71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
18. bis 20. März 2026 in Dortmund
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
| Datum: Freitag, 20.03.2026 | |||||
| 8:30 - 14:00 | Anmeldung Ort: SRG 1. OG | ||||
| 9:00 - 10:00 | P 19: #Demokratie - Konfliktverhalten, Regulierung und Interventionen auf Social Media-Plattformen Ort: SRG 1.001 Chair der Sitzung: Tobias Gostomzyk | ||||
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Streitest du noch oder schweigst du schon? Eine Clusteranalyse von Social-Media-Nutzer:innen auf Basis ihrer Sanktionserwartungen und Partizipationsmotive in Bezug auf öffentliche Auseinandersetzungen auf Social Media 1Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt; 2Universität der Bundeswehr München
Platform Badges zur Förderung der gesellschaftlichen Debatte - eine Plattform-Intervention im Kontext Art. 34 und 35 DSA 1Forschunginstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Deutschland; 2Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
DSA auf dem Prüfstand: Eine Mehrmethoden-Studie zum Umgang mit Meldefunktionen auf Social Media 1Ludwig-Maximilans-Universität München; 2Johannes Gutenberg Universität Mainz
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| 9:00 - 10:00 | P 20: #Demokratie - Konsens, Kontroversen und moralische Diskurse im Wandel Ort: SRG 1.004 Chair der Sitzung: Stephan Görland | ||||
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Moralkommunikation im hybriden Mediensystem: Eine qualitative Diskursanalyse moralisierender Strategien im Fall Luigi Mangione in publizistischen und partizipatorischen Medien Freie Universität Berlin, Deutschland
Consensus and Conflict in Crisis: Opinion Dynamics on COVID-19 Measures Across Societal Groups on X 1Johannes Gutenberg-Universität, Deutschland; 2TU Darmstadt, Deutschland
Von der Kontroverse zur Normalisierung? Eine Argumentationsanalyse der medialen Debatte zu Waffenlieferungen in Deutschland 1Universität Hamburg; 2Leibniz-Institute für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut; 3Friedrich-Schiller-Universität Jena
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| 9:00 - 10:00 | P 21: #Wissenschaft - Epistemische Ordnungen, Datenvisualisierungen und Zeiterleben Ort: SRG 1.005 Chair der Sitzung: Holger Wormer | ||||
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Epistemische Herausforderungen des Journalismus. Eine zeitgeschichtliche Analyse postkolonialen Widersprechens am Beispiel der Journalistin Navina Sundaram. Freie Universität Berlin, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Datenvisualisierungen in öffentlicher Kommunikation: Eine Exploration des Forschungsfeldes. Universität Münster, Deutschland
Gefühlte Zeit – Konzeptualisierung und Messung medialer Zeiterfahrungen Universität Hohenheim, Deutschland
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| 9:00 - 10:00 | P 22: #Demokratie - Fact-Checking, transnationale Praktiken und normative Orientierungen Ort: SRG 1.024 Chair der Sitzung: Susanne Fengler | ||||
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Fact-Checkers vs. the AI Hype: Sober Minds in a Tech-Enchanted World Universität Erfurt, Deutschland
Fact-Checking Without Borders: The Transnational Dynamics of Verification Praxis Universität Erfurt, Deutschland
Die Meta-Akteure der Faktenprüfung: Normative Selbstdeklarationen, ethische Orientierungsmuster und strukturelle Organisation von Faktenchecker-Initiativen Universität Klagenfurt, Österreich
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| 9:00 - 10:00 | P 23: #Kommunikation - Lokale Öffentlichkeiten zwischen Journalismus, Raum und Alltag Ort: SRG 2.009 Chair der Sitzung: Christof Barth | ||||
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Journalistische Grenzerfahrungen: Eine Studie zu lokaljournalistischen Praktiken, Strategien und Kommunikationsprozessen in Zwei- und Dreiländerregionen Deutschlands 1Universität der Bundeswehr München, Deutschland; 2Hochschule Magdaburg-Stendal; 3LMU München
Zwischen Amtsblatt und Algorithmus: Wie Bürger:innen den lokalen Raum und lokale Informationsangebote wahrnehmen 1Universität Erfurt, Deutschland; 2TU Dortmund, Deutschland
Social Media and the Digital City: A Systematic Review of City- and Citizen-Led Digital Spaces Technische Universität Ilmenau, Deutschland
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| 9:00 - 10:00 | SF 03: Workshop zu „Disquota“ - Eine neue web-basierte Forschungsumgebung für Inhaltsanalysen in Forschung, Lehre und Zusammenarbeit Ort: SRG 2.010 Chair der Sitzung: Dirk Schultze Chair der Sitzung: Benjamin Bigl www.disquota.de | ||||
