Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Perioperatives Management der Autologen Brustrekonstruktion in Koop. mit der DAM Ort: Raum 14, 1. OG | |
| Präsentation 9 | |
Interdisziplinäre Zusammenarbeit – Wofür werden plastische Chirurgen in einem Brustzentrum benötigt? Kliniken Essen Mitte, Deutschland Hintergrund: Die operative Therapie von metastasierten oder lokal stark fortgeschrittenen Mammakarzinomen erfordert nach der Resektion meist eine aufwändige Rekonstruktion. Zielsetzung: Am Beispiel von 7 Patientinnen möchten wir insbesondere den Stellenwert einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Senologie und Plastischer Chirurgie diskutieren, aber auch die Entscheidung zur operativen Therapie anhand von Einzelfällen kritisch hinterfragen. Methoden: Bei 7 Patientinnen erfolgte zwischen 2024 und 2025 die Tumorresektion und im Anschluss die plastische Rekonstruktion des Haut- und Weichteilmantels. Bei 3 Patientinnen erfolgte eine einzeitige Rekonstruktion, in 4 Fällen eine zweizeitige Rekonstruktion. In 4 Fällen erfolgte die Rekonstruktion mit einer freien DIEP-Lappenplastik, wohingegen in 3 Fällen eine kombinierte freie DIEP-Lappenplastik und eine gestielte Latissimus-dorsi-Lappenplastik erfolgte. Ergebnisse: In keinem der Fälle kam es zu einem vollständigen Verlust der Lappenplastik, bei zwei Patientinnen kam es zu einem Teilverlust der Lappenplastik. Kleinere Wundheilungsstörungen und Sekundäroperationen traten bei fünf der sieben Patientinnen auf. Zusammenfassung: Die Möglichkeit einer direkten interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Senologie und plastischer Chirurgie bietet die Möglichkeit das Therapiespektrum zu erweitern um auch lokal sehr weit fortgeschrittene Tumoren operativ behandeln zu können. Die Entscheidung zum einzeitigen oder zweizeitigen Vorgehen muss hierbei individuell entschieden werden. Auch bei Verwendung von kombinierten Lappenplastiken korrespondiert die Größe der Haut und Weichteildefekte mit einer erhöhten Rate an Wundheilungsstörungen und vermehrten Reoperationen bei verlängertem Krankenhausaufenthalt. Die Entscheidung zu einer operativen Therapie und der hieraus entstehende Nutzen für die Patientin sollte hierbei individuell und in interdisziplinärer Zusammenarbeit stets kritisch hinterfragt werden. | |
