F.E.T.T. Füllen-Ersetzen-Transformieren-Therapieren
Tanzella, Ursula
Park-Klinik Birkenwerder
F.E.T.T. Füllen-Ersetzen-Transformieren-Therapieren
Breast Implant Replacement with Fat - Cell Enriched Lipotransfer (CELT) to improve the Take Rate and Survival of Lipografts
Prantl, Lukas; Brebant, Vanessa; Pagani, Andrea; Loucas, Rafael
Universität Regensburg, Deutschland
Objective: Autologous fat transplantation is gaining increasing importance alongside breast reconstruction using implants. It offers a viable alternative for breast reconstruction, especially in cases with complications following implants, such as capsular contracture. Until now, the unpredictable survival rate of fat tissue in lipofilling has been a challenge. We present a new method, the Cell-Enriched Lipotransfer (CELT), to address this issue.
Materials/Methods: Cell-Enriched Lipotransfer (CELT) is a simple technique for fat harvesting, processing, and reinjection. The fat tissue harvested via water-assisted liposuction (WAL) is processed using centrifugation and a shear-force-based technique to produce a highly concentrated, pure final product with a high number of adipose-derived stem cells, the Cleaned and Enriched Lipid Tissue (CELT). The fat graft survival rate was monitored pre- and postoperatively using 3D volumetric data. The follow-up period was 6 months.
Results: Over the past five years, the application of the CELT in 400 fat grafting procedures has significantly improved fat graft survival rates. The 3D volumetric data, measured preoperatively and 6 months postoperatively, showed a consistent survival rate of over 90% of the injected volume.
Conclusion: Processing the fat tissue harvested with water-assisted liposuction using the CELT technique resulted in a significantly improved fat graft survival rate. This high survival rate enables successful breast reconstruction with autologous fat following implant removal.
Kryokonservierung zellangereicherten Fettgewebes: Vergleich von CELT- und CELTPLUS-Fett hinsichtlich SVF-Ausbeute, Zellvitalität und Wachstumsfaktoren
Schimanski, Tom; Dr. Felthaus, Oliver; Dr. Eigenberger, Andreas; Steer, Kerstin; Professor Dr. Dr. Prantl, Lukas
Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
Kryokonservierung zellangereicherten Fettgewebes: Vergleich von CELT- und CELTPLUS-Fett hinsichtlich SVF-Ausbeute, Zellvitalität und Wachstumsfaktoren
Autoren: Tom Schimanski¹ Dr. Oliver Felthaus1 Dr. Andreas Eigenberger¹ Kerstin Steer¹ Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl¹
Affiliation: ¹ Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
Abstrakt
Einleitung: Mit CELT- und CELTPLUS-Protokollen stehen Verfahren zur Verfügung, die den SVF-Anteil in Fettgewebe erhöhen. Die Kryokonservierung solcher zellangereicherten Transplantate könnte deren klinische Nutzung erweitern.
Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die Kryokonservierbarkeit von CELT- und CELTPLUS-Fett zu vergleichen und deren zelluläre Eigenschaften nach dem Auftauen zu evaluieren.
Material und Methoden: Humanes Lipoaspirat wurde standardisiert zu CELT- bzw. CELTPLUS-Fett verarbeitet und sowohl frisch als auch kryokonserviert untersucht. Vor dem Einfrieren und nach dem Auftauen wurden histologische Analysen, Messungen der metabolischen Aktivität, die SVF-Zellausbeute sowie die mRNA-Expression wachstumsfaktorrelevanter Gene bestimmt.
Ergebnisse: CELTPLUS-Fett zeigte im Vergleich zu CELT-Fett eine signifikant höhere SVF-Ausbeute und metabolische Aktivität. Diese Unterschiede blieben auch nach Kryokonservierung erhalten. Auch die relative Genexpression von wachstumsfaktorrelevanten Genen war in CELTPLUS-Fett erhöht.
