Veranstaltungsprogramm
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Therapie thermischer Verletzungen
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Nekrektomie thermischer Verletzungen: Wann und wie? BG Klinik Ludwigshafen Nekrektomie thermischer Verletzungen: Wann und wie? Langfristige Hautqualität und Narbenbildung nach enzymatischem Débridement tiefdermaler Verbrennungswunden: Hydrolytische Membran versus Fettgaze Kliniken der Stadt Köln, Deutschland Neuere Fortschritte in der Verbrennungsmedizin unterstreichen, dass enzymatisches Débridement durch den Erhalt vitaler dermaler Strukturen die langfristige Narbenbildung reduzieren kann. Nexobrid®, ein bromelainbasiertes Präparat, hat sich insbesondere bei tief-dermalen Handverbrennungen aufgrund seiner selektiven Wirksamkeit und gewebeschonenden Eigenschaften als Therapie etabliert. Im Anschluss an das Débridement beeinflusst die Wahl der Wundauflage maßgeblich Entzündung, Reepithelialisierung und damit Narbenqualität sowie Hautfunktion. In der klinischen Praxis werden hierfür vor allem Suprathel® (synthetische Copolymermembran) und Jelonet® (paraffinimprägnierte Gaze) verwendet. Während Suprathel® mit besserer Schmerzkontrolle und höherem Patientenkomfort assoziiert ist, gilt Jelonet® weiterhin als kosteneffektiver Standard. In unserer früheren intraindividuellen Studie zeigten sich ähnliche Heilungszeiten, jedoch ein höherer Komfort unter Suprathel®. Aussagekräftige Langzeitdaten zur Narbenqualität sind jedoch bislang begrenzt. Vor diesem Hintergrund führten wir eine monozentrische, prospektive, intraindividuelle Follow-up-Studie bei 23 Patientinnen und Patienten mit tief-dermalen Handverbrennungen nach enzymatischem Débridement durch. Jede Person erhielt auf vergleichbaren Wundarealen eine Abdeckung mit Suprathel® bzw. Jelonet®. Die Narbenqualität wurde nach 3, 6 und 12 Monaten sowohl mit objektiven Messverfahren (Cutometer®, Mexameter®, Tewameter®, O2C®) als auch mit subjektiven Skalen evaluiert (Vancouver Scar Scale; Patient and Observer Scar Assessment Scale, POSAS). Beide Verbandmaterialien führten über 12 Monate zu günstigen, insgesamt vergleichbaren Narbenergebnissen; signifikante Unterschiede bezüglich Elastizität, Perfusion oder des klinischen Gesamteindrucks der Narbe bestanden nicht. Suprathel®-behandelte Areale wiesen jedoch eine signifikant niedrigere transepidermale Wasserverlust-Rate (TEWL; p<0,01) sowie einen besseren Pigmenterhalt (p<0,01) auf, was auf eine raschere Wiederherstellung der epidermalen Barrierefunktion und eine geringere Hypopigmentierung hinweist. Sowohl Suprathel® als auch Jelonet® erweisen sich als effektive Optionen zur Wundabdeckung nach enzymatischem Debridement tiefdermaler Handverbrennungen mit Nexobrid®, wobei bei allen Patienten subjektiv zufriedenstellende Narbenergebnisse erzielt wurden. Objektive Untersuchungen zeigten geringfügige, jedoch messbare Unterschiede hinsichtlich des transepidermalen Wasserverlusts und der Hautpigmentierung, die sich jedoch nicht in klinisch wahrnehmbaren Vorteilen widerspiegelten. Insgesamt erzielten beide Verbände vergleichbare Langzeitergebnisse, sodass die Wahl primär von Aspekten des klinischen Workflows und der Verbandshandhabung abhängt. Unter Berücksichtigung praktischer Gesichtspunkte bleibt Suprathel® in unserem Verbrennungszentrum aufgrund des geringeren Verbandwechselbedarfs und des höheren Patientenkomforts der Standard. Wie sicher ist das enzymatische Débridement bei kleinflächigen Verbrennungen: Retrospektive Analyse der systemischen Auswirkungen Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie, Verbrennungszentrum, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Klinikum Nürnberg, Breslauer Str. 201, 90471 Nürnberg, Deutschland Hintergrund: Methoden: Ergebnisse: Schlussfolgerung: Verlauf und Prädiktoren chronischer Schmerzen und Pruritus nach schweren Verbrennungsverletzungen: Ergebnisse einer prospektiven multizentrischen Kohortenstudie 1: Klinik für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte und Plastische Chirurgie, Unfallkrankenhaus Berlin, Lehrstuhl für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie, Charité Universitätsmedizin Berlin; 2: Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, BG Klinik Ludwigshafen, Klinik für Plastische Chirurgie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; 3: Yale School of Medicine, Division of Plastic and Reconstructive Surgery; 4: Gräfliche Kliniken - Moritz Klinik GmbH, Bad Klosterlausnitz Hintergrund: Chronische Schmerzen und Pruritus zählen zu den häufigsten und belastendsten Langzeitfolgen