Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Handtraumatologie in Koop. mit der DGH Ort: Saal Y, 1. OG | |
| Präsentation 6 | |
Randomisierte kontrollierte Studie Naht vs. Gewebekleber bei Digitalnervläsionen – vorläufige Ergebnisse der FINGERPRINT-Studie Universitätsklinikum Regensburg, Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Deutschland Einleitung Die mikrochirurgische Nervennaht gilt als Goldstandard der primären Koaptation von Digitalnerven. Tierexperimentelle Studien weisen jedoch auf potenzielle Vorteile der Klebung mit Fibrin hin, darunter verkürzte Operationszeiten und geringeres Fremdmaterial. Klinische, randomisierte Vergleichsstudien am Menschen fehlen bislang. Ziel dieser prospektiven, randomisierten Studie war der direkte Vergleich beider Verfahren hinsichtlich funktioneller Ergebnisse sowie die Evaluation eines neuartigen objektiven Messverfahrens (3D-Mapping). Material und Methoden In der laufenden Studie wurden bislang an zwei Studienzentren 80 PatientInnen mit unilateraler Digitalnervläsion eingeschlossen. Präoperativ erfolgte die Randomisierung in mikrochirurgische Naht oder Fibrinklebung (Tisseel, Baxter). Standardisierte Nachuntersuchungen erfolgten über 12 Monate an sechs Zeitpunkten. Erfasst wurden klinische Parameter (2PD, Ten-Test, Spitz-Stumpf-Diskrimination) sowie PROMs (sMHQ, PSFS). Zusätzlich wurde erstmals ein 3D-Mapping eingesetzt, bei dem die asensible Fläche fotografisch erfasst, dreidimensional rekonstruiert und quantitativ analysiert wurde. Resultate Aktuell wurde das 12-Monats Follow-up von 59 PatientInnen abgeschlossen. Zwischen den Gruppen zeigten sich nach 12 Monaten keine signifikanten Unterschiede in sMHQ (p = 0,133), PSFS (p = 0,569), 2PD (p= 0,487), Ten-Test (p = 0,650), oder 3D-Mapping (p = 0,716). Das 3D-Mapping zeigte sich im zeitlichen Verlauf responsiv und korrelierte signifikant mit etablierten sensiblen und funktionellen Parametern (u. a. sMHQ, Ten-Test; p < 0,05). Schlussfolgerung In der vorläufigen Auswertung zeigt die Nervenrekonstruktion mit Fibrinkleber vergleichbare Ergebnisse wie die mikrochirurgische Nervennaht und stellt damit eine gleichwertige Alternative dar. Das 3D-Mapping bietet als quantitatives Messinstrument eine sinnvolle Ergänzung zu den qualitativen Untersuchungsmethoden. | |