Schlussfolgerung: CELTPLUS-Fett eignet sich ähnlich gut zur Kryokonservierung wie CELT-Fett und behält auch nach Auftauen seine überlegenen zelluläre Eigenschaften. Dies unterstreicht das Potenzial zellangereicherten Fettgewebes für zukünftige rekonstruktive Anwendungen.
Optimierung von Lipofilling: Einfluss unterschiedlicher Tumeszenzlösungen auf Fettzellvitalität
Jorge, Dr. Cristina; Schimanski, Tom; Eigenberger, Dr. Andreas; Zimny, Dr. Marco; Kempa, Dr. Sally; Felthaus, Dr. Oliver; Prantl, Prof. Dr. Dr. Lukas
Universitätsklinikum Regensburg, Deutschland
Einleitung: Die Vitalität von Fettzellen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Lipofilling. Trotz zahlreicher in vitro Studien bleibt die optimale Tumeszenzlösung umstritten.
Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, den Einfluss unterschiedlicher Tumeszenzlösungen auf die Vitalität von Fettzellen zu untersuchen und damit die Ergebnisse von Lipofilling zu optimieren.
Material und Methoden: In dieser prospektiven Ein-Zentren-Studie wurden Abdominoplastik-Resektate mit Injektion unterschiedlicher Tumeszenzlösungen analysiert. Die Zellvitalität des Lipofillingmaterials wurde mittels Resazurin-Assays quantitativ bewertet.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten, dass die Zusammensetzung der Tumeszenzlösung die Vitalität der Fettzellen signifikant beeinflusst. Unterschiede zwischen den untersuchten Lösungen lassen Rückschlüsse auf die optimale Formulierung für die Gewinnung und Transplantation von Fettgewebe zu.
Schlussfolgerung: Die Wahl der Tumeszenzlösung ist entscheidend für die Qualität der Fettgewebstransplantate und für vorhersehbare und langfristig stabile Lipofilling-Ergebnisse in der ästhetischen und rekonstruktiven Chirurgie.
Vergleichbarkeit als zentrale Herausforderung bei der Bewertung der autologen Fetttransplantation
Felthaus, Oliver; Prantl, Lukas; Kempa, Sally; Andreas, Eigenberger
Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
Die Interpretation wissenschaftlicher Daten stellt eine zentrale Voraussetzung für evidenzbasierte Medizin dar, ist jedoch nicht zuletzt auch in der rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Dies gilt auch für die autologe Fetttransplantation, die sich als vielseitige Technik in der regenerativen Medizin etabliert hat, deren wissenschaftliche Datenlage jedoch durch eine hohe Heterogenität geprägt ist.
Ein wesentliches Problem besteht in der mangelnden Vergleichbarkeit zwischen Studien. Unterschiede in Studiendesign, Patientenkollektiven sowie in den Protokollen zur Fettgewinnung, -prozessierung und -applikation erschweren eine konsistente Bewertung der Ergebnisse. Hinzu kommt, dass zentrale Parameter wie Zell- und Gewebeviabilität sowie Zellzahl uneinheitlich definiert, gemessen und berichtet werden. Unterschiedliche Messmethoden, fehlende Standardisierung und variierende Endpunkte führen zu einer erheblichen Streuung der publizierten Ergebnisse und limitieren deren Aussagekraft für die klinische Praxis.
Der Vortrag beleuchtet zentrale methodische und konzeptionelle Hindernisse bei der Interpretation von Studiendaten zur autologen Fetttransplantation. Dabei werden sowohl allgemeine Probleme medizinischer Forschung als auch feldspezifische Aspekte diskutiert. Abschließend werden mögliche Lösungsansätze vorgestellt, darunter die Standardisierung von Protokollen, die Etablierung einheitlicher Outcome-Parameter sowie eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit und Datenintegration. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Grenzen der aktuellen Datenlage zu schaffen und Perspektiven für eine verbesserte wissenschaftliche Vergleichbarkeit aufzuzeigen.
