71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
18. bis 20. März 2026 in Dortmund
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
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Ort: SRG Hörsaal Seminarraumgebäude (SRG) I Friedrich-Wöhler-Weg 6 44227 Dortmund 300 Plätze |
| Datum: Donnerstag, 19.03.2026 | |
| 9:00 - 9:15 | Eröffnung der 71. Jahrestagung der DGPuK Ort: SRG Hörsaal Chair der Sitzung: Wiebke Möhring |
| 9:15 - 10:30 | Keynote & Podiumsgespräch: Advocacy für eine demokratische Kommunikationsgesellschaft. Ort: SRG Hörsaal Die Keynote von Prof. Dr. Otfried Jarren (Universität Zürich / FU Berlin) behandelt die Bedeutung der Kommunikationswissenschaft als institutioneller Wissens- und Gestaltungsintermediär. Es schließt sich ein Podiumsgespräch an mit:
Die Keynote wird – vor dem Hintergrund einer Bedrohung der demokratischen Meinungsbildung durch Social Media-Monopole – normative Anforderungen an die Kommunikationswissenschaft formulieren. Eine These lautet, dass im Fach neue professionelle und institutionelle Vorkehrungen notwendig sind, um besser und sichtbarer zu werden. Dazu gehört die Abschätzung von Folgen endogen verursachter wie bewusst ausgelöster institutioneller Veränderungen, die nicht allein durch (empirische) Einzelstudien geleistet werden kann. Die Keynote stellt hierzu konzeptionelle Ansätze zur Diskussion, um (neue) Struktur- und Machtverhältnisse zu benennen und diese diskursiv der Gesellschaft zugänglich zu machen.
Auf dem anschließenden Podium soll angesichts einer Bedrohung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit diskutiert werden, inwieweit die (Kommunikations-)Wissenschaft in der Verantwortung steht, sich aktiver in öffentliche Debatten einzubringen. Aus historischer Perspektive stellt sich auch die Frage, ob einige der Bedrohungslagen durch Social Media nicht hätten früher erkannt und vehementer benannt werden können – etwa in Form einer aktiveren Wissenschaftskommunikation der Kommunikationswissenschaft. Auch wird die Frage aufgeworfen, ob die Fachgesellschaft sich angesichts des Bedeutungszuwachses von KI nun, im Sinne eines Vorsorgeprinzips, stärker öffentlich einbringen sollte. Umgekehrt stellt sich die Frage, ob eine gewisse Verpflichtung der Wissenschaft auf mehr Kommunikation nicht ihrerseits eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit darstellt. Diese Aspekte sollen aus politisch-demokratietheoretischer, ethisch-moralischer und juristisch-regulatorischer Perspektive reflektiert werden. |
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Advocacy für eine demokratische Kommunikationsgesellschaft. Zur Bedeutung der Kommunikationswissenschaft als institutioneller Wissens- und Gestaltungsintermediär Universität Zürich, Schweiz Die Keynote behandelt die Bedeutung der Kommunikationswissenschaft als institutioneller Wissens- und Gestaltungsintermediär. |
| 17:30 - 19:30 | DGPuK-Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen Ort: SRG Hörsaal |
| Datum: Freitag, 20.03.2026 | |
| 15:30 - 17:00 | Podiumsdiskussion und Closing der Jahrestagung Ort: SRG Hörsaal Chair der Sitzung: Michael Steinbrecher Abschlusspanel zu #Wissenschaft #Kommunikation #Demokratie unter anderem mit:
Journalismus und Wissenschaft gehören zu den unverzichtbaren Eckpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Sie tragen durch fundierte Informationen und kritische Analysen dazu bei, Fakten bereit zu stellen und zu hinterfragen und bieten damit sowohl die Basis für eine informierte Meinungsbildung als auch für den öffentlichen Diskurs. Was aber bedeutet es, wenn sich die Dynamiken der Medienwelt verstärken, sich Kommunikationskonstellationen verändern, neue Spannungsfelder zwischen unterschiedlichsten Kommunikationsakteuren entstehen? Welche Verantwortung kommt einer öffentlichkeitsbezogenen (Kommunikations-)Wissenschaft in einer deliberativen Demokratie zu, deren Informations- und Meinungsbildungsprozesse längst nicht mehr nur digital, sondern zunehmend zusätzlich auch KI-geprägt sein wird?
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