Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Handtraumatologie in Koop. mit der DGH Ort: Saal Y, 1. OG | |
| Präsentation 2 | |
The missed fracture: Hand- und Unterarmfrakturen beim Polytrauma BG Unfallkrankenhaus Berlin, Deutschland Hintergrund: Beim Polytrauma liegt der initiale Fokus auf der Behandlung lebensbedrohlicher Verletzungen. Begleitende Frakturen der Hand und des Unterarms werden in dieser Phase häufig übersehen oder nicht weiter abgeklärt. Obwohl diese Frakturen initial nicht vital bedrohlich sind, können verzögerte Diagnosen langfristig relevante funktionelle Einschränkungen verursachen, insbesondere durch Fehlheilungen oder die Entwicklung von Pseudarthrosen. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Inzidenz, Detektionsrate und Charakteristika von Hand- und Unterarmfrakturen bei Polytraumapatienten anhand eigener klinischer Daten sowie deren Einordnung im Kontext der aktuellen Literatur. Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden konsekutive erwachsene Polytraumapatienten eines Level-1-Traumazentrums eingeschlossen. Die im Rahmen der Primärdiagnostik durchgeführten Whole-Body-CTs (WBCT) wurden gezielt auf ossäre Verletzungen der Hand, des Handgelenks und des Unterarms analysiert, sekundär reevaluiert und mit ergänzender Bildgebung (Röntgen, CT, MRT) verglichen. Erfasst wurden die Inzidenz und Detektionsrate von Frakturen, der Anteil verzögert diagnostizierter Verletzungen sowie der Einfluss einer vollständigen Darstellung der oberen Extremität im Scanbereich. Ergänzend erfolgte eine strukturierte Literaturrecherche. Ergebnisse: Die Inzidenz von Hand- und Unterarmfrakturen bei Polytraumapatienten lag in eigenen Daten und der Literatur zwischen 3,5 und 25 %. Am häufigsten waren Frakturen des Handskeletts und des distalen Radius. Bis zu 93 % der Handfrakturen wurden initial nicht erkannt, insbesondere bei unvollständiger Abbildung der Hände im WBCT. Die Schwere des Polytraumas korrelierte weder mit dem Auftreten noch mit der primären Detektion der Frakturen. Schlussfolgerung: Hand- und Unterarmfrakturen sind beim Polytrauma häufig und werden trotz moderner Bildgebung regelmäßig übersehen. Eine strukturierte klinische Reevaluation der oberen Extremität sowie eine konsequente ergänzende Bildgebung sind essenziell, um relevante Spätfolgen wie Fehlheilungen oder Pseudarthrosen zu vermeiden. | |
