71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
18. bis 20. März 2026 in Dortmund
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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WS 04: Wie können wir zukünftige Kommunikator:innen auf Hass im Netz besser vorbereiten?
Der interaktive Requirement-Workshop diskutiert Bedarfe und Strategien zur Vorbereitung von Studierenden auf Hassrede und digitale Gewalt. Gemeinsam werden offene Lehrmaterialien weiterentwickelt, die praxisnah Bewältigungsstrategien für verschiedene Berufsfelder vermitteln.
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| Zusammenfassung der Sitzung | ||
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Hannah Ötting & Nina Springer (Universität Münster) Hassrede, Bedrohungen und gezielte Einschüchterung gehören für viele Menschen inzwischen zum digitalen Alltag. Kommunikative Gewalt im Netz stellt damit eine der größten Herausforderungen für demokratische Öffentlichkeiten dar: Sie erzeugt Angst, verstärkt Feindbilder und führt dazu, dass sich Menschen aus öffentlichen Debatten zurückziehen – sei es in der Wissenschaftskommunikation, im Journalismus, in der Politik oder in anderen gesellschaftlich relevanten Tätigkeitsfeldern. Besonders betroffen sind Personen aus marginalisierten Gruppen. Damit geraten nicht nur Individuen, sondern auch öffentliche Institutionen und ihre Leistungsfähigkeit unter Druck. Die Veranstaltung greift diese Problemlage auf und rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie zukünftige Kommunikator:innen frühzeitig, systematisch und realistisch auf Hass im Netz vorbereitet werden können. Als Fach trägt die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft eine besondere Verantwortung, zur Sicherung von Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit beizutragen und Studierende auf die kommunikativen Risiken ihrer späteren Berufspraxis vorzubereiten. Wer Dynamiken digitaler Gewalt kennt und Bewältigungsstrategien erlernt, ist besser in der Lage, mit Angriffen umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Ausgangspunkt des Workshops ist ein laufendes Forschungsprojekt an der Universität Münster, in dem Interviews mit Betroffenen von Online-Hass sowie mit unterstützenden Organisationen aus Zivilgesellschaft und Strafverfolgung geführt werden. Ziel des Projekts ist es, auf dieser empirischen Basis frei zugängliche Lehrmaterialien zu entwickeln, die Studierende praxisnah auf den Umgang mit Hate Speech, Bedrohungen und digitaler Gewalt vorbereiten. Der Workshop öffnet diesen Entwicklungsprozess bewusst für die Fachcommunity. Die Veranstaltung ist als interaktiver „Requirement Workshop“ angelegt. Zu Beginn werden das pädagogische Gesamtkonzept sowie erste Entwürfe der Lehrmaterialien vorgestellt, die gemeinsam mit Studierenden in einem Master-Forschungsseminar erarbeitet werden. Anschließend sind die Teilnehmenden eingeladen, sich aktiv einzubringen: An zwei thematischen Tischen werden zum einen Bedarfe aus der Lehre gesammelt – etwa Fragen der didaktischen Aufbereitung, Zugänglichkeit und Einsetzbarkeit an unterschiedlichen Hochschulstandorten. Zum anderen wird gezielt Feedback zu der vorgestellten pädagogischen Strategie und zu den bestehenden Materialentwürfen eingeholt. In einer gemeinsamen Abschlussrunde werden die Rückmeldungen gebündelt, diskutiert und in nächste Entwicklungsschritte übersetzt. Alle Teilnehmenden erhalten damit die Möglichkeit, die Inhalte aktiv mitzugestalten und zur Qualität, Praxistauglichkeit und Nachhaltigkeit der Materialien beizutragen. Nach Abschluss des Projekts stehen die Materialien offen zur weiteren Nutzung zur Verfügung und werden dauerhaft zugänglich gemacht. Der Workshop richtet sich an Lehrende, Forschende und alle Interessierten, die Studierende und Nachwuchskommunikator:innen auf die Realität digitaler Öffentlichkeiten vorbereiten wollen. Er lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen, Anforderungen zu formulieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um Hass im Netz nicht nur zu analysieren, sondern ihm auch wirksam zu begegnen. Hannah Ötting & Nina Springer (Universität Münster) Hassrede, Bedrohungen und gezielte Einschüchterung gehören für viele Menschen inzwischen zum digitalen Alltag. Kommunikative Gewalt im Netz stellt damit eine der größten Herausforderungen für demokratische Öffentlichkeiten dar: Sie erzeugt Angst, verstärkt Feindbilder und führt