Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Therapie thermischer Verletzungen Ort: Raum 16a, 1. OG | |
| Präsentation 2 | |
Langfristige Hautqualität und Narbenbildung nach enzymatischem Débridement tiefdermaler Verbrennungswunden: Hydrolytische Membran versus Fettgaze Kliniken der Stadt Köln, Deutschland Neuere Fortschritte in der Verbrennungsmedizin unterstreichen, dass enzymatisches Débridement durch den Erhalt vitaler dermaler Strukturen die langfristige Narbenbildung reduzieren kann. Nexobrid®, ein bromelainbasiertes Präparat, hat sich insbesondere bei tief-dermalen Handverbrennungen aufgrund seiner selektiven Wirksamkeit und gewebeschonenden Eigenschaften als Therapie etabliert. Im Anschluss an das Débridement beeinflusst die Wahl der Wundauflage maßgeblich Entzündung, Reepithelialisierung und damit Narbenqualität sowie Hautfunktion. In der klinischen Praxis werden hierfür vor allem Suprathel® (synthetische Copolymermembran) und Jelonet® (paraffinimprägnierte Gaze) verwendet. Während Suprathel® mit besserer Schmerzkontrolle und höherem Patientenkomfort assoziiert ist, gilt Jelonet® weiterhin als kosteneffektiver Standard. In unserer früheren intraindividuellen Studie zeigten sich ähnliche Heilungszeiten, jedoch ein höherer Komfort unter Suprathel®. Aussagekräftige Langzeitdaten zur Narbenqualität sind jedoch bislang begrenzt. Vor diesem Hintergrund führten wir eine monozentrische, prospektive, intraindividuelle Follow-up-Studie bei 23 Patientinnen und Patienten mit tief-dermalen Handverbrennungen nach enzymatischem Débridement durch. Jede Person erhielt auf vergleichbaren Wundarealen eine Abdeckung mit Suprathel® bzw. Jelonet®. Die Narbenqualität wurde nach 3, 6 und 12 Monaten sowohl mit objektiven Messverfahren (Cutometer®, Mexameter®, Tewameter®, O2C®) als auch mit subjektiven Skalen evaluiert (Vancouver Scar Scale; Patient and Observer Scar Assessment Scale, POSAS). Beide Verbandmaterialien führten über 12 Monate zu günstigen, insgesamt vergleichbaren Narbenergebnissen; signifikante Unterschiede bezüglich Elastizität, Perfusion oder des klinischen Gesamteindrucks der Narbe bestanden nicht. Suprathel®-behandelte Areale wiesen jedoch eine signifikant niedrigere transepidermale Wasserverlust-Rate (TEWL; p<0,01) sowie einen besseren Pigmenterhalt (p<0,01) auf, was auf eine raschere Wiederherstellung der epidermalen Barrierefunktion und eine geringere Hypopigmentierung hinweist. Sowohl Suprathel® als auch Jelonet® erweisen sich als effektive Optionen zur Wundabdeckung nach enzymatischem Debridement tiefdermaler Handverbrennungen mit Nexobrid®, wobei bei allen Patienten subjektiv zufriedenstellende Narbenergebnisse erzielt wurden. Objektive Untersuchungen zeigten geringfügige, jedoch messbare Unterschiede hinsichtlich des transepidermalen Wasserverlusts und der Hautpigmentierung, die sich jedoch nicht in klinisch wahrnehmbaren Vorteilen widerspiegelten. Insgesamt erzielten beide Verbände vergleichbare Langzeitergebnisse, sodass die Wahl primär von Aspekten des klinischen Workflows und der Verbandshandhabung abhängt. Unter Berücksichtigung praktischer Gesichtspunkte bleibt Suprathel® in unserem Verbrennungszentrum aufgrund des geringeren Verbandwechselbedarfs und des höheren Patientenkomforts der Standard. | |
