ausgleichende Sozialpolitik vor Ort und eine solidarische Praxis in der Sozialen Arbeit strukturell absichert. |
| 11:15 - 12:45 | Panel 55 Ort: V1 Chair der Sitzung: Stefan Borrmann, DGSA e.V., Deutschland |
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Von Grenzüberschreitungen zu autoritären Tendenzen. Wie Organisationskulturen demokra-tiefeindliche Entwicklungen fördern. Zusammenfassung Anhand organisationaler Kulturen werden Grenzüberschreitungen auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene in den Blick genommen. Beitrag 1 beleuchtet zwischenmenschliche Interaktionen in Hochschule und Praxis. Beitrag 2 untersucht radikale öffentliche Äußerungen christlicher Akteure im Sozialraum. Beitrag 3 fokussiert den „Sanften Autoritarismus“, der als neuer Regierungsstil die Demokratie gefährdet. Deutlich wird, dass auf allen Ebenen Menschen in autoritäre Grenzverschiebungen verstrickt sind – als aktiv Handelnde, als beobachtend nicht Einschreitende oder als von Grenzüberschreitungen Betroffene. Beiträge des Symposiums Grenzüberschreitungen als Bestandteil organisationaler Kultururen Der Anspruch der Sozialen Arbeit, Demokratie zu fördern, zeigt sich insbesondere auch in der Aufgabe, Menschen zu Partizipation zu ermächtigen sowie Diskriminierung und Exklusion entgegenzuwirken. Gleichzeitig finden sich in Organisationen Sozialer Arbeit Phänomene, die selbst zur Reproduktion autoritärer, gewaltförmiger Praxen beitragen, so in Form von sexuell übergriffigen Äußerungen oder Verhalten. Es wird dargelegt, wie Grenzüberschreitungen in Organisationen Sozialer Arbeit alltäglich stattfinden, oft unbenannt und bleiben und somit die Basis für weiterführende Grenzverschiebungen bilden. „Moral“ als Machtinstrument Einige evangelikale Akteur*innen nutzen ihre christlichen Moralvorstellungen und die Praktiken der christlichen Kirche, um ihre autoritären Ansichten einem breiten Publikum nahe zu bringen. Dabei setzen sie Themen, die in das gesellschaftliche Leben und die Soziale Arbeit hineinwirken, wie Deutungen, welche Sexualität, welches Familienbild und welches Frauenbild das richtige ist. Menschen mit anderen Lebensweisen und anderen Meinungen werden als „Sünder*innen“ dargestellt. Der Vortrag zeigt Mechanismen anhand rekonstruktiv ausgewerteter öffentlicher Auftritte evangelikaler Vertreter*innen. Über das Aufkommen eines neuen Regierungsstils „Sanfter Autoritarismus“: Lässt sich So-ziale Arbeit als kritische Ontologie der Gegenwart im Kontext der Organisationskulturen konzeptualisieren? Gegenwärtig lässt sich das Aufkommen eines neuen Regierungsstils „Sanfter Autoritarismus“ (Shalini Randeria) beobachten. Er beschreibt einen schleichenden Prozess, wie Institutionen liberaler Demokratien mit den demokratischen Mitteln untergraben werden. Vor dem Hintergrund der Gegenwartsdiagnose stellt sich die Frage: Lässt sich Soziale Arbeit als „kritische Ontologie der Gegenwart“ (Foucault, Hark, Meißner) konzeptualisieren? Der Beitrag stellt die Anforderungen an die Organisationskulturen der Sozialen Arbeit vor, die sich aus der Verbindung der beiden theoretischen Konzepte ergeben. |
| 12:45 - 13:15 | Pause 4 / get-together: Pause 4 / get-together Ort: Z E35/36 - Catering |
| 13:15 - 14:45 | ENTFÄLLT: Panel 70 Ort: S E01 |
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ENTFÄLLT +++ Demokratische Gegenwehr - Selbstorganisierte Initiativen nach rassistischen Anschlägen in Zeiten autoritärer Normalisierung Zusammenfassung Das Panel zeigt, wie selbstorganisierte Initiativen in Handlungsfeldern Sozialer Arbeit auf autoritäre Verschiebungen reagieren - als demokratische Gegenmacht. 180 Grad Wende (Kalk/Köln), Verein Mevlüde-Genç e.V. (Solingen) und Bildungsinitiative Ferhat Unvar (Hanau) dokumentieren Erfahrungen über drei Jahrzehnte. Migration bleibt als "Arena der Ungleichheit" (Mau et al. 2023) umkämpft. IDA-NRW co-moderiert und fragt: Welche Expertise entwickeln die Initiativen? Wie begegnen sie autoritären Verschiebungen? Welche Impulse geben sie für Soziale Arbeit? Was kann die Profession lernen? Beiträge des Symposiums Empowerment als Gegenstrategie - 180 Grad Wende 180 Grad Wende entstand 2012 in Köln als Reaktion auf Jugendproteste und wurde zu einer bundesweiten Graswurzelbewegung. Der Verein arbeitet mit vier Säulen: Begegnen (kultursensible Beratung), Bestärken (Empowerment), Bilden (Qualifizierung) und Aktivieren (Demokratieförderung). Zielgruppe sind marginalisierte Jugendliche in urbanen Räumen. Der Beitrag fragt: Warum reicht klassische Beratung bei struktureller Diskriminierung nicht? Welche Rolle spielt eigene Betroffenheit? Wie lassen sich Empowerment und Demokratie fördern, wo Institutionen versagen? Über 30 Jahre Erinnerung und Versöhnung - Der Verein Mevlüde-Genç e.V. zwischen Gedenken und aktuellen Kämpfen Der Verein Mevlüde Genç e.V. wurde 2023 von Überlebenden des Solinger Brandanschlags 1993 gegründet. Er verbreitet Mevlüde Genç' Botschaft von Versöhnung durch Bildungs- und Erinnerungsarbeit, organisiert Gedenkveranstaltungen und vernetzt sich mit Betroffenen rassistischer Gewalt. Kernprojekt ist der Wiederaufbau des zerstörten Hauses als Gedenk- und Begegnungsort. Der Beitrag fragt: Wie wird aus Schmerz gesellschaftliches Engagement? Welche Bedeutung hat Erinnerung gegen "Schlussstrich"-Forderungen? Welche Kontinuitäten rassistischer Gewalt zeigen sich? Welche Rolle spielt Soziale Arbeit? Peer-to-Peer gegen Rassismus - Die Bildungsinitiative Ferhat Unvar als demokratische Antwort auf Hanau Die Bildungsinitiative Ferhat Unvar entstand nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau 2020. Mit einem Peer-to-Peer-Ansatz führen junge Demokratie-Trainer:innen bundesweit Antidiskriminierungs-Workshops durch. In Zeiten rechtspopulistischer Angriffe auf Bildungsarbeit wird dies zu demokratischer Gegenwehr. Der Beitrag fragt: Welche Expertise entwickeln Betroffene? Was macht Peer-to-Peer wirksam? Wo sind institutionelle Hürden? Welche blinden Flecken der Sozialen Arbeit werden sichtbar? |
| 13:15 - 14:45 | Panel 56 Ort: S E02 |