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Workshop mit „Disquota“ - Eine neue web-basierte Forschungsumgebung für Inhaltsanalysen in Forschung, Lehre und Zusammenarbeit 1Hochschule MIttweida, Deutschland; 2Technische Universität Dortmund, Deutschland Quantitative Inhaltsanalysen sind eine zentrale Methode der Kommunikations- und Medienwissenschaft, bislang jedoch unzureichend durch digitale, web-basierte Forschungsinfrastruktur unterstützt. Während für Befragungen und qualitative Analysen etablierte Tools existieren, fehlte im deutschsprachigen Raum bisher eine vergleichbare Lösung für quantitative Inhaltsanalysen. Diese Lücke schließt Disquota. Das Tool wird im Rahmen eines Workshops auf der DGPuK-Jahrestagung 2026 vorgestellt. Disquota ist als integrierte, installationsfreie Forschungsumgebung konzipiert und begleitet den gesamten Analyseprozess – von der kollaborativen Codebuchentwicklung über die Codierung bis zu Auswertung, Export und Reporting. Es ist medienunabhängig nutzbar und unterstützt Text-, Bild-, Audio- und Videoinhalte, einschließlich präziser Timecode-Analysen. Der Workshop richtet sich an Forschende und Lehrende, verbindet praktische Erprobung mit didaktischen Perspektiven und ist zugleich als strukturierter Usability-Test angelegt. Perspektivisch wird Disquota durch KI-gestützte Assistenzfunktionen und ein großes Medienarchiv erweitert und positioniert sich als nachhaltige Infrastruktur für kollaborative und reproduzierbare Inhaltsanalysen. www.disquota.de
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| 9:00 - 10:00 | VP 03: Der unerforschte Rest. Autobiografien von Medienlegenden als Quellen zum Journalismus. (Herbert von Halem Verlag) Ort: SRG 2.029 Das Panel ist eine Veranstaltung des jeweiligen Verlages. Die Geschichte der deutschsprachigen Publizistik war in der ersten Hälfte des 20. Jhd. eine Abenteuergeschichte mit voller Geheimnisse. Siegfried Weischenberg wird in seinem Vortrag einige der Medienlegenden vorstellen, die meinst jüdische Wurzeln hatten und schon bald nach Hitlers Machtergreifung emigrieren mussten. Auch die Publizist:innen mit Arier-Nachweis, die während des ›Dritten Reichs‹ weiter publizistisch aktiv bleiben konnten, werden auch zu Wort kommen. Ihre Bekenntnisse und Geständnisse führen zu Erkenntnissen über die Themen Schuld und Vergessen, die uns im Moment wieder besonders stark beschäftigen müssen. | ||||
| 10:00 - 10:30 | Kaffeepause Ort: Kaffeestationen im 1. + 2. OG (SRG) | ||||
| 10:30 - 12:00 | P 24: #Kommunikation - Innovationen, KI und die Herausbildung transnationaler Journalismusstrukturen Ort: SRG 1.004 Chair der Sitzung: Timo Lenk | ||||
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Which Countries Are Ready for Journalistic AI? An Empirical Comparison of National Media Innovation Systems 1Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland; 2Universität Hamburg, Deutschland; 3Nation Media Group, Kenya; 4The Aga Khan University, Kenya
«People are still going to need us» oder «Ich sehe nicht, dass die den Weg zurückfinden»? Wie Expert:innen die Zukunft der Nachrichtennutzung einschätzen 1Hochschule Darmstadt, Deutschland; 2Universität Zürich, Schweiz
Journalismus als funktional ausdifferenziertes Weltsystem: auf der Spur transnationaler Rollen- und Werteprofile Leibniz-Insitut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Deutschland
Generative KI im Mediendiskurs: Eine länderübergreifende Framing-Analyse der Potenziale und Herausforderungen am Beispiel von ChatGPT im DACH-Raum Technische Universität Ilmenau, Deutschland
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| 10:30 - 12:00 | P 25: #Kommunikation - Emotionale Arbeit, Selbstdarstellung und digitales Wohlbefinden Ort: SRG 1.005 Chair der Sitzung: Anne Mollen | ||||
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Emotional Labour, Work und Coping: Die unsichtbare Arbeit von Social Issue Influencern Universität Münster, Deutschland
Self-Management and Sentiments – Themen und Sentiments in Medienbeiträgen zum digitalen Selbstmanagement chronischer Krankheiten Universität Münster, Deutschland
Die Grenzen elterlicher Mediation: Eine Audio-Beobachtung von Mediationsepisoden zu Influencer Marketing Universität Tübingen, Deutschland
Metaanalytische Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen der Selbstdarstellung auf sozialen Medien und dem Wohlbefinden Universität Hohenheim, Deutschland
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| 10:30 - 12:00 | P 26: #Wissenschaft - Neue Ansätze und Methoden digitaler Kommunikationsforschung Ort: SRG 1.024 Chair der Sitzung: Jens Vogelgesang | ||||
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Exploring the use of LLMs for analyzing journalistic concepts: Using peace journalism as example 1Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland; 2Universität der Bundeswehr München; 3Freie Universität Berlin
