Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Kongresseröffnung, Keynote und Verleihung der dbl-Wissenschaftspreise
Sitzungsthemen: Professionalisierung
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| Zusammenfassung der Sitzung | ||
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Der Kongress beginnt mit der Eröffnung durch Dagmar Karrasch (Präsidentin) und Antje Krüger (Interessenvertretung Bildung). Darauf folgend werden Prof. Hilke Hansen und Dr. Jana Quinting die Keynote mit dem Titel „„Aus 12 mach 1“ – Auf dem Weg zu einer gemeinsamen professionellen Identität in der Logopädie/Sprachtherapie“ halten. Im Anschluss werden der dbl-Nachwuchspreis und der Luise-Springer-Forschungspreis vergeben, die in diesem Jahr von der opta data Abrechnungs GmbH und der Optica Abrechnungszentrum Dr. Güldener GmbH gesponsert werden. Informationen zur Keynote: „Aus 12 mach 1“ – Auf dem Weg zu einer gemeinsamen professionellen Identität in der Logopädie/Sprachtherapie Prof. Hilke Hansen & Dr. Jana Quinting Das zentrale Ziel Menschen aller Altersgruppen bei Beeinträchtigungen in ihren kommunikativen Fähigkeiten und ihrer Nahrungsaufnahme zu unterstützen, verortet die Logopädie/Sprachtherapie an der Schnittstelle zwischen Linguistik, Pädagogik, Psychologie und Medizin. Der historische Weg der Logopädie/Sprachtherapie zu einem eigenständigen Fachgebiet ist international daher auch durch den Einfluss und die fachlichen Entwicklungen dieser Disziplinen geprägt. In Deutschland wird die Vielfalt der Entwicklungslinien in besonderer Weise deutlich: Die Verankerung der Logopädie/Sprachtherapie im Bildungssystem der DDR und im Gesundheitssystem der BRD zeigt – historisch einzigartig – unterschiedliche Entwicklungsoptionen und die damit verbundenen Qualifikationswege und Versorgungsstrukturen. Heute unterscheidet der Arbeitskreis Berufsgesetz zwölf verschiedene Ausbildungswege; die GKV nennt dreizehn zulassungsfähige Berufsgruppen. Die Logopädie/Sprachtherapie ist aktuell als Heilberuf im deutschen Gesundheitssystem verortet und im internationalen Vergleich weniger eigenständig. Als zentrales berufspolitisches Ziel der laufenden Berufsgesetzreform fordern alle Verbände und Gremien der Logopädie/Sprachtherapie ein einheitliches Berufsgesetz, das eine gemeinsame hochschulische Ausbildung und eine selbständige Berufsausübung festlegt. Der Vortrag nimmt diese Forderung zum Anlass, um nach dem Gemeinsamen in der Vielfalt zu fragen: Was prägt, was kennzeichnet eine gemeinsame professionelle Identität? Was ist der Kern unseres Fachgebiets, der seine Eigenständigkeit definiert? Wie kann eine einheitliche Profession ihre Vielfalt als Stärke entwickeln und nutzen? Diesen Fragen möchten die beiden Vortragenden – die verschiedene Ausbildungs- und Berufswege mitbringen und unterschiedlichen Generationen angehören – in einem dialogischen Vortragsformat nachgehen. Im Zentrum des Dialogs wird die Auseinandersetzung mit der logopädischen/sprachtherapeutischen Praxis stehen: Welche Schritte und Aufgaben sind grundlegend für erfolgreiche Therapieprozesse? Was kennzeichnet professionelles Handeln in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen der Kommunikation/Nahrungsaufnahme und ihrem Umfeld? Welche charakteristischen Herausforderungen prägen unsere Arbeit im Therapiealltag? Der Vortrag möchte zum weiteren Diskurs über eine gemeinsamen professionellen Identität anregen. Der lange Weg der deutschen Logopädie/Sprachtherapie zu einer eigenständigen Profession und wissenschaftlichen Disziplin braucht eine proaktive – und auch kontroverse – Auseinandersetzung mit der Frage, wer wir sind und wo wir stehen. Dazu möchten die Vortragenden mit diesem Impuls einladen.
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