FAT-BREAST Score: 3D-basierte Outcome-Bewertung nach Brust-Lipofilling
Brebant, Vanessa; Guice, Hanna; Torwesten, elena; Kempa, Sally; Prantl, Lukas
University of Regensburg, Deutschland
Hintergrund:
Das autologe Lipofilling der Brust ist sowohl in der rekonstruktiven als auch in der ästhetischen plastischen Chirurgie etabliert. Trotz breiter Anwendung fehlt bislang ein standardisiertes, objektives Instrument zur ganzheitlichen Outcome-Bewertung, das morphologische Veränderungen, klinische Befunde und patientenberichtete Ergebnisse integriert. Die 3D-Surface-Imaging-Technologie sowohl mit 3D-Kamera als auch mit Smartphone ermöglicht eine reproduzierbare, quantitative Analyse und bietet hierfür neue Perspektiven.
Zielsetzung: Ziel dieser prospektiven Studie war die Entwicklung und klinische Evaluation eines integrierten 3D-basierten Clinical Outcome Scores (FAT-BREAST Score) zur objektiven Outcome-Bewertung nach autologem Brust-Lipofilling bei rekonstruktiven und ästhetischen Indikationen.
Methoden: In einer prospektiven Kohortenstudie wurden Patientinnen prä- und postoperativ nach Lipofilling (CELT) mittels 3D-Surface-Imaging untersucht. Analysiert wurden Volumenveränderungen, Symmetrieparameter und oberflächenmorphologische Charakteristika. Ergänzend erfolgten standardisierte klinische Untersuchungen sowie die Erhebung patientenberichteter Outcome-Maße. Basierend auf bestehender Evidenz und eigenen Vorarbeiten wurde der FAT-BREAST Score entwickelt. Dieser Composite-Score umfasst vier normierte Subscores: Fettüberleben (Fat survival), ästhetische Symmetrie (Aesthetic symmetry), Gewebeintegrität (Tissue integrity) und BREAST-Q und wird als prozentualer Gesamtwert (0–100 %) dargestellt.
Ergebnisse: Der FAT-BREAST Score ermöglichte eine strukturierte, quantitative Gesamteinschätzung des Behandlungserfolgs nach Brust-Lipofilling über unterschiedliche Indikationen hinweg. Die 3D-Oberflächenbildgebung erwies sich als praktikabel und reproduzierbar. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit publizierten Arbeiten der eigenen Forschungsgruppe zur digitalen Outcome-Analyse in der Brustchirurgie.
Schlussfolgerung: Der FAT-BREAST Score stellt einen innovativen, 3D-basierten Ansatz zur standardisierten Outcome-Bewertung nach autologem Brust-Lipofilling dar und bietet hohes Potenzial für klinische Routine, Studienvergleichbarkeit und Qualitätssicherung.
Kliniknahe Kryokonservierung von autologem Fettgewebe: Evaluation Glycerol basierter Protokolle für rekonstruktive Anwendungen
Schimanski, Tom; Dr. Felthaus, Oliver; Dr. Eigenberger, Andreas; Dr. Jorge, Cristina; Dr. Gottwald, Christina; Dr. Pagani, Andrea; Professor Dr. Dr. Prantl, Lukas
Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
Kliniknahe Kryokonservierung von autologem Fettgewebe: Evaluation Glycerol basierter Protokolle für rekonstruktive Anwendungen
Autoren: Tom Schimanski¹ Dr. Oliver Felthaus1 Dr. Andreas Eigenberger¹ Dr. Cristina Jorge1 Dr. Christina Gottwald1 Dr. Andrea Pagani1 Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl¹
Affiliation: ¹ Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
Abstrakt
Einleitung: Fettgewebsentnahmen können für Patientinnen und Patienten belastend sein. Eine standardisierte Kryokonservierung könnte die Mehrfachverwendung autologen Gewebes ermöglichen.
Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, einen klinisch praktikablen und regulatorisch umsetzbaren Ansatz zur Kryokonservierung von autologem Fettgewebe zu untersuchen.
Material und Methoden: CELT sowie CELTPLUS-Fett wurde unter bestehender Gewebezubereitungserlaubnis steril verarbeitet und in geschlossenen Beutelsystemen kryokonserviert. Zur Kryoprotektion wurden Glycerol basierte Protokolle mit unterschiedlichen Zusammensetzungen evaluiert. Ergänzend erfolgten interne Qualitätskontrollen zur Beurteilung von Sterilität und Gewebeintegrität. Die Anwendung erfolgte unter strenger Indikationsstellung im Rahmen individueller Heilversuche.
Ergebnisse: Die Glycerol basierten Protokolle erwiesen sich als technisch stabil und gut in den klinischen Alltag integrierbar. Die Verarbeitung in sterilen Beutelsystemen ermöglichte die sichere Lagerung relevanter Gewebemengen. Die Qualitätskontrollen bestätigten die strukturelle Integrität des Fettgewebes nach Auftauen.
Schlussfolgerung: Die Glycerol basierte Kryokonservierung von autologem Fettgewebe stellt einen kliniknahen translationalen Ansatz dar, der patientenschonende rekonstruktive Therapiekonzepte im Rahmen individueller Heilversuche ermöglicht.
ASCs Exosomes Modulate Fibroblast Activity and Extracellular Matrix Composition in Breast Tissue
Pagani, Andrea; Felthaus, Oliver; Eigenberger, Andreas; Schimanski, Tom; Gottwald, Cristina; Brebant, Vanessa; Prantl, Lukas
Universitätsklinikum Regensburg, Deutschland
Background
Autologous fat grafting is widely used in breast reconstruction and regenerative surgery. Despite its clinical benefits, concerns remain regarding the oncological safety of adipose-derived components, particularly in patients with a history of breast cancer. Increasing evidence suggests that the biological effects of adipose-derived stem cells (ASCs) are predominantly mediated by paracrine mechanisms, especially through exosomes, which may influence fibroblast behavior and extracellular matrix (ECM) composition within breast tissue.
Methods
ASC-derived exosomes were isolated and characterized in vitro. Their biological effects were assessed using established breast cancer cell lines and stromal cell models. Cell viability and cytotoxicity were evaluated using metabolic assays and lactate dehydrogenase (LDH) release. Gene expression analyses focused on apoptosis-related, proliferation-associated, and angiogenesis-related markers. In parallel, the impact of ASC-derived exosomes on fibroblast activity and ECM-related pathways was analyzed to investigate their role in tissue remodeling.
Results
ASC-derived exosomes demonstrated a distinct biological profile compared to ASC-conditioned medium. Exosome-treated breast cancer cells showed reduced metabolic activity and increased expression of proapoptotic genes, including TP53, Bax, Bad, Casp3, and RB1, while markers associated with proliferation and angiogenesis were comparatively reduced. LDH release indicated a controlled cytotoxic effect at higher exosome concentrations, consistent with regulated cellular stress rather than unspecific toxicity. At the stromal level, exosomal signaling modulated fibroblast activity, influencing pathways involved in ECM composition and remodeling, suggesting a shift toward a less pro-oncogenic tissue microenvironment.
Conclusion
ASC-derived exosomes exert relevant paracrine effects on both tumor and stromal components of breast tissue by regulating fibroblast activity and extracellular matrix composition. Their ability to induce proapoptotic signaling in breast cancer cells while modulating stromal behavior supports a cooperative, biologically controlled role of adipose-derived components in tissue remodeling. These findings provide experimental evidence that supports the oncological safety of lipofilling and suggests that ASC-derived exosomes are not contraindicated in breast reconstruction, including in patients with a history of breast cancer.
|