Methodische Herausforderungen der Anwendung von Vektor-Autoregression in der Untersuchung digitaler Informationsflüsse: Ein Multiverse-Ansatz 1Forschunginstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Deutschland; 2Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI); 3Technische Universität Dortmund; 4Universität Bremen
From Hostile Talk to Cooperative Acts: Evidence from a Newspaper‐Cue Experiment Universität Hamburg
Versteckt und getrackt: Ausspielung und Rezeption digitaler politische Werbung in personalisierten Informationsumgebungen 1Johannes Gutenberg-Univeristät Mainz, Deutschland; 2Universität Hohenheim
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| 10:30 - 12:00 | P 27: #Kommunikation - Methodische Zugänge zu Vertrauen, Kommunikation und digitalen Plattformen Ort: SRG 2.010 Chair der Sitzung: Thomas Zerback | ||||
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Wer oder was ändert sich eigentlich? Eine Bounding-Analyse von Alters-, Perioden- und Kohorteneffekten auf das Vertrauen in die Presse anhand von Eurobarometerdaten Universität Erfurt, Deutschland
Assessing the potential reproducibility and replicability of research in Computational Communication Science 1Center for Advanced Internet Studies (CAIS), Deutschland; 2LMU München, Deutschland
Verkappte Medienskepsis? Zur Interpretation der Mittelkategorie bei Befragungen zum Medienvertrauen in Deutschland Weizenbaum-Institut, Berlin
ChatGPT as a news recommender system: Measuring source types and diversity across different interfaces 1Universität Hamburg, Deutschland; 2Hans-Bredow-Institut, Deutschland
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| 10:30 - 12:00 | P 28: #Kommunikation - Wissensordnung, Partizipation und Boundary Work in Journalismus und Wissenschaft Ort: SRG 2.029 Chair der Sitzung: Thomas Roessing | ||||
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Technogarchy: Towards a Critical Theory of AI, Ideology, and the Knowledge Order 1Freie Universität Berlin, Deutschland; 2Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland
E-Partizipation in deutschen Kommunen: Alte und neue Digital und Algorithmic Divides Universität Leipzig, Deutschland
What’s the difference? Boundary-Work of Social Scientists and Journalists in Collaborative Science Communication Projects Weizenbaum-Institut, Deutschland
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| 10:30 - 12:00 | P 29: #Kommunikation - Unbewusste Affekte und populistische Muster in der journalistischen Kommunikation. Analysen und Interventionen Ort: SRG 2.009 Chair der Sitzung: Milan Skusa | ||||
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Unbewusste Affekte und populistische Muster in der journalistischen Kommunikation. Analysen und Interventionen Die Vorträge diskutieren, wie sich destruktive Affekte des gesellschaftlichen Diskurses latent oder manifest in journalistischen Beiträgen und der digitalen Anschlusskommunikation nieder-schlagen. Unbeabsichtigt werden solche Affekte durch journalistische Beiträge evoziert, die populistische Muster unbemerkt und unbewusst reproduzieren. Was latent im journalistischen Ausgangsbeitrag angelegt ist, wird in den Kommentarbereichen oft explizit, so ein Ergebnis der Studie. Auch darum erscheinen sie als emotionale Räume. Dies sorgt für Ernüchterung bei Journalist:innen (vgl. Reimer et al. 2021), die es kaum vermögen, polarisierende oder hasserfüllte Botschaften einzuschränken. Der Anspruch auf einen rationalen deliberativen Diskurs kann nicht erfüllt werden (Habermas 1981). Neuere Ansätze integrieren Affekte als eine Ebene der Bedeutungserzeugung (vgl. Lünenborg 2020). Die Untersuchung knüpft an Konzepte der Öffentlichkeit an, die Affekt und Dissens als Elemente des demokratischen Diskurses integrieren (vgl. Mouffe 2020). Partizipation und Dialog gelten als entscheidend für das Vertrauen des Publikums in den Journalismus (vgl. Uth 2024, S. 399). Modelle für Moderationen empfehlen deshalb beispiels-weise empathische Interventionen in Kommentarbereichen (vgl. z. B. Ziegele/Heinbach 2021). Die Vorträge dieses Panels stellen einen neuen Zugang zum Erfassen und zur Analyse latenter Affekte in journalistischen Beiträgen vor. Sie nutzen das Szenische Verstehen nach A. Lorenzer (1986), ein tiefenhermeneutisches Interpretationsverfahren, das auch die latente Sinnebene und die Dynamik des unbewussten Affektgeschehens erfasst (Herrmann 2023). Interventionen auf dieser Basis bieten eine sinnvolle Erweiterung bisheriger Konzepte und Faktenchecks. Ein historischer Exkurs zeigt, wie diese latenten Muster in manifester Form von Nationalso-zialisten in die Lokalpresse der Weimarer Republik gespielt wurden. Sie adressierten bewusst die damit verknüpften Affekte, um ihre