Conference Agenda

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Session Overview
Session
SY-I-24: Structural Changes in Teacher Training Through Demographic Transformation: Methodological and Empirical Analyses from a Transnational Perspective
Time:
Monday, 19/Mar/2018:
12:30pm - 3:00pm

Session Chair: Prof. Axel Gehrmann, TU Dresden / Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
Session Chair: Prof. Hermann Josef Abs, Universität Duisburg-Essen
Location: T03 R04 D10
60 Plätze, Seminarraum
Session Topics:
qualitative, quantitative, Comparative Educational Research, Assessment/Evaluation, Teacher Education, Research of Education Systems, Sociology of Education, theoretical, European Movements and Education

Session Abstract

According to the Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs, a demographically induced shortage of teachers in Germany is calling for “special measures” on very short notice. Within those measures, so called lateral entrants are currently being qualified in new institutional contexts for teacher training (second career opportunities). This development is also gaining momentum internationally, since many European regions experience demographically induced shortages within the teaching profession. The fact that this development is not self-evident is discussed by taking the example of Japan.

The symposium discusses national as well as international evidence (Bulgaria, Latvia, Austria, Romania, Spain, Russia, and Japan) of institutional shifts in traditional teacher training. Based on empirical results of selected exemplary cases, it takes into account the curricula of the qualifying programs as well as learning prerequisites and initial criteria of prospective teachers involved in traditional and non-traditional teacher training.


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Presentations

Strukturelle Veränderungen der Lehrerbildung durch demographischen Wandel: Methodologische und empirische Analysen in transnationaler Perspektive

Chair(s): Prof. Axel Gehrmann (TU Dresden/Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)), Prof. Hermann Josef Abs (Universität Duisburg-Essen)

Demographisch induzierter Lehrermangel macht in Deutschland laut KMK kurzfristige „Sondermaßnah­men“ unumgänglich, in denen sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger in neuen institutionellen Kontexten der Lehrerbildung qualifiziert werden. Auch international ist diese Entwicklung keine Marginalie mehr, denn in vielen Regionen Europas kommt es zu demographisch bedingten Unterversorgun­gen im Lehrerberuf. Dass diese Entwicklung nicht selbstverständlich ist, wird am Beispiel Japans diskutiert.

Das Symposium erörtert nationale wie internationale Befunde (Bulgarien, Lettland, Österreich, Rumänien, Spanien, Russland und Japan) zur institutionellen Verschie­bung der traditionell grundständigen Lehrerbildung und nimmt anhand von empirischen Ergeb­nissen zu ausgewählten Beispielen sowohl die Curricula der Qualifizierungsprogramme, als auch die Lernvoraussetzungen und Eingangsmerkmale der angehenden Lehrkräfte traditioneller und nicht-traditioneller Lehrerbildung in den Blick.

 

Presentations of the Symposium

 

Nicht-grundständige Wege in den Lehrerberuf in Deutschland. Systematisierende Bestandsaufnahme und empirische Befunde.

Thomas Barany, Prof. Axel Gehrmann, Rolf Puderbach
TU Dresden/Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)

In Phasen lehramts-, fächer- oder regionalspezifischen Lehrermangels wird in Deutschland immer wieder auf Personen ohne grundständige Lehramtsausbildung zurückgegriffen. Bei der Qualifizierung dieser sogenannten Quer- und Seiteneinsteiger wird in der Regel auf die Inhalte der ersten, universitären Phase der Lehrerbildung verzichtet. Eine pädagogische Ausbildung findet entweder im Rahmen des Vorbereitungsdienstes (Quereinstieg) oder berufsbegleitend nach Einstellung in den Schuldienst (Seiteneinstieg) statt. Der Umfang und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen, häufig ad hoc konstruierten Qualifizierungsprogramme variiert im internationalen Vergleich, aber auch in den deutschen Bundesländern stark. Eine einheitliche Terminologie hat sich bislang nicht durchgesetzt.

Eine aktuelle systematisierende Bestandsaufnahme der verschiedenen Quer- und Seiteneinstiegsprogramme in Deutschland zeigt die Bandbreite der Maßnahmen auf. Dabei werden zentrale Gestaltungsmerkmale identifiziert und eine definitorische Unterscheidung von Seitenein¬stieg, Quereinstieg und Qualifiziertem Quereinstieg vorgeschlagen.

Anhand empirischer Befunde aus der Lehrerbildung an der TU Dresden werden Regelstudierende, Seiteneinsteigende und Quereinsteigende anhand ihrer Eingangsmerkmale und Lernvoraussetzungen und Kompetenzentwicklung verglichen.