nach schweren Verbrennungsverletzungen und persistieren häufig trotz spezialisierter Rehabilitation. Während die Prävalenz dieser Symptome gut beschrieben ist, sind deren zeitliche Verläufe sowie klinische und psychosoziale Prädiktoren bislang unzureichend verstanden. Ziel dieser Arbeit war es, Prävalenz, Verlauf und Risikofaktoren postverbrennungsbedingter Schmerzen und Pruritus über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach stationärer Rehabilitation systematisch zu untersuchen. Methodik: Es erfolgte eine Sekundäranalyse einer prospektiven, multizentrischen Kohortenstudie mit 103 erwachsenen Verbrennungspatient:innen, die ein ICF-basiertes stationäres Rehabilitationsprogramm absolvierten. Schmerzen in Ruhe, belastungsabhängige Schmerzen, Gelenkschmerzen sowie Pruritus wurden zu Rehabilitationsbeginn, bei Entlassung sowie nach 3 und 12 Monaten mittels numerischer Ratingskala (NRS) erfasst. Klinisch relevante Symptome wurden als NRS ≥ 4 definiert. Posttraumatische Belastungssymptome (PTBS) wurden standardisiert erhoben. Multivariable logistische Regressionsanalysen dienten der Identifikation unabhängiger Risikofaktoren für persistierende Symptome. Ergebnisse: Zu Rehabilitationsbeginn berichteten 17,5 % der Patient:innen über relevante Schmerzen in Ruhe, 49,5 % über belastungsabhängige Schmerzen, 40,0 % über Gelenkschmerzen und 68,0 % über Pruritus. Nach 12 Monaten zeigte sich zwar eine moderate Abnahme der Symptomprävalenz, jedoch persistierten Pruritus (51,1 %) und belastungsabhängige Schmerzen (30,4 %) bei einem erheblichen Anteil der Betroffenen. Eine bestehende PTBS war der stärkste unabhängige Prädiktor für alle untersuchten Symptomdomänen, einschließlich Schmerzen in Ruhe (OR 23,8), belastungsabhängiger Schmerzen (OR 10,5), Gelenkschmerzen (OR 12,9) und Pruritus (OR 4,36). Adipositas war zusätzlich mit einem erhöhten Risiko für persistierende Schmerzen in Ruhe assoziiert. Zusammenfassung: Chronische Schmerzen und Pruritus bleiben trotz spezialisierter Rehabilitation ein relevantes Langzeitproblem nach Verbrennungen. Psychische Komorbiditäten, insbesondere PTBS, spielen eine zentrale Rolle für die Persistenz somatischer Symptome. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit integrativer, multidisziplinärer Rehabilitationskonzepte, die körperliche und psychologische Faktoren gleichermaßen adressieren, um die langfristige Lebensqualität von Verbrennungspatient:innen zu verbessern. Abdominal Compartment Syndrome in Severely Burned Patients: A Systematic Review and Meta-Analysis 1: Department of Plastic, Hand and Reconstructive Surgery, BG Trauma Center Ludwigshafen, Ludwigshafen, Germany; 2: University of Heidelberg, Medical Faculty, Heidelberg, Germany Background Abdominal compartment syndrome (ACS) is a rare but devastating complication in severely burned patients, associated with profound organ dysfunction and high mortality. Since the only burn-specific systematic review published in 2014, additional observational data have emerged, yet the epidemiology, definitions, management strategies, and outcomes of ACS in burn patients remain incompletely characterized. We performed an updated systematic review to synthesize contemporary evidence on ACS in severe burn injury. Methods A systematic literature search of PubMed/MEDLINE, Embase, and Web of Science was conducted according to PRISMA guidelines. Studies reporting intra-abdominal hypertension (IAH) or ACS in burn patients were eligible. Observational cohort and case–control studies were synthesized quantitatively where appropriate; case reports and case series were summarized narratively. Random-effects meta-analyses were performed for mortality and selected baseline characteristics using Hartung–Knapp adjustment. Study selection and data synthesis followed a predefined protocol. Results The search identified 867 records; 19 studies published between 1999 and 2022 met inclusion criteria. A total of 203 burn patients with ACS treated by decompressive laparotomy were analyzed. Mean burn size was 59.6% total body surface area, and inhalation injury was present in 33.5% of patients. Definitions of ACS and intra-abdominal pressure (IAP) thresholds were heterogeneous; reported pre-intervention IAP ranged from 28 to 57 mmHg. ACS most frequently developed within the first 24 hours after injury and was commonly associated with aggressive fluid resuscitation and reduced abdominal wall compliance. Overall mortality was 72.7%. Meta-analysis of observational studies yielded a pooled mortality proportion of 0.72 (95% CI 0.55–0.85) with substantial