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Kinder- und Menschenrechte machen stark! – Kinder- und Menschenrechte stark machen! Zusammenfassung Das Panel diskutiert, wie Soziale Arbeit, verstanden als Menschenrechtsprofession, in Zeiten autoritärer Verschiebungen und demokratiefeindlicher Dynamiken Kinder- und Menschenrechte als rechtlich bindende Grundlage umsetzen kann. Anhand der aufsuchenden Jugendarbeit, des Transferzentrums Kinderrechte & Kinderschutz und der Fachgruppe Menschen- und Kinderrechte wird gezeigt, wie Anerkennung, Teilhabe, Schutz und Machtkritik im Alltag verwirklicht werden können und warum Menschenrechte stark machen und stark gemacht werden müssen. Beiträge des Symposiums Das übersehende politische Bildungspotential der aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit Mobile Jugendarbeit besitzt ein oft unterschätztes politisches Bildungspotenzial. Durch ihren direkten Zugang zu Lebenswelten junger Menschen wirkt sie wie ein Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen und erkennt früh, wo Exklusion, Ungleichheit, antidemokratische Narrative auf Resonanz stoßen sowie Potenziale für Solidarität und kritische Reflexion. In diesem non-formalen Kontext entsteht politische Bildung im gemeinsamen Aushandeln von Erfahrungen, Haltungen und Beziehungen – alltäglich, situativ, oft unbenannt, aber wirksam für demokratische Orientierung und Menschenrechtsbewusstsein. „Kinderrechte und Kinderschutz im Kontext autoritärer Verschiebungen“ – Das Transferzentrum Kinderrechte & Kinderschutz MV Das Transferzentrum Kinderrechte & Kinderschutz der Universität Rostock verbindet Wissenschaft, Praxis und Adressat:innen und ist in einen sozialräumlichen Kontext zunehmender autoritärer und demokratiefeindlicher Dynamiken angesiedelt. In dialogischen Formaten, Forschung und Praxisentwicklung werden Kinderrechte als normativer Rahmen sozialpädagogischen Handelns verankert. So entstehen Räume für Reflexion, Solidarität und die Anerkennung von Vielfalt und Kinderrechten sowie einer demokratischen Kultur. Jetzt erst recht! Die Fachgruppeninitiative zu Menschen- und Kinderrechten in der DGSA Menschenrechte bilden ein Fundament Sozialer Arbeit. Angesichts autoritärer Tendenzen und menschenfeindlicher Diskurse braucht es eine klare menschenrechtsorientierte Perspektive in Praxis, Forschung und Lehre. Die 2025 gegründete DGSA-Fachgruppe Menschen- und Kinderrechte vernetzt Akteur:innen, fördert den fachlichen Austausch und entwickelt Perspektiven für eine kritische, menschenrechtsbasierte Soziale Arbeit. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 57 Ort: S E03 |
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Soziale Arbeit im Kontext von Behinderungen – theoretische Teilhabe und praktischer Ausschluss – Herausforderungen für Profession und Zielgruppen Zusammenfassung Soziale Arbeit als Disziplin und Profession war lange Zeit im Feld der professionellen Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen nicht sichtbar. Eine neue Fachgruppe zum Thema wird in diesem Panel in Kurzbeiträgen aufzeigen, wie ein noch junges Handlungsfeld der Sozialen Arbeit direkt und unmittelbar von den Folgen autoritärer Transformationen betroffen ist, und was das konkret für die Profession und die Adressat:innen bedeutet. Beiträge des Symposiums Ein-blick in die Historie: Rechte und Sichtbarkeit - und ein allgemeiner Kampf um Zugehörigkeit. Demokratiefeindliche Entwicklungen treffen ein Feld doppelt hart, welches sich erst konstituiert und in Bezug auf Teilhabe ausgestaltet werden will. Aktuell hat sich das Recht so entwickelt, dass Teilhabe möglich sein könnte - die bestehende Praxis sieht sich aber aktuell gesellschaftlichen Bedingungen ausgesetzt, die Rechte aushöhlen und Teilhabe in Frage stellen. Was bedeutet das für die Profession Sozialer Arbeit? Welche Aufgaben gehen damit einher? Autoritäre Dynamiken und ihre Effekte auf Teilhabe und Inklusion. Demokratiefeindliche Verschiebungen bedrohen die Prinzipien Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession in Behinderungskontexten. Menschenrechte und -würde behinderter Menschen werden massiv angegriffen. Der Beitrag fragt nach Effekten neuer Autoritarismen: Wie beeinträchtigen demokratiefeindliche Tendenzen und restriktive Politiken die Prinzipien Sozialer Arbeit? Welche Folgen können für die Adressat*innen ausgemacht werden? Welche ethischen Herausforderungen und Dilemmata ergeben sich hieraus für die Praxis und die Theorie? Inklusion unter Druck: Stigma-Analysen im Kontext wachsender Demokratiefeindlichkeit am Beispiel der "Tagesschau in Einfacher Sprache" Die Studie untersucht die Entwicklung der Stigmatisierung und Diskriminierung bestimmter Gruppen im Diskurs zur „Tagesschau in Einfacher Sprache“. Die Sendung wird seit ihrem Start kontrovers diskutiert. Anfangs wurden besonders Menschen mit Behinderungen und Migrationsgeschichte angegriffen, im Verlauf verschob sich der Diskurs in Richtung politischer Gegner. Die Analyse zeigt, wie autoritäre Verschiebungen des Sozialen im digitalen Sozialraum aussehen kann. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 58 Ort: S 102 |