Ideologie und Propaganda in der lokalen Berichterstat-tung zu verbreiten. Beiträge des Symposiums Affekte als Kleister der Interaktion in der journalistischen Anschlusskommunikation Der Anspruch an den Journalismus, im gesellschaftlichen Diskurs neutral zu vermitteln, ist kaum mit einer Gesellschaft vereinbar, die bei zentralen politischen Fragen (vgl. Teichler et al. 2023) affektiv geprägte Auseinandersetzungen in digitalen Diskursräumen austrägt. Vor dem Hintergrund theoretischer Konzepte zu Affekt und Emotion (Wetherell 2012) werden affektive Muster in journalistischen Beiträgen und die Resonanz in Kommentarbereichen vorgestellt. Dabei werden Interventionen der Redaktionen und ihr Ausbleiben in Bezug auf das affektive Geschehen in der Anschlusskommunikation beschrieben. Aus den empirischen Ergebnissen wird ein präventiver Umgang mit negativen Phänomenen in digitalen Resonanzräumen abgeleitet. Rationalität in Kommentarbereichen wird eher möglich, wenn durch das Verstehen affektiven Geschehens auf Resonanz eingegangen werden kann. Solche Dynamiken transparent zu machen, bevor Hass und Desinformation die Diskursräume beherrschen, wird als neue Rolle moderierender Journalist:innen relevant. Der Vortrag leistet einen Beitrag zur Diskussion um neue Kompetenzen und ein verändertes journalistisches Rollenverständnis angesichts der digitalen Herausforderungen. Strategien im Umgang mit unbewussten toxischen Mustern in der Kommunikation Anhand von Beispielen aus der journalistischen Praxis werden verschiedene Konzepte aus der Psychotherapie diskutiert, die Community-Manager:innen beim Verstehen und Management des unbewussten affektiven Geschehens unterstützen können. Dafür müssen Konzepte, die für eine geschützte private Situation entwickelt wurden, für die öffentliche Kommunikation adaptiert werden. Journalist:innen sollen ausdrücklich keine therapeutische Funktion übernehmen. Nach Evaluationsergebnissen von Pilotworkshops erweisen sich als geeignet: Das Szenische Verstehen (Lorenzer 1986), das das Konzept der affektiven Übertragung und Gegenübertra-gung in den kulturellen Raum transferiert; das Containment nach Bion (1997), das einen An-satz bietet, destruktive Affekte nicht auszuagieren, sondern zu bearbeiten; und das Etablieren eines Kommunikationsrahmens (Strauß 2022:166 ff.), der Strukturen und Grenzen setzt. Auf dieser Grundlage werden Haltungen für die digitale Kommunikation konzipiert. Damit erfolgt ein Transfer der in Vortrag 1 dargestellten Forschungsergebnisse in die Praxis. Kontamination des Alltäglichen: Affektive Strategien im „Donauboten“ Der Vortrag analysiert anhand der ehemaligen Ingolstädter Lokalzeitung „Donaubote“ (1927 bis 1945) die instrumentelle Einbindung lokaler Berichterstattung in nationalsozialistische Pro-pagandastrategien in der Weimarer Republik. Analysiert werden affektive Muster, mittels derer alltägliche Lokalereignisse für politische Mobilisierung funktionalisiert wurden (Venema 2023: 49). Methodisch erfolgt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (vgl. Mayring 2022). Zur Iokalen Berichterstattung in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus liegen bislang kaum Untersuchungen vor, dem Donauboten kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu (vgl. Neuberger/Tonnemacher 1995: 260). Der Beitrag leistet einen medienhistorischen Beitrag zur Erforschung lokaler Presse vor der Gleichschaltung und demonstriert, dass das Panelthema über mediale Praktiken historische Kontinuitäten besitzt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sich die wiederkehrenden Muster systematisch in der Lokalberichterstattung der Weimarer Republik nachweisen lassen.
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| 10:30 - 12:00 | SF 04: Internationalisierung der deutschen Kommunikationswissenschaft in Zeiten politischer backlashes! Die Rolle und Verantwortung von Wissenschaft – Selbstverständnis und Zukunftshandeln der DGPuK. Ort: SRG 1.001 Chair der Sitzung: Anne Grüne Die Veranstaltung wird eigenständig organisiert hybrid angeboten. Der Zoom-Link kann über den Chair per Email angefordert werden. | ||||
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10:30 - 10:45