 

Design und erste Ergebnisse eines EU-Policy-Experiment‘s zur Reduktion des Lehrermangels in fünf Mitgliedsländern – Das Projekt “A new way for new talents in teaching (NEWTT)”

Eva Anderson-Park, Beatriz Matafora, Dr. Stefanie Morgenroth
Universität Duisburg-Essen/Fakultät für Bildungswissenschaften

Zur Reduktion des Lehrermangels in mehreren Mitgliedsländern fördert die EU seit 2016 ein Policy Experiment, in dem traditionelle Ansätze der Lehrerbildung mit einem alternativen Qualifizierungsprogramm verglichen werden. In fünf Ländern (Bulgarien, Lettland, Österreich, Rumänien und Spanien) wird das Konzept der US-Organisation Teach-for-All bereitgestellt, und mit den jeweiligen traditionellen Zugängen zum Lehrerberuf verglichen. Im Kern besteht das alternative Konzept darin, dass Hochschulabsolventen aus Nicht-Lehramtsstudiengängen nach einem stark selektiven Auswahlprozess zu einer zweijährigen praxisreflexiven Qualifizierungsphase zugelassen werden, um dann entweder dauerhaft in den Beruf zu wechseln oder sich auf andere Weise für den Bildungssektor zu engagieren. Im Vortrag wird das Curriculum der Qualifizierungsphase vorgestellt, um sodann darzustellen, wie der Ansatz im Rahmen eines Kontrollgruppendesign im Längsschnitt untersucht wird. Hypothesen und erste Ergebnisse zur Unterscheidung von Interventionsgruppen und Kontrollgruppen (traditionell Ausgebildeten beginnenden Lehrkräften) werden präsentiert. Dabei zeigt sich, inwiefern es in den Ländern jeweils gelingt, eine Gruppe anzuwerben und auszuwählen, die spezifische positive Voraussetzungen mitbringt und sich so schon am Beginn der Qualifizierung von traditionell ausgebildeten Lehrkräften unterscheidet.

 

Modernization of Teacher Education in Kazan Federal University – Structure and Perspective

Prof. Aydar Kalimullin
Förderale Universität Kazan

Before Russia joined the Bologna Process it took four and five years to train teachers in higher institutions. Upon graduation they got a diploma of a specialist. Since 2001 training finishes with awarding Bachelor’s degree (4 years) and Master’s degree (2 years). However, the content, forms and methods of teacher training have remained unchanged. This created certain difficulties in teacher training: Difficulties of entering a profession, difficulties of training connected with inappropriate quality of graduates' qualification and difficulties of sustainable employment connected with lack of forecast for the demand in educators in the region as well as lack of professional support and guidance of teachers starting their career.

The University in the city of Kazan carries out a new distributed form in a teacher training department in the structure of 10 institutes (Institute of Mathematics and Mechanics, Institute of Physics etc.). This allows achieving a higher level of subject competence of future teachers by attracting more qualified stuff, by using modern laboratory equipment which is especially important in the field of natural science. It is important that teaching process involves the use of the state-of-the-art laboratory facilities of these institutions. Institute of Psychology and Education supervises this process. It is responsible for educational and psychological training of future teachers.

 

Qualitätssicherung im Lehrerbildungssystem Japans. Zum Diskurs um Standards für die Lehrerbildung im 21. Jahrhundert

Prof. Kenji Maehara1, Prof. Takanobu Watanabe2
1Tokyo Gakugei University, 2Kobe University

Traditionell stehen Studierenden in Japan sehr unterschiedliche Wege in den Lehrerberuf offen. In den über vierzig Provinzen des Landes wird mindestens eine Pädagogische Hochschule vorgehalten und gleichzeitig macht es der Besuch in einer von mehreren Hundert privaten wie öffentlichen Hochschuleinrichtungen möglich, eine Lehramtsoption bei entsprechendem Studienverlauf zu erhalten. Diese Option wird bis heute stark genutzt, sodass selbst bei abnehmender Geburtenrate noch keine Abkehr vom Lehramtsbezug im grundständigen Studium sichtbar wird. Im Gegensatz zu vielen Regionen Europas tritt damit ein gegenteiliger Effekt ein, zu vielen Absolventen bleibt bei stark abnehmender Geburtenrate der Lehrerarbeitsmarkt verschlossen. Weil die Qualitätsstandards in den vielen Hochschuleinrichtungen dabei bisher vage geblieben sind, fällt auch die Auswahl für den Lehrerberuf bei den Abnehmern im Schulsystem weiter schwer, denn die Abschlüsse geben nur wenig Aufschlüsse darüber, welche Kompetenzen die Studierenden überhaupt mitbringen.

Der Vortrag diskutiert die in Japan eingetretene Entwicklung und zeichnet nach, wie begonnen wird über zukünftige personelle, inhaltliche wie institutionelle Anforderungen zu diskutieren, die darauf verweisen, eingelebte Qualitätssicherungssysteme in der Lehrerbildung neu zu diskutieren und dabei auch Formen schon immer vorhandener alternativer Wege in den Lehrerberuf mit zu erörtern.



 
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