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Gut aufgestellt? Extrem rechte Einflussnahmen auf Hochschulen der Sozialen Arbeit – Gegenstand, Schutz und Resilienzen für Forschung, Lehre und Profession Zusammenfassung Das Panel beleuchtet die Hochschule als multiperspektivischen Ort mit drei verwobenen Ebenen: als Struktur und Institution, als Qualifizierungsort und als Forschungsstandort der Sozialen Arbeit. Es fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Betroffenheit und Verantwortung – insbesondere als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Schwerpunkte sind die Wahrnehmung von Angriffen auf Hochschulen, die Integration des Themas „extreme Rechte in der Sozialen Arbeit“ in die Lehre sowie der Schutz der Hochschul-Community. Beiträge des Symposiums Verschiebung des Sagbaren? Wahrnehmungen recht(sextrem)er Äußerungen im Kontext des Studiums der Sozialen Arbeit Der Beitrag zeigt, wie Lehrende recht(sextrem)e Äußerungen von Studierenden der Sozialen Arbeit aktiv wahrnehmen. Ausgangspunkt ist ein wachsender Trend zu autoritären Tendenzen, bei unklarer Positionierung der Sozialen Arbeit. Betrachtet werden drei Ebenen : die Bedrohung berufsethischer Grundlagen, der Einfluss auf Studierende und die Gestaltung der Lehre. Deutlich werden die Komplexität der Herausforderungen an die Lehre, die Notwendigkeit klarer Positionierungen der Hochschule sowie präventiver Maßnahmen (Diversität, Antidiskriminierung). Wirksamkeitsforschung ist weiter notwendig. In Seminarraum, Curriculum und Professionsverständnis: Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit als Thema der Hochschulausbildung Der Beitrag skizziert erste Ergebnisse eines Modellprojektes, das bis 2027 strukturierte Angebote der Hochschullehre im Themenfeld „Rechtsextremismusprävention, Rassismuskritik und Antisemitismuskritik in der Sozialen Arbeit“ entwickelt, erprobt und auswertet. Er gibt Einblick in Ableitungen zu den Bedingungen, Möglichkeiten und Herausforderungen einer curricularen Verankerung einschlägiger Lehrangebote. Ausgangspunkt ist der virulente Bedarf und die Notwendigkeit, die Fachlichkeit Sozialer Arbeit bereits im Studium – in den Regelstrukturen der Hochschulqualifizierung – zu stärken. Strukturen der Widerstandsfähigkeit schaffen. Prävention und Antworten zu rechten Landnahmen an Hochschulen der Sozialen Arbeit An Hochschulen richtet sich die Auseinandersetzung mit extrem rechten Positionen meist auf Forschung und Lehre, während die Hochschule als Organisation mit ihren Strukturen und Verpflichtungen häufig unbeachtet bleibt. Der Beitrag fragt, wie Hochschulen durch administrative und strukturelle Maßnahmen resilient gegenüber rechten Einflussnahmen werden können, um ihrer Schutzfunktion gegenüber Mitgliedern gerecht zu werden und ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 59 Ort: S 103 Chair der Sitzung: Kathrin Aghamiri, FH Münster, Deutschland |
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Mapping the field: Türkischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus im organisierten Sport 1: OTH Regensburg; 2: IU Internationale Hochschule Zusammenfassung Unser Projekt Mapping the Field untersucht, wie der bislang wenig erforschte türkisch-rechtsextreme Ultranationalismus – insbesondere die „Grauen Wölfe“ – im organisierten Sport als Resonanzraum für nationalistische Narrative, Männlichkeitsbilder und rechtsextreme Symboliken wirkt und damit neue Herausforderungen für eine demokratieorientierte Soziale Arbeit aufwirft. Lokale Proteste als Zugang zu gesellschaftlichen Spannungen: Eine Analyse von Bürgerinitiativen gegen Geflüchtetenunterkünfte Demokratiezentrum Hessen / Philipps-Universität Marburg, Deutschland Zusammenfassung Bürgerinitiativen gegen Geflüchtetenunterkünfte machen tieferliegende gesellschaftliche Spannungen sichtbar. Sie zeigen Denkweisen, Sorgen und Abgrenzungsnarrative, die über die aktiven Mitglieder hinaus in der Bevölkerung präsent sind. Meine Studie verbindet qualitative Analyse solcher Initiativen mit kommunalen Strukturdaten und liefert ein Instrument, um Konfliktpotenziale frühzeitig einzuordnen, präventive Interventionen zu ermöglichen und demokratiefeindlichen Dynamiken auf kommunaler Ebene vorzubeugen. Autoritäre Positionen in Kitas und professionale Orientierungen pädagogischer Fachkräfte. Eine explorative Untersuchung 1: Universität Hamburg, Deutschland; 2: IMU Institut Stuttgart; 3: N.N. Zusammenfassung Wir untersuchen, wie autoritäre Orientierungen im Kita-Alltag wirken und bearbeitet werden. Ausgangspunkt ist ein Projekt zu Personalstrategien, erweitert um Fragen nach politischen Einstellungen. Die Studie umfasst drei Kitas in Sozialräumen mit hoher AfD-Zustimmung sowie zwei Kitas in einem Trägermodellprojekt zum Umgang mit Rechtsextremismus in Kitas. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel professioneller Orientierungen der Beschäftigten mit strukturellen und organisationalen Bedingungen. Wir stellen erste Ergebnisse vor und diskutieren Folgerungen für alltägliche Praxis und Träger. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 60 Ort: S 104 |
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Geschlechtergerechtes wissenschaftliches Schreiben in der Sozialen Arbeit Zusammenfassung Die Angriffe auf das „Gendern“ und Verbote der Verwendung von Sonderzeichen sind ein Ausdruck gegenwärtiger demokratiefeindlicher Entwicklungen, sie stellen demokratische Grundwerte infrage und auch wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung von Sprache. Dabei ist eine geschlechtergerechte und inklusive Sprache auch ein wesentliches Element professioneller Sozialer Arbeit, die sich an den Menschenrechten orientiert. Wir diskutieren, was diese Entwicklungen für Disziplin und Profession Sozialer Arbeit sowie für das geschlechtergerechte wissenschaftliche Schreiben bedeuten. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 61 Ort: S 201a |
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Einsamkeit als Risikofaktor für soziale Teilhabe und Demokratieverbundenheit - Impulse für eine teilhabe- und vertrauensfördernde Beziehungsgestaltung in ausgewählten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit Zusammenfassung Chronische Einsamkeit hat gesundheitliche (Holt-Lunstad et al. 2015) und gesellschaftliche Folgen (Schobin 2022). Junge Menschen mit Einsamkeitserfahrungen zeigen bspw. weniger Demokratieverbundenheit und empfinden geringere Kontrolle über ihr Leben (Das Progressive Zentrum et al. 2023, S. 39). Vereinsamung kann Vertrauen und Partizipation mindern (Schobin 2022, S. 10). Das Panel beleuchtet, wie Soziale Arbeit durch die Förderung von Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Teilhabe zur Prävention von Demokratiefeindlichkeit beitragen kann. Beiträge des Symposiums Teilhabe- und vertrauensfördernde Beziehungsgestaltung im Kontext der Arbeitslosenhilfe Einsamkeit kann