Internationalisierung der deutschen Kommunikationswissenschaft in Zeiten politischer backlashes! Workshop zum internationalen Selbstverständnis und Zukunftshandeln der DGPuK Universität Erfurt, Deutschland Das Sonderformat verbindet einen Impulsvortrag mit einer offenen Q&A-Session zur Rolle und Verantwortung der Kommunikationswissenschaft in Zeiten politischer Backlashes, globaler Krisen und zunehmender Angriffe auf liberale Demokratien. Vor dem Hintergrund rassistischer, neo-nationalistischer und anti-internationaler Tendenzen stellt sich die Frage, wie sich die deutsche Kommunikationswissenschaft positionieren kann, um ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und wissenschaftliche Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit in Zeiten einer sich wandelnden Weltordnung zu erzielen. Im Mittelpunkt steht die Arbeit der AG „Becoming International“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Vorgestellt und diskutiert wird eine erste Version eines Selbstverständnispapiers zur „tiefen Internationalisierung“ als Querschnittsaufgabe des Fachs. In der anschließenden offenen Q&A-Session werden konkrete Anliegen, Erfahrungen, Hindernisse und Ideen aus der Fachgesellschaft gesammelt. Der Austausch richtet sich an alle Interessierten und fließt in die Weiterentwicklung konkreter Unterstützungsangebote zur Internationalisierung in Forschung, Lehre und akademischer Praxis ein. | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Digitale Kommunikation Ort: SRG 1.005 | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Gesundheitskommunikation Ort: SRG 1.024 | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Internationale und interkulturelle Kommunikation Ort: SRG 1.004 Die Veranstaltung wird eigenständig organisiert hybrid angeboten. Der Zoom-Link kann über den Chair per Email angefordert werden. | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Journalistik/ Journalistikforschung Ort: SRG 2.009 | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Medienpädagogik Ort: SRG 2.029 | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Methoden der Publizistik und Kommunikationswissenschaft Ort: SRG 1.001 | ||||
| 12:00 - 12:30 | Fachgruppensitzung Visuelle Kommunikation Ort: SRG 2.028 | ||||
| 12:00 - 13:30 | Mittagspause Ort: Mensa | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Kommunikation und Politik Ort: SRG 1.005 | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht Ort: SRG 2.009 | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Mediensport und Sportkommunikation Ort: SRG 2.029 | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Soziologie der Medienkommunikation Ort: SRG 2.028 | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Werbekommunikation Ort: SRG 1.024 | ||||
| 13:00 - 13:30 | Fachgruppensitzung Wissenschaftskommunikation Ort: SRG 1.004 | ||||
| 13:30 - 15:00 | P 30: #Kommunikation - Geschlechterdynamiken und toxische Debattenräume Ort: SRG 1.024 Chair der Sitzung: Saskia Sell | ||||
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Medien sind von Menschen gemacht: Herstellungsprozesse von Medien als Aushandlungsort für Geschlechter(un)gleichheit Film University Babelsberg, Deutschland
Humor als delegitimierende Praktik in misogynen Chats 1Universität Duisburg-Essen, Deutschland; 2Universität Duisburg-Essen, Deutschland
Politik im Live-Stream: Eine Analyse von Themen und Geschlechterunterschieden auf Twitch Friedrich-Schiller Universität Jena, Deutschland
Mirror, mirror on the wall, who is the most toxic of them all? Toxicity in political party tweets and corresponding user debates 1Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt; 2Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
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| 13:30 - 15:00 | P 31: #Kommunikation - Wirkungen konstruktiver, sprachlicher und visueller Nachrichtenvermittlung Ort: SRG 1.004 Chair der Sitzung: Falk Tennert | ||||
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Wissenschaftliche Befunde zu den Effekten gendergerechter Sprache: ein systematischer Literaturüberblick Universität Mannheim, Deutschland
Wie wirken konstruktive journalistische Elemente auf Rezipierende? Eine experimentelle Untersuchung im Kontext von Bodendegradierung LMU München, Deutschland
Das Leiden anderer betrachten. Kognitive und emotionale Bewertungen von Online-Pressefotografien der Ukraine- und Israel/Gaza-Kriege durch deutsche Rezipierende. Universität Trier, Deutschland
"Und diese Wut war sofort da" – Wirkungen Multimodaler Frames bei der Nachrichtenrezeption ZeMKI, Deutschland
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| 13:30 - 15:00 | P 32: #Demokratie - Journalismus in der demokratischen Gesellschaft - Zusammenhänge, Relevanz und Perspektiven Ort: SRG 2.009 Chair der Sitzung: Thomas Roessing | ||||