heterogeneity. Conclusion ACS in severely burned patients remains associated with extremely high mortality. The available evidence is limited by heterogeneity in definitions, monitoring practices, and study design. Despite increased awareness since 2014, high-quality prospective data are lacking. Standardized diagnostic criteria, systematic intra-abdominal pressure . Clinical characteristics and outcomes of burn patients with abdominal compartment syndrome 1: Department of Surgery, University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas; 2: Department of Plastic, Hand and Reconstructive Surgery, BG Trauma Center Ludwigshafen, Ludwigshafen, Germany; 3: Shriners Children’s Texas, Galveston, Texas Introduction: Abdominal compartment syndrome (ACS) is a severe and life-threatening complication in burn patients, often associated with excessive fluid resuscitation. While prior studies have described the acute physiologic course and early outcomes of ACS after burn injury, long-term outcomes among survivors, including abdominal wall complications, chronic pain, gastrointestinal dysfunction, and renal sequelae, remain incompletely characterized and are largely limited to small single-center series. The objective of this study was to evaluate risk factors and outcome associations in burn patients who subsequently developed ACS. Methods: We conducted a retrospective cohort study using the real-world database TriNetX. Adult burn patients were identified using ICD-10 burn codes, and those who developed ACS within one month following burn injury were included. Burn patients without ACS were propensity score matched for comparative outcome analyses. Outcomes, including surgical procedures, were assessed at one month and one year after burn injury. Results are presented as absolute risks for single-cohort analyses and as risk ratios (RRs) with 95% confidence intervals (CIs) for matched outcome comparisons. Statistical significance was defined as p < 0.05. Results: A total of 310 burn patients with ACS were identified, representing 0.03% of the total burn population in the database. Seventy percent of patients were male, with a mean age of 50 ± 23 years. Mortality among patients with ACS was 50.9% at one month and 66% at one year following burn injury. Renal and respiratory impairment were common and occurred at significantly higher rates compared with matched burn patients without ACS (p < 0.05). Sepsis developed in approximately half of patients with ACS. In addition, patients who developed ACS exhibited a substantial comorbidity burden, particularly with respect to pre-existing cardiovascular disease. Conclusion: ACS is a rare but highly morbid complication following burn injury, associated with substantial short- and long-term mortality and organ dysfunction. Early recognition of at-risk patients and timely intervention are critical to mitigate downstream complications and improve outcomes. Virtual Reality im postoperativen Verbandsmanagement: Einfluss auf Schmerzempfinden bei Verbrennungspatienten München Klinik Bogenhausen, Deutschland @font-face {font-family:"Cambria Math"; panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:roman; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}@font-face {font-family:Calibri; panose-1:2 15 5 2 2 2 4 3 2 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:swiss; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:-469750017 -1073732485 9 0 511 0;}p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-unhide:no; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:""; margin-top:0cm; margin-right:0cm; margin-bottom:8.0pt; margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:Calibri; mso-fareast-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}p {mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-margin-top-alt:auto; margin-right:0cm; mso-margin-bottom-alt:auto; margin-left:0cm; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman",serif; mso-fareast-font-family:"Times New Roman";}.MsoChpDefault {mso-style-type:export-only; mso-default-props:yes; font-size:11.0pt; mso-ansi-font-size:11.0pt; mso-bidi-font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:Calibri; mso-fareast-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}.MsoPapDefault {mso-style-type:export-only; margin-bottom:8.0pt; line-height:107%;}div.WordSection1 {page:WordSection1;} SYNC VR Brille – Abstract Hintergrund: Methoden: Die Teilnehmenden wurden randomisiert entweder einer Kontrollgruppe oder einer Interventionsgruppe zugeteilt (jeweils n = 25). Während in der Kontrollgruppe während dem