die Lebenswelten erwerbsloser Menschen prägen. Um sie beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, ist eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung entscheidend – insbesondere, um schamsensibel mit Vereinsamungsprozessen umzugehen. Der Beitrag zeigt anhand der Begleitforschung zum Modellprojekt Regionales Präventionszentrum Viersen, wie Einsamkeit die Lebenssituation arbeitsloser Menschen prägt und wie Fachkräfte durch Beziehungsgestaltung dazu beitragen können, sowohl soziale Teilhabe als auch gesundheitliche Stabilisierung zu fördern. Teilhabe- und vertrauensfördernde Beziehungsgestaltung im Kontext von Altenhilfe und Langzeitpflege Chronische Einsamkeit kann die Gesundheit und Lebensqualität signifikant beeinträchtigen. Im Vortrag werden aus pflegewissenschaftlicher und sozialarbeiterischer Perspektive Befunde eines Projektes diskutiert, das den Einsatz digitaler Kommunikationsmittel zur Reduktion von Einsamkeit bei Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Langzeitpflegeeinrichtungen untersucht. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für die Langzeitpflege abgeleitet und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die sozialarbeiterische Praxis zur Förderung von Teilhabe in der Altenhilfe reflektiert. Teilhabe- und vertrauensfördernde Beziehungsgestaltung im Kontext der Wohnungslosenhilfe Einsamkeit und soziale Isolation stellen zentrale Herausforderungen in der Wohnungslosenhilfe dar. Der Vortrag beleuchtet zunächst anhand sekundäranalytischer Befunde, wie Einsamkeit und soziale Isolation von wohnungslosen Menschen erlebt werden und welche psychosozialen Folgen damit einhergehen können. Im Anschluss werden professionstheoretische Fragen über das Selbstverständnis und die Handlungsmöglichkeiten Sozialer Arbeit aufgeworfen, und insbesondere Potenziale einer teilhabe- und vertrauensfördernden Beziehungsgestaltung im Kontext der Wohnungslosenhilfe diskutiert. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 62 Ort: S 201b |
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Panel der FG Internationale Soziale Arbeit: Autoritarismus und Widerstand – das Neue denken und leben Zusammenfassung Dem zunehmenden Autoritarismus wird Widerstand entgegengebracht, um anti-demokratische und anti-feministische Entwicklungen aufzuhalten. Darin werden Emanzipation und gesellschaftliche Neukonzeptionen utopisch vorgedacht und ausprobiert. Im Panel wird hierfür das Modell des Demokratischen Konföderalismus vorgestellt. Ausgehend von einer durch Ideen der Dissenting Social Work inspirierten Internationalen Sozialen Arbeit, werden Perspektiven aus der Kurdischen Freiheitsbewegung diskutiert, um Impulse für die Soziale Arbeit zu gewinnen. Beiträge des Symposiums Staatlicher Autoritarismus in der Türkei versus gesellschaftliche Selbstorganisation für die Lösung sozialer Probleme In der Türkei sind frauenfeindliche, anti-demokratische, despotisch-repressive Staatspraktiken weit etabliert. Gleichzeitig verfolgt die kurdische Bewegung den „Aufruf für Frieden und eine demokratischen Gesellschaft“, der Friedensverhandlungen und eine tiefe Demokratisierung im Sinne des Demokratischen Konföderalismus anstrebt. Frauenorganisationen führen diese Entwicklungen mit an. Ziel ist, Bedingungen zu verhandeln, die die Lösung sozialer Probleme durch eine starke selbstorganisierte Gesellschaft nach dem Prinzip der demokratischen Lösung ermöglicht und nicht dem Staat überläßt. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 63 Ort: S 202 |
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‚Politische Neutralität‘ als Instrument der Disziplinierung (auch) in der Sozialen Arbeit Zusammenfassung ‚Politische Neutralität' hat sich zu einem zentralen Kampfbegriff in bildungs- und sozialpolitischen Debatten entwickelt und fungiert hier als (potentielles) Einfallstor, um die Rolle freier Träger als Teil der Zivilgesellschaft für Prozesse der demokratischen Willensbildung zu diskreditieren. Während die Profession sich an ethisch-normativen Grundprinzipien wie Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit orientiert, suggerieren Neutralitätsanrufungen eine vermeintliche Verpflichtung zur inhaltlichen Indifferenz. Damit werden essentielle Grundlagen professionellen Handelns angegriffen. Beiträge des Symposiums Einfallstor „politische Neutralität“ – (Antidemokratische) Angriffe auf die Zivilgesellschaft Politische Neutralität erweist sich auch für Projekte im Kontext Sozialer Arbeit (Menschenrechte, politische Bildung etc.) zunehmend als scharfes Schwert gegen unliebsame Inhalte und Projektträger. Das Instrument kann letztlich dazu beitragen, professionelle Ansprüche und Wertvorstellungen zu reduzieren und damit die Professionalität infrage zu stellen. Umso wichtiger ist es verstehen, wie zu dieser Lage kommen konnte und was zu tun ist, neue Handlungsperspektiven zu entwickeln. Der Beitrag ordnet und analysiert aus politikwissenschaftlicher Perspektive die Hintergründe und Rahmenbedingungen. Weaponized Neutrality. Zur Prekarisierung professioneller Normativität durch Neutralitätsanrufungen in der Jugendarbeit Die wiederholte Anrufung von ‚Neutralität‘ muss als Herausforderung für sozialarbeiterische Professionalität und Autonomie betrachtet werden. Der Beitrag diskutiert unter Bezug auf empirische Ergebisse problemzentrierter Interviews mit Fachkräften der Jugendarbeit, welche Konfliktlinien sich hier ergeben: Neben Bestärkungseffekten werden deutlich auch Verunsicherungen ob der Anerkennung einer professionellen Norm von ‚Nicht-Neutralität' artikuliert, auch Affirmationen und Integrationen eines vermeintlichen ‚Neutralitätsgebotes' in das Professionsverständnis sind rekonstruierbar. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 64 Ort: S 203 |
