Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Handtraumatologie in Koop. mit der DGH Ort: Saal Y, 1. OG | |
| Präsentation 3 | |
Hand Bionic Score – Elektive Amputation und bionische Prothesenversorgung 1: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- & Plastische Chirurgie, Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Deutschland; 2: THE PLASTIC SURGEON, Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Eilenriede Klinik Hannover, Deutschland Hintergrund: Schwere Hand- und Amputationsverletzungen können trotz hochkomplexer rekonstruktiver Maßnahmen zu persistierenden funktionellen Defiziten der oberen Extremität sowie zu erheblichen psychischen Belastungen der Betroffenen führen. In ausgewählten Fällen kann die elektive Amputation mit anschließender bionischer Rekonstruktion ein innovatives therapeutisches Konzept darstellen. Patientinnen und Patienten mit ausgeprägtem Funktionsverlust der oberen Extremität können durch eine elektive Amputation und bionische, prothetische Versorgung eine relevante Verbesserung der Extremitätenfunktion und damit eine Steigerung der Lebensqualität erreichen. Methodik: Wir führten eine prospektive Follow-up Studie mit Patienten nach schwersten Handverletzungen durch. Wir erhoben den Hand Bionic Score (HBS) und führten eine funktionelle Testung der rekonstruierten Hand im Vergleich zu einer bionischen Hybridprothese mittels Action Research Arm Test (ARAT) und Box-und-Block-Test durch. Ergebnisse: Es konnten 11 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 45,7 Jahren in die Studie eingeschlossen werden. Die Patienten zeigten schwerwiegende Verletzungen mit einem durchschnittlichen HIS-Score von 338,45 Punkte (SD 285,77 Punkte). Es erfolgt die Messung der Handkraft mittels Manometrie und die Messung der Kraft des Daumens mittels Pinchgriff. Die Patienten füllen folgende Fragebögen aus: DASH, MHQ, SF-36 und EQ-5D-5L. Anhand der erhobenen Werte wird für jeden Patienten der Hand Bionic Score (HBS) ermittelt. Dabei werden drei (27,3%) Patienten in HBS-Gruppe II und sieben (63,6%) Patienten in HBS-Gruppe III eingruppiert. Insgesamt vier Patienten aus den beiden Gruppen nahmen an der anschließenden funktionellen Testung teil. Hier zeigte bereits im Box-und-Block-Test ein Patient eine deutlich bessere Funktion bei Verwendung der Prothese (+200%). Bei Durchführung des ARAT zeigt ein Patient eine leichte (+7,1%) und ein weiterer eine deutliche (+62,5%) Besserung der Handfunktion. Dennoch entschied sich keiner der Patienten für die Amputation und bionische Prothesenversorgung. Schlussfolgerung: Die Qualität und die Rekonstruktion schwerwiegender Verletzungen hat weiterhin erste Priorität. Mit dem Hand Bionic Score kann eine Selektion von Patienten erfolgen, die für die elektive Amputation und bionische Prothesenversorgung eingruppiert werden können. Hierdurch kann eine gezielte Hybrid-Testung ermöglicht werden, welche die Grundlage für die elektive Amputation und bionische Prothesenversorgung darstellt. | |