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Journalismus in der demokratischen Gesellschaft: Zusammenhänge, Relevanz und Perspektiven Journalismus in der demokratischen Gesellschaft: Zusammenhänge, Relevanz und Perspektiven Journalismus und Demokratie sind eng miteinander verknüpft und bedingen sich gegenseitig: Wo Demokratie abgebaut wird, werden auch die Rechte von Medienschaffenden eingeschränkt und Versuche unabhängiger Berichterstattung unterbunden – und wo es keinen unabhängigen Journalismus gibt, fehlt eine elementare Kontrollinstanz, die politischen Machtmissbrauch offenlegt (u. a. Tocqueville & Reeve, 1835; Nord et al., 2025). Ein starkes Mediensystem, hohe journalistische Standards und Vertrauen in die Medien sind zudem entscheidend für die demokratische Widerstandskraft gegen gezielte Manipulation (Dragomir et al., 2024). Sei es durch die Betrachtungsweise von Journalismus als „Vierte Gewalt“ durch die Festschreibung seiner Aufgaben und Freiheiten in Gesetzen oder durch die Wirkungsmacht von Medien in Prozessen demokratischer Erosionen und Resilienz: Der Zusammenhang von Journalismus und Demokratie ist ein wichtiges Thema in der Politik- und Kommunikationswissenschaft. Dabei ist das Zusammenspiel von Journalismus und Demokratie zurzeit durch mehrere Entwicklungen gezeichnet, die krisenhafte Tendenzen annehmen können. Zum einen ist Journalismus eine wichtige Instanz für die Meinungs- und Willensbildung von Bürger*innen in einer Demokratie (Meier, 2018). Doch neben ihm versuchen andere Kommunikator*innen, von denen viele antidemokratische Tendenzen haben, auf die Meinungsbildung Einfluss zu nehmen. Sie versuchen, digitale Kommunikationsräume zu dominieren, verbreiten Hass und Desinformation auf Social Media und in dortigen Kommentarspalten und tragen zu einer Polarisierung bei. Aktuelle Polarisierungstendenzen in Gesellschaft und Politik (Graham & Svolik, 2020; Arbatli & Rosenberg, 2020; Orhan, 2022) und Gefühle der Entfremdung schaden der Demokratie. Damit demokratische Meinungsbildung funktioniert, ist es wichtig, dass das Verhältnis zwischen Bevölkerung, Journalismus und Politik gesund ist. Das hier vorgeschlagene Panel soll einen genaueren Blick auf das Zusammenspiel von Journalismus und Demokratie in Deutschland werfen. Die vorgestellten Forschungsprojekte beleuchten wichtige Aspekte des Themas. Themen des Panels sind: • Entfremdung zwischen Bevölkerung, Journalismus und Politik • Schnittmengen postfaktischer Kommunikationsformen • Divergente und konvergente Erwartungen und Erwartungserwartungen verschiedener Gruppen an den Journalismus in Deutschland • Diskursiver Journalismus als mögliches Mittel gegen Polarisierung „#Wissenschaft #Kommunikation #Demokratie“ – das Panel greift die zentralen Elemente des Tagungsthemas auf. Die Vorträge reflektieren die Signifikanz wissenschaftlicher Auseinandersetzungen mit dem Thema. Literatur Arbatli, E., & Rosenberg, D. (2020). United we stand, divided we rule: how political polarization erodes democracy. Democratization, 28(2), 285–307. https://doi.org/10.1080/13510347.2020.1818068. Dragomir, M., Rúas-Araújo, J., & Horowitz, M. (2024). Beyond online disinformation: assessing national information resilience in four European countries. Humanities and Social Sciences Communications, 11(1). https://doi.org/10.1057/s41599-024-02605-5. Graham, M. H., & Svolik, M. W. (2020). Democracy in America? Partisanship, Polarization, and the Robustness of Support for Democracy in the United States. American Political Science Review, 114(2), 392–409. https://doi.org/10.1017/S0003055420000052. Meier, K. (2018). Journalistik (4. Auflage). utb. https://doi.org/10.36198/9783838548081. Nord, M., Angiolillo, F., Good God, A., & Lindberg, S. I. (2025). State of the world 2024: 25 years of autocratization – democracy trumped? Democratization, 32(4), 839–864. https://doi.org/10.1080/13510347.2025.2487825. Orhan, Y. E. (2022). The relationship between affective polarization and democratic backsliding: comparative evidence. Democratization, 29(4), 714–735. https://doi.org/10.1080/13510347.2021.2008912. Beiträge des Symposiums Völlig losgelöst? Ein Blick auf die Entfremdung zwischen Bevölkerung, Journalismus und Politik Seit einiger Zeit wird nicht nur im Verhältnis zwischen Politik und Bevölkerung, sondern auch zwischen Journalismus und seinem Publikum eine Entfremdung diskutiert. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie a) die wahrgenommene Entfremdung der Bevölkerung zu Journalismus und Politik im Vergleich sowie b) die Bewertung des Verhältnisses zur Bevölkerung durch Journalismus und Politik. Dazu wurde im Frühjahr 2024 eine parallele Befragung der Bevölkerung (offline rekrutierte Onlinebefragung; n = 2.577), Politikjournalist:innen (n = 391, Rücklauf: 18,2 %) und Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker:innen (n = 701; Rücklauf: 23,4%; beide Eliten: Paper-pencil und online) durchgeführt. Entfremdung wurde über identische Items für beiden Elitengruppen operationalisiert (z. B. „Journalisten und Journalistinnen schauen auf Menschen wie mich von oben herab“; „Die Abgeordneten im Parlament verlieren ziemlich schnell den Kontakt mit dem Volk“). Es zeigt sich, dass sich die Bevölkerung von der Politik stärker entfremdet fühlt als