dazu, dass sich Menschen aus öffentlichen Debatten zurückziehen – sei es in der Wissenschaftskommunikation, im Journalismus, in der Politik oder in anderen gesellschaftlich relevanten Tätigkeitsfeldern. Besonders betroffen sind Personen aus marginalisierten Gruppen. Damit geraten nicht nur Individuen, sondern auch öffentliche Institutionen und ihre Leistungsfähigkeit unter Druck. Die Veranstaltung greift diese Problemlage auf und rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie zukünftige Kommunikator:innen frühzeitig, systematisch und realistisch auf Hass im Netz vorbereitet werden können. Als Fach trägt die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft eine besondere Verantwortung, zur Sicherung von Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit beizutragen und Studierende auf die kommunikativen Risiken ihrer späteren Berufspraxis vorzubereiten. Wer Dynamiken digitaler Gewalt kennt und Bewältigungsstrategien erlernt, ist besser in der Lage, mit Angriffen umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Ausgangspunkt des Workshops ist ein laufendes Forschungsprojekt an der Universität Münster, in dem Interviews mit Betroffenen von Online-Hass sowie mit unterstützenden Organisationen aus Zivilgesellschaft und Strafverfolgung geführt werden. Ziel des Projekts ist es, auf dieser empirischen Basis frei zugängliche Lehrmaterialien zu entwickeln, die Studierende praxisnah auf den Umgang mit Hate Speech, Bedrohungen und digitaler Gewalt vorbereiten. Der Workshop öffnet diesen Entwicklungsprozess bewusst für die Fachcommunity. Die Veranstaltung ist als interaktiver „Requirement Workshop“ angelegt. Zu Beginn werden das pädagogische Gesamtkonzept sowie erste Entwürfe der Lehrmaterialien vorgestellt, die gemeinsam mit Studierenden in einem Master-Forschungsseminar erarbeitet werden. Anschließend sind die Teilnehmenden eingeladen, sich aktiv einzubringen: An zwei thematischen Tischen werden zum einen Bedarfe aus der Lehre gesammelt – etwa Fragen der didaktischen Aufbereitung, Zugänglichkeit und Einsetzbarkeit an unterschiedlichen Hochschulstandorten. Zum anderen wird gezielt Feedback zu der vorgestellten pädagogischen Strategie und zu den bestehenden Materialentwürfen eingeholt. In einer gemeinsamen Abschlussrunde werden die Rückmeldungen gebündelt, diskutiert und in nächste Entwicklungsschritte übersetzt. Alle Teilnehmenden erhalten damit die Möglichkeit, die Inhalte aktiv mitzugestalten und zur Qualität, Praxistauglichkeit und Nachhaltigkeit der Materialien beizutragen. Nach Abschluss des Projekts stehen die Materialien offen zur weiteren Nutzung zur Verfügung und werden dauerhaft zugänglich gemacht. Der Workshop richtet sich an Lehrende, Forschende und alle Interessierten, die Studierende und Nachwuchskommunikator:innen auf die Realität digitaler Öffentlichkeiten vorbereiten wollen. Er lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen, Anforderungen zu formulieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um Hass im Netz nicht nur zu analysieren, sondern ihm auch wirksam zu begegnen. | ||
| Präsentationen | ||
Wie können wir zukünftige Kommunikator:innen auf Hass im Netz (besser) vorbereiten? Universität Münster, Deutschland **Zusammenfassung (ca. 150 Wörter)** Hassrede, Bedrohungen und gezielte Einschüchterung prägen zunehmend digitale Öffentlichkeiten und stellen eine zentrale Herausforderung für demokratische Diskurse dar. Kommunikative Gewalt im Netz führt dazu, dass sich Menschen aus öffentlichen Debatten zurückziehen – besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen. Die Veranstaltung greift diese Problemlage auf und thematisiert, wie zukünftige Kommunikator:innen frühzeitig und realistisch auf Hass im Netz vorbereitet werden können. Ausgangspunkt ist ein laufendes Forschungsprojekt an der Universität Münster, das auf Interviews mit Betroffenen von Online-Hass sowie mit Akteur:innen aus Zivilgesellschaft und Strafverfolgung basiert. Ziel ist die Entwicklung frei zugänglicher Lehrmaterialien, die Studierende praxisnah auf den Umgang mit Hate Speech und digitaler Gewalt vorbereiten. Der interaktive „Requirement Workshop“ stellt das pädagogische Konzept und erste Materialentwürfe vor und öffnet deren Weiterentwicklung für die Fachcommunity. Teilnehmende bringen Bedarfe, Feedback und Anforderungen ein, um Qualität, Praxistauglichkeit und nachhaltige Einsetzbarkeit der Materialien in Forschung und Lehre zu sichern. | ||