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Panel der Sektion Klinische Sozialarbeit: Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend als Beitrag zur Demokratieförderung Zusammenfassung Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt richtet den Blick in die Vergangenheit, um Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, Verantwortung für das Unrecht zu übernehmen und Erkenntnisse für Schutz- und Hilfeprozessen zu gewinnen. Wir möchten uns darüber austauschen, wie Aufarbeitungsprozesse dazu beitragen, marginalisierten Stimmen einen Raum zu geben und damit intersektionalen Ungleichheitsdimensionen entgegenzuwirken sowie eine offene demokratische Gesellschaft zu fördern. Es geht um eine Selbstverständigung anhand verschiedener Beispiele und ihre Bedeutung für die Profession und Disziplin. Beiträge des Symposiums Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und ihre Bedeutung für die Demokratieförderung Wie kann Aufarbeitung epistemischer Ungerechtigkeit entgegenwirken sowie demokratische Teilhabe und Würde für alle ermöglichen? Diesen Fragen soll am Beispiel der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs nachgegangen werden. Diese ruft alle Menschen auf, über erfahrene sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend zu berichten. Im Sinne epistemischer Gerechtigkeit sollen dabei vor allem auch Zielgruppen angesprochen werden, deren Stimmen sonst überhört werden. Forschungsprojekt: ehemalige Heimkinder im Alter Für viele Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt innerhalb autoritärer Strukturen erlebt haben, ist die Vorstellung im Alter erneut in Kontakt mit institutioneller Unterstützung kommen zu müssen, beängstigend. Der Beitrag fokussiert die subjektive Perspektive von ehemaligen Heimkindern, die Herausforderungen und Sorgen, die sie in Bezug auf Pflege im Alter berichteten und Wünsche im Hinblick auf eine gelungene Versorgung. Deutlich wird die Notwendigkeit von traumasensibler und bedürfnisorientierter Pflege. Diese benötigt und beinhaltet zugleich einen Beitrag zu gesellschaftlicher Aufarbeitung. Die Debatte um „Missbrauch mit dem Missbrauch“ als (Strategie des) Antifeminismus Der Aufbau einer Versorgungsstruktur für Betroffene sexualisierter Gewalt und ihren Angehörigen in den 1980er und 1990er Jahren wurde mit einer Gegenbewegung konfrontiert, die vor allem die feministischen Akteur*innen und ihre konzeptionellen Anliegen attackierte. Die Debatte wird mit der Bezeichnung „Missbrauch mit dem Missbrauch“ markiert. Der Beitrag beleuchtet die Auseinandersetzung um sexualisierte Gewalt in dieser Phase und fragt nach den Facetten des Antifeminismus, die darin wirkmächtig werden konnten, sichtbar geworden sind oder im Nachgang als solche Strategien erfasst werden können. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 65 Ort: S 204 |
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Praxis als Positionierung. Eine gemeinsame Spurensuche zum Praxisverständnis in der Sozialen Arbeit. Zusammenfassung Das Panel lädt dazu ein, Praxis als gemeinsame Spurensuche in der Sozialen Arbeit zu erkunden. Ausgangspunkt ist das im Band „Ein Glossar zum Praxisverständnis Sozialer Arbeit“ versammelte Nachdenken über Praxis als Form der Positionierung. In dialogischen Beiträgen werden unterschiedliche Zugänge zu Praxis als Handeln, Erfahrung und Lernen vorgestellt, reflektiert und gemeinsam diskutiert, wie Praxis in aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wirksam wird, Handlungsspielräume eröffnet und zur aktiven Mitgestaltung anregt. Beiträge des Symposiums Praxis als gemeinsame Spurensuche In einem ersten Schritt wollen wir als Herausgeber:innen des Bandes und Sprecher:innen der Fachgruppe aufzeigen, wie sich die gemeinsame Spurensuche nach unterschiedlichen Praxisverständnissen Sozialer Arbeit bisher gestaltet hat. Der Fokus liegt einerseits auf der theoretischen Rahmung dieser Spurensuche und andererseits auf der Vielfalt wie auch den Verbindungen der erarbeiteten Praxisverständnisse. Im Mittelpunkt steht dabei das Verständnis von Praxis als Positionierung – als theoretische wie praktische Herausforderung. Praxis als Geschehen, Erfahrung, Handeln und Lernen Im zweiten Schritt werden die unterschiedlichen im Band versammelten Praxisverständnisse in den Blick genommen. In einem dialogischen Format eröffnen die Autor:innen(gruppen) ihre jeweiligen Zugänge und Verständnisse von Praxis als Geschehen, als Erfahrung, als Handeln und als Lernen. Dabei entsteht Raum für den Austausch über Verbindungen und Unterschiede der Perspektiven – auch im Hinblick darauf, inwiefern sich darin Formen von Positionierung in Theorie und Praxis zeigen. Praxis als Positionierung Im dritten Schritt richten wir den Blick auf die Frage, wie Praxis als Form der Positionierung in gegenwärtigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wirksam wird. Diskutiert wird, wie Professionelle und Institutionen Sozialer Arbeit auf autoritäre Verschiebungen des Sozialen und demokratiefeindliche Entwicklungen reagieren – und welche Handlungsspielräume sich für eine demokratische und widerständige Praxis eröffnen. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 66 Ort: S 301 |
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Die Bedeutung von Geschlecht für extrem rechte Agitation in Forschung und Praxis Sozialer Arbeit Zusammenfassung In den letzten Jahrzehnten kann zunehmend beobachtet werden, dass Geschlechterthemen für extrem rechte Agitation – auch im Kontext Sozialer Arbeit – bedeutsamer werden. In diesem Panel werden einführend Herausforderungen vorgestellt mit denen Soziale Arbeit im Rahmen von Forschung und Praxis konfrontiert wird. Es soll dann anhand des Praxisfeldes Frauenhausarbeit genauer auf die Dynamiken eingegangen werden, welche sich daraus ergeben. Beiträge des Symposiums Gegenwärtige Herausforderungen im Kontext von Rechtsextremismus, Sozialer Arbeit und Geschlecht Ausgehend von der gegenwärtigen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung der Gleichzeitigkeit von Retraditionalisierungstendenzen in Geschlechterverständnis und den (feministische) Bemühungen, Geschlechtergerechtigkeit herzustellen und weiterzuentwickeln, soll in diesem Beitrag auf die Bedeutung von Geschlecht in der extremen