vom Journalismus. Während der Journalismus sein Verhältnis zum Publikum ähnlich einschätzt wie das Publikum, nimmt die Politik nimmt ihr Verhältnis zur Bevölkerung deutlich positiver wahr als die Bevölkerung selbst. Im Vortrag werden zudem Einflussfaktoren auf wahrgenommene Entfremdung sowie Diskrepanzen zwischen Eliten- und Bevölkerungseinschätzung präsentiert. Die Diskrepanz im Kopf? Was Bevölkerung, Journalismus und Politik vom Journalismus in Deutschland erwarten Journalist*innen sollen Meinungen klar von Fakten trennen und möglichst neutral und präzise informieren: Darüber sind sich Journalist*innen, Bevölkerung und Politik in Deutschland einig. Das zeigen Ergebnisse einer multiperspektivischen Langzeitstudie. Vor dem Hintergrund, dass ein gewisser gesellschaftlicher Konsens über die Aufgaben des Journalismus als wichtige Grundlage für journalistisches Handeln betrachtet werden kann, sind existierende Erwartungsunterschiede von großer Bedeutung. Das zeigt sich bspw. bei der klassischen Aufgabe des Journalismus, die Regierenden in Demokratien zu kontrollieren: Während 81% der befragten Journalist*innen (Online-Befragung, n=525) dies von ihrem Beruf erwarten, sind es nur 54% Zustimmung in der Bevölkerung (forsa-Befragung, Online-Access-Panel, n=1018). Eine Diskrepanz zeigt sich auch bei den ebenfalls erhobenen Erwartungserwartungen: Während Journalist*innen vermuten, dass die Kontrolle der Regierenden ihrem Publikum ebenso wichtig sei wie ihnen selbst, nehmen nur 40% des Publikums an, dass diese Aufgabe wichtig für die Journalist*innen in Deutschland sei. Was bedeuten die unterschiedlichen Erwartungen und Erwartungserwartungen für den hiesigen Journalismus? Und welche Konsequenzen haben sie für die Demokratie? Diese Fragen diskutiert der hier vorgelegte Beitrag. Demokratie unter Druck: Zur Untersuchung von Schnittmengen postfaktischer Kommunikationsformen Während der Journalismus nach wie vor einen zentralen Beitrag zur Demokratie leistet, dringen postfaktische Kommunikationsformen zunehmend in die Zentren digitaler Öffentlichkeiten vor. Dort leugnen einflussreiche politische Akteure Fakten, schüren Hass und diskreditieren unabhängigen Journalismus als „Fake News“ (Hameleers, 2020). Hinzu kommen systematische Versuche der Informationsmanipulation durch autoritäre Regime (Madrid-Morales et al., 2024). Der Beitrag stellt ein theoretisches Modell sowie ein interdisziplinäres Framework zur Analyse von Narrativen vor, mit dem sich inhaltliche Beziehungen zwischen der Kommunikation antidemokratischer Akteure im In- und Ausland untersuchen lassen. Erste Ergebnisse zeigen das Potenzial des Frameworks, solche fallübergreifenden Muster zu identifizieren. Empirische Anknüpfungspunkte und Implikationen für den Journalismus werden diskutiert. *Literatur* Hameleers, M. (2020). Populist Disinformation: Exploring Intersections between Online Populism and Disinformation in the US and the Netherlands. Politics and Governance, 8(1), 146–157. https://doi.org/10.17645/pag.v8i1.2478. Madrid-Morales, D., Wasserman, H., & Ahmed, S. (2023). The Geopolitics of Disinformation: worldviews, media consumption and the adoption of global strategic disinformation narratives. International Journal of Public Opinion Research, 36(3). https://doi.org/10.1093/ijpor/edad042. Kann diskursiver Journalismus affektive Polarisierung abbauen? Eine Experimentalstudie im Längsschnitt Demokratien sind mit zunehmender Polarisierung konfrontiert, wobei v.a. affektive Polarisierung demokratischen Austausch hemmen kann (Orhan 2022). Der diskursive Journalismus (Brosda 2008), der die Journalismuskonzeption von Baum (1994) mit dem Diskursverständnis von Habermas (1981) vereint, könnte affektive Polarisierung abbauen, indem Journalist:innen als Diskursanwält:innen Multiperspektivität und Rationalität fördern und so zu mehr gegenseitigem Verständnis beitragen. Diese Annahme wird mit einer experimentellen Panel-Befragung mit Videostimuli im Längsschnitt geprüft (drei Wellen; Nt1 = 5000). In der Experimentalkondition agiert die Moderatorin eines fiktiven diskursiven Debattenformats als Diskursanwältin, in der Kontrollkondition deutlich passiver. Die vorläufigen Ergebnisse deuten den Mitigationseffekt an, betonen aber auch die Rolle von Faktoren wie generelle Offenheit. *Literatur* Baum, A. (1994). Journalistisches Handeln. Eine Kritik der Journalismusforschung. Westdeutscher Verlag. Brosda, C. (2008). Diskursiver Journalismus. Journalistisches Handeln zwischen kommunikativer Vernunft und mediensystemischem Zwang. VS. Habermas, J. (1981). Theorie des kommunikativen Handelns [2 Bd.]. Suhrkamp. Orhan, Y. E. (2022). The relationship between affective polarization and democratic backsliding: comparative evidence. Democratization, 29(4), 714–735.
