Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
AG-I-37: Transformationsperspektiven auf die Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung
Zeit:
Dienstag, 20.03.2018:
9:00 - 11:30

Chair der Sitzung: Prof. Dr. Regina Egetenmeyer, Julius-Maximilians Universität Würzburg
Ort: T03 R04 C07
40 Plätze, Seminarraum
Sitzungsthemen:
qualitativ, Erwachsenen-/Weiterbildung, theoretisch-reflexiv, Europäische Bewegungen der Bildung und des Sozialen

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Präsentationen

Transformationsperspektiven auf die Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Chair(s): Prof. Dr. Regina Egetenmeyer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

Diskutant(en): Prof. Dr. Sabine Schmidt-Lauff (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg)

Die Professionalisierung akademischer Berufe unterliegt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationsprozesse wesentlichen Veränderungen. So finden sich in der aktuellen Professionssoziologie deutliche Distanzierungen von den sogenannten „klassischen“ Professionstheorien, die versuchen Professionen attributionstheoretisch, struktur-funktionalistisch oder auch struktur-theoretisch zu fassen. Vielmehr wird Professionsentwicklung an Formen der Reflexivität, der akademischen Bezüge sowie der Inferenz zwischen Wissenschaft und Praxis rekonstruiert. Dabei gewinnt die Organisation als Akteur im Rahmen von Professionsentwicklung eine neue Rolle. Die Professionalisierung der Erwachsenenbildung/Weiterbildung zeigt diese Veränderungen in paradigmatischer Weise. Die Arbeitsgruppe geht – basierend auf den aktuell geförderten Forschungsprojekten KOPROF, WB-Kultur und TTOP – Transformationsperspektiven der Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung nach.

 

Beiträge des Symposiums

 

Neue Professionstheorien und Konturierung der Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Lisa Breitschwerdt, Reinhard Lechner, Prof. Dr. Regina Egetenmeyer
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Um die aktuellen Professionalisierungsaufgaben im Feld zu verstehen, eignen sich die ‚Neuen Pro-fessionstheorien‘ als eine Analyseperspektive. Diese beziehen sich weiterhin auf die klassischen professionstheoretischen Konzepte aus der Soziologie, tragen aber zugleich den oben skizzierten gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung. Mit dieser Perspektive ergeben sich weniger allgemeine, attributive Merkmale einer Profession in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, sondern vielmehr neue Erkenntnisse zu einem fluiden professionellen Handeln, das von Einrichtung zu Einrichtung variiert. Der Beitrag greift diese neuen Theorien auf. Damit lässt sich Professionalisierung auf verschiedenen Ebenen und mit Blick auf mehrere Interessengruppen festmachen: einer staatlich-institutionellen Ebene, der Einrichtungsebene und einer Akteurs/innenebene. Somit bieten die ‚Neuen Professionstheorien‘ sich auch an, Interdependenzen und Widersprüche zwischen den Ebenen zu untersuchen, um die Spannungen zu verstehen, denen das professionelle Handeln im Feld unterliegt. Mit Hilfe der ‚Neuen Professionstheorien‘ ergibt sich ein einrichtungspezifischer Fokus auf das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung, zugleich werden aber auch die sich verändernden Handlungslogiken des Staates und der Akteur/inn/e/n (Dozierende und lernenden Erwachsene) im Feld untersucht. Damit sollen „Konturen der Professionsent-wicklung“ analysiert werden.

 

Professionalisierung in der beruflich-betrieblichen Weiterbildung

Prof. Dr. Ingeborg Schüßler, Mara Albonesius, Julia Kamp
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Anhand von Fallstudien aus der beruflich-betrieblichen Weiterbildung werden die Hemmnisse, wie auch Herausforderungen der Professionsentwicklung im Feld aufgezeigt. Dabei soll der Fokus auf die polyprofessionellen Anforderungen der pädagogischen Akteure in Weiterbildungseinrichtun-gen und betrieblichen Bildungsabteilungen gelegt werden. Verknüpft ist damit u.a. die Frage, ob es angesichts der unterschiedlichen auszubalancierenden Handlungslogiken und Anforderungsstrukturen auch tätigkeits- und branchenübergreifende erwachsenenpädagogische Professionsmuster und Professionalisierungsstrategien gibt. Anhand dieser Fragen, die am empirischen Material illustriert werden, sollen Perspektiven der Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung diskutiert werden.

 

Professionsentwicklung in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung im Spiegel differenter Tätigkeitsprofile, Organisationalformen und Inhaltsbereiche – Beobachtungen aus dem Projekt WB-Kultur

Prof. Dr. Steffi Robak1, Dr. Marion Fleige2
1Leibniz Universität Hannover, 2Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

Der Beitrag zeigt Befunde aus dem Projekt WB-Kultur, dass die Weiterbildung Kunst- und Kulturschaffender für Tätigkeiten in den jeweiligen Kunstsparten, aber auch in der kulturellen (Erwachsenen-)Bildung behandelt. Die erforderlichen Tätigkeitsprofile in diesem Kontext werden sowohl für das professionelle Handeln der Teilnehmenden als auch Pädagog/innen in der Fortbildung analysiert. Für letztere zeigen sich differente und überlappende Tätigkeitsanforderungen in der Angebots- und Programmplanung und dem Bildungsmanagement. Die Analysen in der Fallinstitution, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel, machen dabei eine hohe Feldspezifik deutlich, die sowohl mit der Organisationalform als auch mit dem Inhaltsbereich zusammenhängen. Die Untersuchung spitzt die bisherigen empirischen und theorieentwickelnden Untersuchungen zum professionellen Handeln in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Käpplinger/Robak/Fleige/von Hippel/Gieseke 2017) in dieser Perspektive zu. Im Vortrag werden diese Befunde und Auslegungen präsentiert und für die aktuellen Theorien zur Professionsentwicklung und ihrer Nutzung im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung wie auch für die Professionsentwicklung in der kulturellen Bildung diskutiert.

 

New challenges for the professionalization of adult educators in Europe: fostering curricular quality improvements and enhancing the international dimension of their education and training

George Zarifis
Aristotle University of Thessaloniki

The presentation is entirely based on research in six European countries under the Erasmus+ funded project Taking to the Top - Adult Educators on the Journey (TTOP). The aim of the presenta-tion is to provide evidence from a number of European countries for fostering quality improve-ments in existing curricula for training adult educators particularly for promoting their intercultural awareness as part of their process of professionaliation, and also suggest ways for enhancing the international dimension of their education and training. Continuing training of adult educators in-clude a number of diverse practices, syllabi and curricula both in terms of countries and organisati-ons. However, as adult training does not have a transnational common framework, there is no shared understanding in the field of adult educators’ training. There is a great shortage of a curriculum framework for adult educators’ continuing training particularly in the non-formal sector. The approaches, practices and experiences in the given field vary greatly across Europe. Today, more than ever there is need for a curriculum framework that supports the international dimension of education and training for adult educators. The development of such a framework will further support their professional development, their solidarity within the European adult education space and enable them to enhance their cooperation.



 
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