Rechten eingegangen werden und in welcher Weise und mit welchen Auswirkungen die gesellschaftliche Situation genutzt wird. Konsequenzen und Herausforderungen die sich daraus für (eine vielfaltsbewusste) Soziale Arbeit ergeben werden vorgestellt. Von Angriff bis Zusammenarbeit – Frauenhäuser im Fokus (extrem) rechter Diskurse In ihrem Streben nach kultureller Hegemonie nutzt die (extreme) Rechte auch gezielt Themen der Sozialen Arbeit als Schauplatz der Ausdeutung von Wirklichkeit. Unterschiedliche Arbeitsfelder sind in je spezifischer Weise von Delegitimierungs- und/oder Ausdeutungsversuchen betroffen. Dieser Beitrag beschäftigt sich beispielhaft mit den vielfältigen (extrem) rechten Diskursen rund um Frauenhausarbeit. Diese ist nicht ausschließlich Ziel antifeministischer Angriffe. Verknüpft mit ethnosexistischen und transfeindlichen Positionen lassen sich auch Vereinnahmungen und gar Schulterschlüsse beobachten. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 67 Ort: S E04 |
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Neuere Entwicklungen des Promotionsrechts an HAWen in Deutschland – wo stehen wir, was brauchen wir? Zusammenfassung In einzelnen Bundesländern wurde HAWen das Promotionsrecht in unterschiedlicher Ausgestaltung zugesprochen. Im Rahmen des Panels der Fachgruppe Promotionsförderung soll anhand von Erfahrungen in den Bundesländern Bayern und Berlin Umsetzungen des Promotionsrechts an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften reflektiert werden. Nach zwei Inputvorträgen werden an drei Thementischen mögliche Schritte und Forderungen aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder (Doktorand*innen, Disziplin und Institutionen) diskutiert, um diese in den künftigen strategischen Diskurs innerhalb der DGSA zu integrieren. Beiträge des Symposiums Das Promotionsrecht für Berliner HAWen ist (derzeit) unbrauchbar – Anmerkungen (nicht nur) aus sozialarbeitswissenschaftlicher Perspektive Gegenwärtig wird bundesweit das Promotionsrecht für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften diskutiert und in einzelnen Bundesländern wie Hessen, Nordrhein-Westfahlen, Sachsen-Anhalt u.a. bereits umgesetzt. In Berlin wurde am 10.04.2025 durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege eine Rechtsverordnung erlassen, die vorsieht, dass an forschungsstarken HAWen Promotionszentren eingerichtet werden können. Mit der Ausgestaltung dieser Rechtsverordnung gehen jedoch mehrere Probleme einher, die im Rahmen des Panels dargestellt und in ihren Konsequenzen erörtert werden sollen. Promovieren in der Sozialen Arbeit – Über den Aufbau eines Promotionszentrums Mit dem Aufbau des gemeinsamen Promotionszentrums „Sozial- und gesundheitswissenschaftliche Gestaltung von Transformationsprozessen“ der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (Hochschule) in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften München (HM) und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (OHM) soll zukünftig Promovierenden ein geeignetes wissenschaftliches Umfeld angeboten werden, um an einer HAW eigenständig zu forschen und einen Doktorgrad zu erwerben. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 68 Ort: W 310 |
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Klimaschutzbehinderung und Klima(un)gerechtigkeit – Transformationsimpulse für die Soziale Arbeit Zusammenfassung Das Panel gibt Einblick in Formen der Klimaschutzbehinderung – insbesondere von Rechtsaußen – und zeigt anhand der Wärmewende Konfliktpotenziale zwischen ökologischer Transformation und sozialer Gerechtigkeit. Wissen um diese Hindernisse ist zentral, um die Transformation im Sozialsektor zu fördern. Was Soziale Arbeit tut und tun kann, wird an Best-Practice-Beispielen aus Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie der Hochschullehre zum Thema Klimagerechtigkeit und Wasser nachgezeichnet. Beiträge des Symposiums Behinderungen von Klimaschutz – ein Thema für die Soziale Arbeit Der Vortrag gibt einen Überblick über Phänomene und Ausprägungen von Klimaschutzbehinderung (Climate Obstruction), wobei neben offensiver Klimawandelleugnung auch subtilere Formen in den Blick kommen. Zudem rückt er antiklimapolitische Bedrohungsnarrative und moralisch entlastende Argumentationsgänge in den Fokus, wie sie insbesondere Rechtsaußen-Akteur*innen verbreiten. Der gesellschaftliche Rechtsdrift betrifft auch die Soziale Arbeit. Möchte sie selbst zum Klimaschutz beitragen, benötigt sie Fachwissen über Klimaschutzbehinderungen und ein Sensorium für antiklimapolitische Narrative. Sozial (un)gerechter Klimaschutz und gesellschaftliche Folgen In Deutschland verursacht der Gebäudesektor rund ein Drittel der CO₂-Emissionen. Sanierungen und effiziente Heizsysteme gelten daher als wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahmen. Von Förderinstrumenten profitieren jedoch meist Menschen mit Wohneigentum. Mietende hingegen müssen steigende Nebenkosten größtenteils ohne Subventionierungen bewältigen, was zu Ungerechtigkeitsempfinden führen kann. Im Vortrag wird anhand der Wärmewende aufgezeigt, wie soziale Ungleichheit sicht- und erlebbar wird und diskutiert als sozialarbeiterische Frage im Kontext gesellschaftlicher Nachhaltigkeitstransformation. Transformationsimpulse aus der Praxis der Sozialen Arbeit Der Vortrag stellt Best Practice Beispiele für klimagerechte Transformation aus der Kinder- und Jugendhilfe vor, die über qualitative Interviews mit Leitungskräften erfasst wurden. Neben den fachlichen Begründungen für die Verantwortung der Jugendhilfe für Klimaschutz werden die Handlungsspielräume sozialer Einrichtungen in Bezug auf die Ebenen Strukturen, pädagogisches Handeln und politisches Mandat aufgezeigt. Deutlich wird, dass die Veränderungen viele positive Effekte haben und dass für die Umsetzung die Fähigkeit von Sozialarbeitenden zu transformativem Handeln zentral ist. Teaching climate justice - Didaktische Überlegungen zu transformativen Lehr-Lern-Settings am Beispiel Wasser und Soziale Arbeit Der Vortrag zeichnet am Beispiel eines Seminars zum Thema Wasser und Soziale Arbeit didaktisch-konzeptionelle Überlegungen zu transformativen Lehr-Lern-Settings in Hochschulen zum Themenbereich sozial-ökologische Transformationen, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit nach. Im Seminar wurden u.a. posthumanistische, intersektional-feministische Perspektiven auf Wasser gelehrt; Studierende reflektierten im Rahmen eigener ethnographischer Forschungsprojekte sowie weiterer ästhetischer Methoden körperlich-leiblichen Erfahrungen mit Wasser als bedeutender mehr-als-menschlicher Akteur. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 69 Ort: W 112 Chair der Sitzung: Francis Seeck, TH Nürnberg / Fakultät Sozialwissenschaften, Deutschland |
