Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Sitzungsübersicht |
| Sitzung | ||
WS 03: Überfachliche Wissenschaftskommunikationskompetenz – Kommunikative Validierung von Teilkompetenzen
Die Veranstaltung stellt ein theoretisch fundiertes Modell überfachlicher Wissenschaftskommunikationskompetenz vor und diskutiert dessen Teilkompetenzen interaktiv im Roundtable. Teilnehmende prüfen Verständlichkeit, Relevanz und Gültigkeit der Kompetenzen für Forschung, Lehre und Praxis.
| ||
| Zusammenfassung der Sitzung | ||
|
Johanna Börsting (Universität Hannover), Katharina Christ (NAWIK), Rebecca Krebs (Ruhr-Universität Bochum) Wie gelingt es Wissenschaftler:innen, ihre Forschung verständlich, verantwortungsvoll und adressatengerecht zu kommunizieren? Externe Wissenschaftskommunikation verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse für außerwissenschaftliche Publika zugänglich zu machen und damit gesellschaftliche Teilhabe an wissenschaftlichen Diskursen zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist eine überfachliche Wissenschaftskommunikationskompetenz, die nicht an einzelne Disziplinen gebunden ist, sondern grundlegende kommunikative Fähigkeiten, Wissensbestände und Haltungen umfasst. Die Veranstaltung widmet sich genau dieser Kompetenz und rückt ein von der Klaus Tschira Stiftung gefördertes Forschungsprojekt in den Mittelpunkt. Das Projekt modelliert überfachliche Wissenschaftskommunikationskompetenz auf theoretisch fundierter Basis. Ausgangspunkt sind verschiedene empirische und analytische Zugänge: ein Scoping Review zum Stand der Forschung, eine Delphi-Studie mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie eine systematische Analyse von Curricula öffentlicher und privater Universitäten und Fachhochschulen in der DACH-Region. Auf dieser Grundlage wird ein Set zentraler Teilkompetenzen hergeleitet – etwa die Fähigkeit, Zielgruppen zu definieren und gezielt anzusprechen, komplexe Inhalte zu strukturieren oder kommunikative Verantwortung zu reflektieren. Im Rahmen der Tagung werden diese Teilkompetenzen erstmals kommunikativ validiert. Nach einer kompakten Einführung und der Vorstellung des theoretisch entwickelten Kompetenzmodells diskutieren die Teilnehmenden ausgewählte Teilkompetenzen in einem interaktiven Roundtable-Format. Im Zentrum stehen dabei Fragen der Verständlichkeit, Zustimmung und wahrgenommenen Gültigkeit der einzelnen Kompetenzdimensionen sowie ihre Relevanz für die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Die Diskussion lebt ausdrücklich von der Expertise der Teilnehmenden, die Ursachen, Bedeutungen und Folgen medialer, öffentlicher und interpersonaler Kommunikation aus unterschiedlichen Perspektiven einbringen. Das Format richtet sich an Wissenschaftler:innen, Lehrende und weitere Interessierte, die sich mit Wissenschaftskommunikation, Hochschullehre oder gesellschaftlicher Kommunikation befassen. Die Rückmeldungen aus der Diskussion fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Modells ein und tragen dazu bei, dessen Robustheit und Anschlussfähigkeit zu stärken. Langfristig bildet das Kompetenzmodell eine Grundlage für die Entwicklung von Messinstrumenten sowie für Schulungs- und Qualifizierungskonzepte für Wissenschaftler:innen. Auf einer Meta-Ebene sensibilisiert die Veranstaltung zudem für Erwartungen und Verantwortung von Wissenschaftler:innen in einer demokratischen, digitalisierten und zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Gesellschaft. Ziel ist es, zu einer reflektierten Wissenschaftskommunikation beizutragen, Fehlkommunikation vorzubeugen und informierte Vertrauensverhältnisse zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu stärken. | ||
| Präsentationen | ||
Überfachliche Wissenschaftskommunikationskompetenz 1Leibniz Universität Hannover; 2Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation; 3Ruhr-Universität-Bochum Eines der vielfältigen Ziele externer Wissenschaftskommunikation ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse für außerwissenschaftliche Publika verständlich aufzubereiten, um so relevante Inhalte zu kommunizieren und die gesamtgesellschaftliche Teilhabe an wissenschaftlichen Diskursen zu fördern. Die Grundlage hierzu bildet die überfachliche Wissenschaftskommunikationskompetenz von Wissenschaftler:innen, welcher wir uns in einem von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Projekt widmen. Ziel des Workshops ist es, einen Entwurf eines theoretisch hergeleiteten Modells der Wissenschaftskommunikationskompetenz in einem „Peer Debriefing“ kommunikativ zu validieren. Hierzu wird zunächst eine Übersicht des Modells inkl. seiner Kompetenzbereiche, Teilkompetenzen und einzelner Facetten präsentiert. Anschließend bitten wir die Teilnehmenden, einzelne Teilkompetenzen in Form eines Roundtable-Formats interaktiv zu diskutieren. Ziel der Diskussion ist es, die Verständlichkeit, Zustimmung und Gültigkeit des Modells sowie einzelner Teilkompetenzen und Facetten im Kontext der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft zu überprüfen und ihre Relevanz für die Wissenschaftskommunikation herauszustellen.
| ||