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| 13:30 - 15:00 | P 33: #Demokratie - Protestkommunikation, Mobilisierung und Reaktanz in digitalen und öffentlichen Räumen Ort: SRG 2.028 Chair der Sitzung: Sonja Kretzschmar | ||||
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Mit dem Traktor in die Öffentlichkeit: Kommunikationspraktiken von Landwirt:innen im Kontext bäuerlicher Proteste Universität Salzburg, Österreich
Archetypen schriftlicher Reaktanz in digitalen Öffentlichkeiten – Ein Analysesystem für Widerstand in Worten. 1LMU, Deutschland; 2UdK, Deutschland
Schrumpfende Mitte - Abspaltung der Ränder 1CAIS, Deutschland; 2HSD, Deutschland
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| 13:30 - 15:00 | P 34: #Wissenschaft - "Anti-Science“ Communication, Wissensvermittlung zwischen Qualität und Vertrauenskrisen Ort: SRG 2.029 Chair der Sitzung: Charmaine Voigt | ||||
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„Und dann verstecken die sich hinter Sätzen, die man nicht verstehen kann“: Wissenschaftskommunikation als Publikumserwartung 1Universität Mannheim, Deutschland; 2Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
Automatisierung, Zeitdruck und Copy-Paste: Wie Churnalism den Wissenschaftsjournalismus verändert LMU München, Deutschland
Democratizing Science Communication with GenAI? AI Use and Perceptions Across Population Segments 1Universität Zürich; 2Ludwig-Maximilians-Universität München; 3Universität Münster; 4Wageningen University & Research
What is “Anti-Science” Communication? A Review of the Interdisciplinary Literature LMU München, Deutschland
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| 13:30 - 15:00 | P 35: #Zukunft – Journalismus im Wandel: KI, Ethik, Publikumsbeziehungen und neue Finanzierungsmodelle Ort: SRG 1.005 Chair der Sitzung: Susanne Wegner | ||||
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Zwischen Pioniersinn und Praxis: Konkurrierende Vorstellungen zur Zukunft des Journalismus mit kommunikativer KI Leibniz-Insitut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Deutschland
Synthetische Propaganda: Der Einsatz generativer KI in der politischen Kommunikation zwischen Manipulation, Ethik und Regulierung Universität Münster, Deutschland
Mit interpersonalen Ansätzen die Journalismus-Publikumsbeziehung verstehen: Das Koorientierungsmodell (revisited) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland
Stiftungsfinanzierte Auslandsberichterstattung im Projekt „Globale Gesellschaft“ von DER SPIEGEL: Peripheriethemen zur erweiterten Meinungsbildung? Hochschule Mittweida, Deutschland
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| 13:30 - 15:00 | SF 05: Medienkompetenz in die Gesellschaft tragen: Eine Aufgabe für die Hochschulen Ort: SRG 1.001 Chair der Sitzung: Friederike Herrmann | ||||
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Medienkompetenz in die Gesellschaft tragen: Eine Aufgabe für die Hochschulen 1Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland; 2Journalismus macht Schule; 3VOlO-BAND der Demokratie Desinformation, mangelndes Wissen über die Qualitätskriterien journalistischer Arbeit, vergiftete Debattenkultur und eine geringe Informationskompetenz arbeiten jenen in die Hände, die demokratische Öffentlichkeiten zu delegitimieren versuchen. Redaktionen suchen deshalb zunehmend das direkte Gespräch mit dem Publikum. Zugleich ist Medienbildung in der Berufsausbildung, den schulischen Curricula und der Lehrer:innenbildung bislang nur unzureichend verankert. Die Veranstaltung greift diese Problemlage auf und diskutiert, welchen konkreten Beitrag Kommunikationswissenschaft, journalistische Ausbildungseinrichtungen und redaktionelle Praxis leisten können. Anknüpfend an bestehende Initiativen wie „Journalismus macht Schule“ werden Perspektiven für eine stärker koordinierte, auch bundesweite Medienbildungsarbeit ausgelotet, die neben allgemeinbildenden Schulen beispielweise auch Polizeischulen und vergleichbare Berufsausbildungen erreichen sollte. Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrende und Studierende aktiv in medienbildnerische Projekte eingebunden werden können. Die offene Diskussionsrunde bringt Wissenschaft, Ausbildung und Praxis zusammen und versteht sich als Vernetzungsraum, um Medienbildung als gemeinsame Aufgabe weiterzuentwickeln.
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| 15:00 - 15:30 | Kaffeepause Ort: Kaffeestationen im 1. + 2. OG (SRG) | ||||
| 15:30 - 17:00 | Podiumsdiskussion und Closing der Jahrestagung Ort: SRG Hörsaal Chair der Sitzung: Michael Steinbrecher Abschlusspanel zu #Wissenschaft #Kommunikation #Demokratie unter anderem mit:
Journalismus und Wissenschaft gehören zu den unverzichtbaren Eckpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Sie tragen durch fundierte Informationen und kritische Analysen dazu bei, Fakten bereit zu stellen und zu hinterfragen und bieten damit sowohl die Basis für eine informierte Meinungsbildung als auch für den öffentlichen Diskurs. Was aber bedeutet es, wenn sich die Dynamiken der Medienwelt verstärken, sich Kommunikationskonstellationen verändern, neue Spannungsfelder zwischen unterschiedlichsten Kommunikationsakteuren entstehen? Welche Verantwortung kommt einer öffentlichkeitsbezogenen (Kommunikations-)Wissenschaft in einer deliberativen Demokratie zu, deren Informations- und Meinungsbildungsprozesse längst nicht mehr nur digital, sondern zunehmend zusätzlich auch KI-geprägt sein wird?
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| 19:30 | Jubiläumsfeier: 50 Jahre Institut für Journalistik Ort: Fussballmuseum Chair der Sitzung: Christina Elmer Bitte beachten Sie, dass für die Jubiläumsfeier des Instituts eine gesonderte Anmeldung erforderlich ist. | ||||