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Ausschluss durch Struktur: Wissenschaftliche Exklusion und autoritäre Dynamiken im Promotionssystem – Eine autoethnografisch fundierte Analyse OTH Regensburg, Deutschland Zusammenfassung Anhand einer autoethnografischen Fallanalyse wird aufgezeigt, wie autoritäre Dynamiken im Wissenschaftssystem zur Exklusion behinderter Promovierender führen. Der Beitrag diskutiert Machtasymmetrien, strukturelle Diskriminierung und institutionelles Versagen im Umgang mit Gleichstellungsrechten und fragt nach der Verantwortung der Sozialen Arbeit, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Er versteht sich als Plädoyer für eine demokratische und menschenrechtsbasierte Wissenschaftspraxis. Symbolik statt Struktur? Gleichstellung in der Promotionsförderung an HAWs am Beispiel Soziale Arbeit HAWK Hildesheim, Deutschland Zusammenfassung Der Beitrag untersucht, wie autoritäre Diskursverschiebungen („Anti-Gender“, Leistungsrhetorik) Gleichstellung in der Promotionsförderung an HAWs entkoppeln. Auf Basis einer Dokumentenanalyse und sieben Expert:inneninterviews (Promotionsförderung/Organisationsentwicklung; Gleichstellung) werden informelle, selektive Routinen rekonstruiert, die Geschlecht hinter „Passung“, Verfügbarkeit und Klasse verbergen. Diskutiert werden strukturelle Hebel (kriteriengeleitete Auswahl, Monitoring, neutrale Schnittstellen, geteilte Governance), um symbolische Politik in verbindliche Praxis zu überführen. Herrmann Nohl - der Prinz der nationalsozialistischen Professionellen Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Deutschland Zusammenfassung H. Nohl wird unter dem Aspekt der Profession und Disziplin mit N. Machiavelli und W. Dilthey verglichen. Nohls Professionsverständnis wird in Bezug auf Politik mit Machiavellis Prinz bewertet. Machiavellis Werk dient dem Volke, während Nohl sich selbst dem Führerdienst unterstellt. In der Disziplindimension geht es um die Komplexitätsgrad der Schriften. Nohls Arbeit ist mit seiner Orientierung an „Deutsche“ durch Vereinfachung und Diltheys Erkenntnissinteresse durch Vielschichtigkeit gekennzeichnet. Alle Drei leben in einer Transformationsphase, Nohl alleine ist aber ein Rückstand im Schreck. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 71 Ort: S 101 Chair der Sitzung: Julia Franz, Alice Salomon Hochschule Berlin, Deutschland |
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Ein sozioanalytischer Blick zurück nach vorn. Forschungen zum Verhältnis von Biographie und Kollektivgeschichte im Kontext autoritärer Verschiebungen des Sozialen Universität Trier, Deutschland Zusammenfassung In meinem Beitrag möchte ich eine sozioanalytische Perspektive auf zwei biographische Erfahrungen mit rechtsextremen Entwicklungen einnehmen, um darüber demokratiefeindliche und autoritäre Verschiebungen des Sozialen zu thematisieren. Dabei handelt es sich um zwei Erfahrungsdokumente, die zunächst eingeführt und dann aufeinander bezogen werden: Die Jugendarbeit in Ostdeutschland in den 1990er Jahren und ein rechtsextremer „Überfall“ auf eine digitale Podiumsdiskussion im Wissenschaftskontext im Jahr 2022. Auf dieser Basis wird eine sozioanalytische Biographiearbeit entwickelt. Die Profession im Kontext autoritärer Verhältnisse - Probleme und Chancen Sozialer Arbeit Katholische Hochschule NRW, Deutschland Zusammenfassung Der Vortrag fragt: 1) Wie lässt sich die autoritäre Verschiebung erklären? Mit dem Konzept der Regression zeigen wir, dass die Polykrise ein Problem zweiter Ordnung darstellt, dass Problemlösungsfähigkeit schwächt und autoritäre Antworten begünstigt. 2) Welche Antworten kann Soziale Arbeit geben, die nicht am Menschenrechtsprimat festhält, da dieses an einer staatlichen Logik orientiert ist. Wir plädieren stattdessen für eine Basis-Organisierung materieller Interessen im breiten Bündnis mit verschiedenen Gruppen. Grenzen der Neutralität. Zur spezifischen Stellung der Sozialen Arbeit innerhalb der Sozialwissenschaften TU Darmstadt, Institut für Philosophie, Deutschland Zusammenfassung Die Angriffe der AfD auf herrschaftskritische Ansätze in den Sozialwissenschaften bringen regelmäßig einen Begriff ins Spiel, der unser Verständnis von Wissenschaft prägt: Neutralität. Ausgehend von Webers Grundlagenreflexion der Soziologie soll der Vortrag die Debatte über Wertneutralität in den Sozialwissenschaften rekonstruieren und dabei die spezifische Stellung der Sozialen Arbeit als einer normativen, d.h. nicht-wertneutralen Theorie- und Praxisform herausstellen. Zuletzt werden Handlungsvorschläge für den Umgang der Sozialen Arbeit mit gegenwärtigen autoritären Angriffen formuliert. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 72 Ort: V2 |