Verbandswechsel nur die medikamentöse Analgesie gemäß dem WHO-Stufenschema erfolgte, kam in der Interventionsgruppe zusätzlich eine VR-Brille zum Einsatz. Als primärer Endpunkt wurde das prozedurbedingte Schmerz- und Belastungserleben mittels der Burn Specific Pain Anxiety Scale (BSPAS) erfasst. Sekundärer Endpunkt war die subjektive Schmerzintensität gemessen anhand der Numeric Rating Scale (NRS). Zusätzlich wurden objektive physiologische Parameter (Herzfrequenz und Blutdruck) vor, während und nach dem Verbandswechsel erfasst. Ergebnisse: Schlussfolgerung: Chirurgisches Management Schwerbrandverletzter unter V-V ECMO – Erfahrungen und perioperatives Protokoll BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum, Deutschland Hintergrund Schwerbrandverletzungen gehen mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher und erfordern ein eng abgestimmtes Zusammenspiel von Intensivmedizin und operativer Therapie. Ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung ist das frühzeitige chirurgische Débridement und die Deckung. Gleichzeitig entwickeln einige Patient:innen trotz moderner Beatmungsstrategien ein schweres, therapierefraktäres akutes Lungenversagen (ARDS), bei dem die veno-venöse extrakorporale Membranoxygenierung (V-V ECMO) als letzte therapeutische Option eingesetzt wird. Die Durchführung notwendiger chirurgischer Eingriffe unter laufender ECMO-Therapie stellt dabei eine besondere Herausforderung dar: Antikoagulation, inflammatorische Veränderungen und die Schwere der thermischen Verletzung bedingen ein erhöhtes Risiko für Blutungen, hämodynamische Instabilität und hohen transfusionsmedizinischen Aufwand. Systematische Daten zu diesem hochselektiven Patientenkollektiv sind bislang nur in begrenztem Umfang verfügbar. Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, die klinischen Erfahrungen eines Zentrums mit chirurgischen Eingriffen bei schwerbrandverletzten Patient:innen unter V-V ECMO darzustellen und die dabei angewandten perioperativen Abläufe zu beschreiben und zu standardisieren. Materialien und Methoden Es erfolgte eine retrospektive Analyse aller schwerbrandverletzten Patient:innen, die zwischen 2022 und 2024 an unserem Zentrum unter V-V ECMO behandelt wurden. Erfasst wurden demographische Daten, Ausmaß und Tiefe der Verbrennungen, ECMO-spezifische Parameter (Dauer, Kanülierung, Antikoagulationsregime), transfusionsmedizinische Daten sowie Anzahl, Zeitpunkt und Umfang der unter ECMO-Therapie durchgeführten chirurgischen Eingriffe. Zusätzlich wurden intra- und postoperative Komplikationen dokumentiert. Auf Grundlage dieser klinischen Erfahrungen wurde ein perioperatives Protokoll erarbeitet, das Aspekte wie präoperative Gerinnungsdiagnostik, individuelle Anpassung der Antikoagulation, Temperatur- und Volumenmanagement sowie die interdisziplinäre Entscheidungsfindung zwischen Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin berücksichtigt. Ergebnisse Insgesamt wurden 14 Patient:innen (9 männlich, 5 weiblich) mit einer mittleren verbrannten Körperoberfläche von 41 % (Spanne 25–70 %) unter ECMO behandelt. Die mittlere ECMO-Dauer betrug 12 Tage. Unter laufender ECMO wurden 12 chirurgische Eingriffe durchgeführt, bei denen im Mittel 11,8 % TBSA exzidiert wurden. Pro Patient:in wurden durchschnittlich 14,9 Erythrozytenkonzentrate, 11,2 FFP und 6,3 Thrombozytenkonzentrate transfundiert. Blutungskomplikationen traten bei 7 Patient:innen auf, davon erforderte ein Fall eine operative Revision. Zwei Eingriffe mussten aufgrund hämodynamischer Instabilität abgebrochen werden. Thromboembolische Ereignisse wurden nicht beobachtet. Die Gesamtmortalität betrug 64 % und spiegelt die Schwere der Verletzungen sowie die Komplexität des Krankheitsverlaufs wider. Schlussfolgerung Chirurgische Eingriffe bei schwerbrandverletzten Patient:innen unter laufender ECMO-Therapie sind mit einem hohen Risiko verbunden, können jedoch durch sorgfältige Vorbereitung und enge interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgreich durchgeführt werden. Die in dieser Arbeit dargestellten Erfahrungen veranschaulichen die Bedeutung strukturierter Abläufe im perioperativen Management. Allgemeingültige Empfehlungen lassen sich hieraus nicht ableiten; weitere multizentrische Untersuchungen sind erforderlich, um die Versorgung dieser Hochrisikopatient:innen zu verbessern. Stellenwert der Polylactid-basierten Terpolymer Martix in der Behandlung von tief-dermalen Verbrennungen Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte, Klinikum Nürnberg Süd, Deutschland Hintergrund: Methoden: Ergebnisse: Schlussfolgerung: | ||