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Queere Soziale Arbeit zwischen (Anti-)Diskriminierung und Gerechtigkeit in Zeiten autoritärer Verschiebungen des Sozialen Zusammenfassung Im Anschluss an die Diskriminierung queerer Lebensweisen und Lebenswelten lassen sich 1) theoretisch fundierte Reflexionen Sozialer Arbeit identifizieren, die Projekte des Widerstands gegen jene Diskriminierungen organisieren. 2) reproduziert Soziale Arbeit gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse, was im Kampf um soziale Gerechtigkeit zu Ambivalenzen führt. Im Kontext aktueller autoritärer Verschiebungen sieht sich Soziale Arbeit 3) mit grundsätzlichen Delegitimierungen konfrontiert. Beiträge des Symposiums Queere Geflüchtete zwischen überlebensstrategischer Resilienz und intersektionaler Vulnerabilität Der besondere Fokus des einführenden Vortrags liegt auf ethischen und methodologischen Reflexionen partizipativer Forschung mit Queeren Geflüchteten in Berlin. Anschließend werden forschungsethische Fragen am Beispiel eines laufenden empirischen Forschungsprojekts kritisch reflektiert. Die abschließende Diskussion bietet Raum für Fragen und Möglichkeiten des Austausches im Sinne eines kritischen Denk- und Diskursraumes. Strategien der Delegitimierung trans*bezogener Sozialer Arbeit im Kontext aktueller autoritär-rechter Verschiebungen Im Kontext der aktuellen autoritär-rechten Verschiebung von Kräfteverhältnissen gewinnen transfeindliche Narrative und Strategien deutlich an Einfluss. Trans*bezogene Ansätze und Angebote Sozialer Arbeit, die in Reaktion auf Ausschließungs- und Diskriminierungsverhältnisse entwickelt wurden, sind im Zuge dessen zunehmend von delegitimierenden Angriffen bedroht – sowohl von ‚außen‘ als auch (sporadisch) durch explizit transfeindliche Positionen und Bezüge innerhalb von Fachdiskursen Sozialer Arbeit. Diese Entwicklung soll im Vortrag skizziert und an einem Beispiel diskutiert werden. Queer als Reflexionskategorie für eine kritische Antidiskriminierungsarbeit am Beispiel der Aidshilfe-Arbeit HIV-Infektion und AIDS-Erkrankung stehen für einen spannungsreichen Diskurs sowie für Kämpfe um Deutungshoheiten, Zugehörigkeiten und Ausschließungsprozesse. Im Vortrag wird die Entstehungsgeschichte von Aidshilfe-Bewegung sowie der Aidshilfe-Arbeit rekonstruiert, um daran anschließend queertheoretisch Möglichkeiten nicht essentialistischer, kritischer Antidiskriminierungsarbeit darzustellen und für eine Diskussion fruchtbar zu machen. |
| 13:15 - 14:45 | Panel 73 Ort: V1 |
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Politische Bildung in der Sozialen Arbeit: Potenziale zur Stärkung der Demokratie in Disziplin, Profession und Studium Zusammenfassung Zu den in der Sozialen Arbeit vielfach diskutierten Antworten bzw. Strategien auf die im CfP genannten Herausforderungen gehört politische Bildung. Im Überblick zeigt sich, dass sowohl die Gegenstandsbestimmung im Spiegel konkurrierender Ansätze als auch die Verständigung über Professionalität in diesem Kontext andauern. Hinzu kommt der Befund aus Modulhandbuchanalysen, dass politische Bildung im Studium kaum curricular verankert ist. Vor diesem Hintergrund werden Potenziale politischer Bildung in der Sozialen Arbeit zur Stärkung der Demokratie in Disziplin, Profession und Studium beleuchtet. Beiträge des Symposiums Soziale Arbeit als politische Bildung: historische und aktuelle Perspektiven aus der Disziplin Angesichts der Debatten um eine „Krise der Demokratie“ ist politische Bildung in den Fokus der Sozialen Arbeit gerückt. Was unter politischer Bildung zu verstehen ist, scheint dabei keineswegs geklärt. So werden aktuell vor allem Konzepte von Demokratiebildung und Demokratieförderung, aber auch Perspektiven kritischer politischer Bildung diskutiert. Der Panelbeitrag greift historische und aktuelle Ansätze Sozialer Arbeit als politische Bildung auf und zeigt in diesem Zusammenhang, wie kritisch-emanzipatorische mit sicherheits- und präventionslogisch angelegten Positionen konkurrieren. Soziale Arbeit auf dem Weg zu einer politisch bildenden Profession: Fragestellungen und Anknüpfungspunkte Der Diskurs um die Soziale Arbeit als Ort politisch bildender Praxis wirft Fragen im Hinblick auf die Professionsentwicklung auf: Ist Soziale Arbeit als Profession überhaupt für politische Bildung zuständig? Und über welche Kompetenzen verfügen Sozialarbeiter:innen bzw. Sozialpädagog:innen im Hinblick auf diese Aufgabe? Gibt es Handlungs -und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit, die für politische Bildung besonders (un-)geeignet sind? Soziale Arbeit (auch) als eine politisch bildende Profession zu verstehen, impliziert die Klärung des institutionellen und organisatorischen Rahmens. Politische Bildung im Studium der Sozialen Arbeit: Analysen und Bedarfe Damit Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen durch politische Bildung einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie leisten können, müssen sie selbstredend über das notwendige Wissen und Können verfügen. Aktuelle Untersuchungen belegen jedoch, dass politische Bildung kaum im Studium der Sozialen Arbeit curricular verankert ist. Dem Selbstverständnis in Disziplin und Profession steht also ein Bedarf an Qualifizierung gegenüber. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Panelbeitrag Überlegungen zu einer solchen Verankerung sowie zur (Weiter-)Entwicklung (fach-)didaktischer Ansätze angestellt. |
| 14:45 | Tagungsende: Tagungsende |
| 15:00 - 16:30 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Klimagerechtigkeit und sozialökologische Transformation in der Sozialen Arbeit Ort: S 104 |
| 15:00 - 16:30 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Teilhabe und Inklusion Ort: S 102 |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Adressat*innen, Nutzer*innen und (Nicht)Nutzung Sozialer Arbeit Ort: S 301 |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Menschen- und Kinderrechte Ort: S 201a |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Migraas Ort: S 203 |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe Soziale Arbeit in der Lehre Ort: S 204 |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Sektion Forschung Ort: S 202 |
| 15:00 - 17:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Sektion Politik Sozialer Arbeit Ort: S E02 |
| 15:00 - 18:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Fachgruppe netzwerkAGsozialearbeit Ort: S 103 |
| 15:00 - 18:00 | Von Sektionen/Fachgruppen selbst organisierte Treffen nach der Tagung: Sektion Gemeinwesenarbeit Ort: S E03 |